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Wir konnten dieses Jahr unsere Saison sehr angenehm beginnen, auch wenn etwas Personalnot herrschte und uns im Vergleich zum Stamm 3 Spieler fehlten, was allerdings bei den Leistungen der Ersatzspieler keinen Unterschied machte.

Gefühlt 5 nach 9 konnte sich Timon seinen Punkt eintragen, was mit Sicherheit mit seinen Erfahrungen aus kürzlich gespielten Turnieren zu tun hat, allerdings auch immer ein Glücksfall ist, wenn man eine Partie nach 6 Zügen beenden darf.

Als nächster wurde ich etwa um 11 Uhr fertig indem ich einfach mal ein Remisgebot absetzte als ich der Meinung "gleich wird es seltsam, aber eigentlich Ausgleich" war, mein Gegner meinte ich hätte schon minimal mehr Druck später meinte Micha ich hätte eine kritische etwas schlechtere Stellung gehabt.

Die Anzahl der möglichen Meinung spricht dafür, dass die Stellung unklar aber akzeptabel war und das Remis hierbei ein gutes Ende darstellt.

Kurz darauf bot auch Michas Gegner ein Remis, das durch gutes Gegenspiel für den Minusbauern ermöglicht wurde.

Die kritische Partiephase konnte ich nun gut beobachten:

Andreas Zentrum geriet erheblich unter Druck und die Verteidigung erschien sehr kompliziert (eher unmöglich), leider fand er in dem neuen Zeitmodus keine formschöne Verteidigung.

Fadi erhielt aus seiner Partie nach seiner Befreiung aus einer etwas eingeengten Struktur plötzlich einen Mehrbauern und anschließend sogar eine ganze Figur. Sein Gegner verteidigte sich noch sehr lange verbissen konnte jedoch ein schönes Mattbild nicht abwenden.

Christian gelang es durch eine sehr anspruchsvolle Taktik einen Qualitätsgewinn zu organisieren um schließlich ein gewonnenes Endspiel zu erhalten. In der konkreten Abwicklung gelang es ihm in Zeitnot nicht eine solide Verteidigung für den Gegenangriff zu finden.

Sören gelang es mit einem interessanten Opfer die gegnerische Stellung zu öffnen, allerdings konterte sein Gegner mit einem Gegenopfer um zahlreiche Komplikationen herbeiführen. Nun ging es allerdings erst richtig los! In dieser Partie konnte Sören durch zahlreiche taktische Finessen schließlich den Sieg einfahren.

Sandra konnte eine gedrückte Stellung nur durch Qualitätsopfer am Leben halten, allerdings war etwas unklar worin die Perspektive für Sandra bestand und sie suchte ihre Rettung im Angriff. Etwa halb 2 konnte ihr Gegner schließlich einen Weg finden, die Stellung zu gewinnen.

Insgesamt war der Saisonauftakt mit einem Mannschaftspunkt mehr als erwartet und 4 Brettpunkten sehr erfolgreich, allerdings muss man sich noch etwas an den neuen Zeitmodus gewöhnen.

 

 

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Vom 25.8 bis 27.8. fand in Geithain wieder einmal das Sommeropen statt. Bei diesem Turnier fanden sich wie immer zahlreiche bekannte Spieler ein und es lag, wie gewohnt kurz vor Begin der Saison, was bei den üblichen Verdächtigen (Wolli, ich, Timon, Niko und Eric W.) Grund genug war teilzunehmen.

Die erste auffällige Verbesserung nach einer eher ungewohnt umständlichen Anfahrt war der schöne neue Spielsaal. ... weiterlesen

Auch dieses Jahr wollten einige unserer Spieler ihr Können für die Punktspiele vorher nochmals testen (damit solche Tests in den Punktspielen nach Möglichkeiten nicht nötig sind 😉 ).

geithainalv
Ein Diagramm aus Runde 2

Im Vergleich mit den Vorjahren waren wir weniger Teilnehmer aus unserem Verein als im Vorjahr und somit spielte nur ich im A-Open während Sadko und Niko das B-Open wirklich sehr unsicher machten.

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mikeaktiv

Während in den letzten Jahren immer einige unserer Spieler in Chemnitz waren, hatte ich unglücklicherweise nie Zeit gefunden, weil immer was Anderes war. Dieses Jahre wäre es fast auch so gekommen, aber angemeldet ist angemeldet.

Den Stammgästen dieses Turniers fielen sofort zahlreiche Veränderungen auf: neuer Termin, neues Spiellokal und ab der zweiten Runde eine völlig veränderte Anordnung der Bretter 1-20, was unsere Teilnehmer (Sadko,Mike und mich) allerdings weniger störte.

In der ersten Runde konnte keiner von uns dreien irgendwie überzeugen.

Am Nachmittag war zumindest ich halbwegs aufgetaut und bekam gegen meinen Gegner halbwegs ein Bein aufs Brett. Allerdings konnte ich mich nicht wirklich für eine Variante entscheiden und fing an mich mehrfach umzugruppieren, was mein Gegner kopierte. Nach weiteren Versuchen dieser Art stellt ich fest, dass mein Gegner seit einigen Zügen keine Felder mehr für einen Springer hatte. Ich gewann diesen mit einem Bauern und überraschenderweise fühlte sich diese Stellung nicht gut an, da ich mich immer noch etwas verhedert hatte (beim Umgruppieren). Nachdem ich mich nach einigen Zügen wieder halbwegs aktiv stand, gab mein Gegner auf, da ich doch wieder etwas Spiel hatte.

Über die dritte Runde kann ich wirklich nicht so viel sagen, weil ich leider durch Abwesenheit glänzen musste. Allerdings fanden Sadko und Mike zu genau diesem Zeitpunkt ins Turnier.

In der Vierten Runde wurde ich von Sadko und Mike abgeholt (in Leipzig) um dann gegen Gerd zu spielen. Ich war an diesem Tag nun nicht ganz auf Schach konzentriert und kam entsprechend aus der Eröffnung. Ich hatte die ganze Partie daran zu tun, den direkten Verlust zu vermeiden, und schließlich eine Festung zu bauen, die das Remis bedeutete. Währenddessen hielt Mike seine Partie gegen eine starke 1800 beständig auf Ausgleich und trocknete langsam aber sicher jegliche Spielideen aus...Remis! Sadko spielte in dieser Runde gegen einen eher anstrengenden Gegner, den er in klar vorteilhaften Stellung langsam abtrug...unter relativ häufigen Remisgeboten (des Gegners natürlich).

Was die fünfe Runde betrifft erinnere ich mich nicht mehr an viele Dinge, allerdings bekam ich die Möglichkeit erneut gegen die Bird-Eröffnung zu spielen. Allderings führte dies zu einer Stellung in der ich die Öffnungsideen hatte, welche allesamt zu einer Verbesserung des gegnerischen Spiels geführt hätten, also ging auch diese Partie Remis aus. Sadko und Mike verloren in dieser Runde gegen gute Gegner.

Danach hatte der Ausrichter die Möglichkeit zum Besuch des Weihnachtsmarktes und der Bergparade vorgesehen, was wir wahrnahmen.

Zurück am Brett erwartete uns eine seltsame Überraschung: Sadko und ich waren gegeneinander gelost wurden, nahmen uns jedoch vor auszuspielen.

Ich began, indem ich meine Eröffnung so behandelte, dass ich wohl keinesfalls ein Remisgebot erhalten würde und stellte dann einen Bauern ein. Später fand ich eine taktische Idee auf Grund des unrochierten Königs, was zu einem anderen Ausgang der Partie führte....

An diesem Tag hatte Mike seine Partie des Turniers, in der er mit Schwarz wunderbar entspannt aufspielte, bis seine Aktivität groß genug war:

mike

Dieser Situation entstand nach 1....Db6-b4 2.Tc1-c2. Nach Db4 gab es objektiv betrachtet für Weiß keine aktiven Züge mehr, sondern nur noch solche, die den e4 auf Kosten von Aktivität und eigenen Ideen halten. An dieser Stelle sezte Mike mit Sf6xe4 fort und konnte dadurch nach dem Generalabtausch ein Endspiel mit 2 Mehrbauern absolut entspannt spielen.

Der letzte Tag des Turniers lieferte überraschende Ergebnisse:

Mike krönte seine Bilanz mit einem weiteren ausgekämpften Remis.

Sadko spielte folgende schöne Partie:

sadko

Sadko Gegner (schwarze Steine, die gleiche starke 1800 gegen die Mike oben das Remis bekam) hatte gerade ...Tc8-d8 gespielt und Sadko fand es jetzt an der Zeit die Partie auf c6 zu beenden. Der Computerzug wäre d5 gewesen, aber die kritische Variante mit nur kleinem Nachteil für Schwarz nach Se5xc6 konnte Sadkos Gegner nicht ausfindig machen und mir ist sie inzwischen auch entfallen.  😉  Sadko entschied auch mit seiner Variante am Ende die Partie.

Nun zu mir:

ich

Ich hatte mir als Schwarzer in diesem Sizilianer mit b3 zunächst viele Sorgen gemacht...meistens um leuchtende Läufer und hatte erst kurz zuvor f5 gespielt um nicht an h7 rechnen zu müssen. Daraufhin erhielt ich c4, was mich sehr freute. Allerdings hatte ich nur die laut Computer zweitbeste Variante gesehen. Denoch konnte ich nach einigen eher seltsamen Berechnungen sicher sein mit Sxe5 die Wirkung der Läufer gut einzuschränken. In der Partie geschah: 1..Sxe5 2.Lxe5 Sxf4 3.Txf4 Dxd3 und nach einer Weile konnte ich meine Entwicklung beenden und mit dem Mehrbauern zum Gegenangriff übergehen.

Am Ende ergab sich:

Mike 2,5/7  +42DWZ

Sadko 3/7  -11 DWZ

ich 4/6 +9DWZ

Insgesamt handelte es sich um ein gutes Turnier in schöner Atmosphäre, aber das nächste Mal brauchen wir etwas mehr Losglück.

 

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Die Teilnahme an der Döbelner Stadtmeisterschaft ist für einige Spieler unseres Vereins inzwischen zur Tradition geworden, auch wegen des geradezu unheimlichen Glücks, welches einige Spieler dort immer wieder haben.

Zum 30. Jubiläum dieses Turniers reisten Felix, Sadko, Mike und ich an.
Die erste Runde brachte für unsere Teilnehmer wenig Überraschungen, wobei Felix und ich einige Zeit brauchten unsere Gegner zu „überzeugen“, es jedoch an Klarheit nicht mangeln ließen, obgleich Felix Gegner Mirko Adler eine am Ende sehr überzeugende Gesamtperformance im Turnier erreichte und in dieser Partie einen sehr stabilen Aufbau wählte. Sadko und Mike konnten in dieser Runde noch keine Punkte holen.

In der zweiten Runde gewann Felix seine Partie sehr überzeugend. Sadko konnte in seiner Partie Stück für Stück Vorteile ansammmeln und der Sieg war irgendwann nur folgerichtig. Einzig Mike konnte in dieser Runde noch nicht überzeugen. Ich hatte Ingo Voigt als Gegner, dem ich erst kürzlich in Geithain begenet war. An diesem Tag jedoch hatte ich Weiß und es ergab sich eine durchaus spielbare Partie mit in etwa Ausgleich und zahlreichen Ideen aber auch Schwächen. Meine Einschätzung während der Partie war jedoch zu Gunsten meines Gegners. Nach einigen verpassten Chance beiderseits ergab sich nach der Zeitnot eine Möglichkeit für mich mit Vorteil mit der Dame in die gegnerische Stellung einzudringen, was der Gegner mit einem einzügigen Turmeinsteller beantwortete.
In Nachbetrachtung mit dem Computer konnte ich alerdings nur feststellen, dass ich auch ohne den Einsteller sowohl Idee als Vorteil hatte.

In der dritten Runde konnten schließlich Mike gegen eine engagierte junge Spielerin gewinnen indem er ruhig und gelassen seinen Vorteil verwertete. Sadko konnte durch präzises und aktives Spiel überzeugen, womit er eine ausgeglichene Partie so behandelte, dass der Gegner immer wieder die Möglichkeit bekam auf Grund eines Gewinnwunsches unpräzise zu spielen. Irgendwann konnte der Gegner sich nicht mehr halten und Sadko erhielt einen deutlichen Vorteil, den er nicht mehr aus der Hand gab.
Felix hingegen erhielt in dieser Runde Klaus-Dieter Kesik als Gegner, gegen den er das Wolgagambit spielte und mehr als nur Kompensation für den Bauern erhielt. Allerdings konnte Felix im späteren Verlauf der Partie nicht immer optimal verstärken und der FM kam zurück ins Spiel und überzeugte im Endspiel.
Ich durfte gegen den späteren Zweitplatzierten Peter Abudrakhimov antreten und fand wirklich augezeichnet ins Spiel. Nachdem ich mich mehrfach keine guten Züge fand und mein Angriffsplan durch Abtauschen gebremst wurde erhielt ich ein Remisgebot, welches ich gut annehmen konnte.

In der Vierte Runde hielt mein Glück endgültig nicht mehr durch, was zu einer Rochade in einen sehr schnellen Angriff meines Gegner führte.... Ich hatte zumindest etwas mehr Zeit die laufenden Partien zu betrachten:
Felix konnte in einer interessanten Partie rasch Vorteil erlangen. Dieser Vorteil bestand unter Anderem in einem weit vorgerückten Bauern, welcher sowohl Durchbruchideen als auch Stützpunkte für unter Anderem einen Springer erzeugte.
Mike konnte mit den schwarzen Steinen jegliche Ideen des Gegners unterbinden und zögerte beim Remisgebot seines Gegners auch nicht lange.
Sadko hatte nach seinen Siegen in Runde 2 und 3 nun Brett 4 erreicht, an dem er jetzt gegen Tilo Manitz den späteren Turniersieger spielte. In dieser Partie wurde Sadko nun taktisch sehr schön überspielt, was bei den Fähigkeiten und Abschneiden seines Gegners allerdings weniger schwer wiegt.

Der dritte Tag des Turniers brachte weder mir noch Felix ereignisreiche Partien, also je zwei schnelle Remis, welche jedoch den Blick auf das Preisgeld noch offen ließen.
Auch Sadko konnte an diesem Tag 2 Remis beitragen, allerdings echt Ausgespielte, in denen er die Möglichkeiten genau auslotete und mitunter gewagte Fortsetzungen im Gewinnsinne ausprobierte.
Die Partie des Tages kam von Mike, der vormittags überraschenderweise ein Königsgambit vorgesetzt bekam und dieses sehr schön behandelte. Nachdem das Brett endgültig in Flammen stand fand Mike einen sehr schönen Angriff, welcher auch in zahlreichen Formen zum Sieg geführt hätte. Der Gegner durfte sich an dieser Stelle für eine Form seiner Wahl entscheiden.
Auch der Nachmittag brachte Mike eine gute Ausgangslage bis ins Endspiel hinein. Was dann geschah frage ich mich immer noch. Und schließlich verlor er die Partie.

Am letzten Tag spielte Mike gegen Jürgen Rudolph, der gewohnt aktiv nach vorne spielte, wogegen Mike nicht die geeigneten Mittel fand. Auch Felix unterlief bei seinm Sprung aufs Treppchen eine kleine Ungenauigkeit, welche zu sehr folgenschweren Konsequenzen führte. Ich konnte an diesem Tag bequem aus der Eröffnung starten (immerhin mit Schwarz) bis ich nach zahlreichen Umgruppierungen Vorteil hatte. Allerdings konnte ich mich wohl nicht zu einer problemfreien Abwicklung durchringen, was zu seltsamen Aktionen führte, die zumeist leichten Vorteil für mich bedeuteten aber in absolut verworrenen Stellungen. Am Ende entschieden meine Ideen trotz einer entscheidenden Lücke, welche niemand sah, die Partie zu meinen Gunsten.
Die interessanteste Partie dieses Tages spielte sich jedoch an Sadkos Brett ab: Nachdem Sadkos Gegner sich entschieden hatte auf jeden Komfort für seinen König zu verzichten, nam Sadko das zum Anlass ebenfalls derartigen Luxus zu unterlassen und direkt anzutreten. Sadko konnte den Angriff sehr weit vorantreiben. Im entscheidenden Moment (ca. 8 Minuten auf Sadkos Uhr, etwa Zug 28) fand Sadko einige nicht ganz optimale Abwicklungen und konnte durch den folgenden Gegenangriff und die Zeitnot die korrekte Abwicklung nicht finden. Dies führte in eine Stellung, in der sich Sadkos Gegner ins Dauerschach retten konnte.

Insgesamt bot das Turnier mal wieder ein tolles Ambiente und das Treffen mit den üblichen Verdächtigen.
Bemerkenswert ist außerdem, dass wir zu Viert 3 der 4 Kategoriepreise mitnahmen:
Jugend(Felix)
U1800(ich)
U1600(Sadko)
Ein gedachter U1400-Preis wäre vermutlich noch an Mike gegangen.
Bemerkenswert ist auch der Effekt in der Wertzahlentwicklung zumindest 3er unserer Spieler:

Mike erhält vermutlich 19, ich etwa 33 und Sadko sogar 43 DWZ-Punkte.
Ähnlich verhielt es sich auch mit den Plätzen der Rangliste und der ELO-Auswertung

Bleibt nur noch zu sagen, dass Sadko uns bereits beim Turnierleiter für den nächsten Durchgang in Döbeln vorgemerkt hat.

Nun einige Bilder:

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Beim Chemnitzer Jugendopen war unser Verein mit insgesamt 4 Spielern vertreten. Niko konnte in der U12 sein erstes offizielles Turnier spielen und sich mit der Atmosphäre und den Formalitäten vertraut machen. Er erzielte insgeamt 2 Punkte (bei einem Spielfrei). Van Trang konnte in der U14 solide 3 Punkte holen. Erik kam in der U16 von Runde zu Runde in eine immer bessere Turnierform, wodurch er die letzten drei Partien klar gewinnen konnte und insgesamt auf 4 Punkte kam. Ich hatte in der U25 eine sehr stark besetzte Gruppe und spielte eher experimentel, wodurch ich in allen Partien in stark verwickelte Stellungen schlitterte, die ich aber insgesamt (bis auf 2 Runden) relativ souverän verwaltete und zumindest 2,5 Punkte holte.