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Nach den zuletzt mehr oder weniger nicht ganz zu vermeidenden Niederlagen, was auch der gehobenen Gegnerschaft zuzuschreiben war, stand am WE nunmehr der Zweitplatzierte aus Hoyerswerda auf dem Programm. In der Tabelle noch punktgleich mit den aufstiegsambitionierten Plaunern war klar, welche Ziele die ELO-favorisierte Gastmannschaft haben wird. Nach recht frühem und überraschendem 1:0 an Brett 8 für uns mussten wir alsbald das 1:1 durch eine Niederlage am Brett 7 hinnehmen. Es folgten Remisen und plötzlich die Führung für Hoywoy an Brett 4. Jetzt hing alles an unserem mit Schwarz spielenden Spitzenbrett ab. Die entstandene Position zeigte Chancen auf schwarzen Vorteil, aber sollte das reichen - gegen > 2400 ELO? Ja, es reichte! Eine tolle Einzelleistungen an Brett 1 (und 8) hielten uns am WE gegen den Favoriten Hoywoy im Spiel, sicherten uns ein 4:4 und damit einen wertvollen Mannschaftspunkt. Und wer am Wochenende keine Nerven verloren hat, ist selber schuld! 🙂

 

Freilich haben wir uns am 09.12.12 gegen Chemnitz keiner Illusion hingegeben -zu deutlich waren in Summe die ELO - Unterschiede - , aber bekanntlich stirbt die Hoffnung zu letzt. Nach ganz gutem Start im Spielgeschehen gelang Thomas am Brett 1 eine schwarze Betonmischung und ein Remisabschluss. Ein weiteres Unentschieden konnte Lars -ebenfalls mit Schwarz- seinem Gegner am Brett 3 abnehmen und Brett 8 gelang der einzige Heimsieg, zum 2:6 Entstand. Auch wenn man teils unnötige Niederlagen gedanklich bereinigt, hätte es kaum etwas an einer Niederlage geändert, die dann nur knapper ausgefallen wäre. Die besseren Chancen für unsere Mannschaft kommen aber noch, sodass wir ungetrübt Weihnachten feiern und uns auf die kommenden Wettkämpfe konzentrieren. The show must go on!

Heldenhaft gekämpft, Brettpunkte gesammelt und mit Null aus Vier möglichen abgeschlossen. Kein WE, an was man sich aus Erfolgssicht gerne erinnert.  Mit einmal 3 und einmal 3,5  Brettpunkten sind die Teilbilanzen aber gegen Leipzig II + III nicht desolat, so dass man mit einer Niederlage durchaus umgehen kann. Leuchtturm war am Samstag Lars mit einem Schwarzsieg und am Sonntag -eigentlich zu früh zum Schachspielen- Grischan, ebenfalls mit Schwarz.  Ansonsten umkämpfte Remisen und in Abrechnung mit leider einer Niederlage zu viel.

Fazit:   Aschenbrödel-Mentalität einimpfen;  an die guten Sachen anknüpfen und die schlechten Dinge aussortieren!

In freundlicher Atmosphäre und angenehm großzügigem Spiellokal waren wir zu Gast bei Aufsteiger Dessau. Die Dessaueraner -nach ELO-Zahlen leicht schwächer- stellten für uns Neuland dar und es galt, dass darin möglicherweise schlummernde Überraschungspotential nicht zu unterschätzen. Diese Erwartungshaltung bestätigte sich auch nach dem Spiel bei einer Eröffnungsanalyse. Lobend sei hier Brett 2 der Gastgeber erwähnt, dessen fundierte Eröffnungskenntnisse den Schreiber dieser Zeilen beeindruckten. Ein Fauxpas blieb summa summarum in der Eröffnung auf beiden Mannschaftsseiten aus, so dass nach den ersten Stunden Spielzeit die Partien mit unterschiedlichem Stellungsgefühl (je nach Betrachter) schlicht im Gange waren. Stück für Stück kippte die anfänglich unklare Lage jedoch zu unseren Gunsten, wobei auch Chancen für die Gastgeber bestanden, aber nicht konsequent genutzt wurden. Mit einem Glückspfeil im Köcher freuen wir uns über den Endstand von 6:2 und Auftakt nach Maß.

In der abschließenden Doppelrunde traten wir im Land der Frühaufsteher gegen SG AE Magdeburg und Rochade Magdeburg an. Schmerzlich vermisst wurden unsere Stammspieler Stefan und Lars, die aber mit nicht weniger Spielfreude durch GM Haasi und Vincent ersetzt wurden. Mit einem beachtlichen 4:4 gegen die in der Tabelle vor uns rangierenden AE Magdeburger gelang uns sogleich am Samstag erneut ein Achtungserfolg, welcher auch am Abend standesgemäß mit tschechisch-süffigem Fassgebräu gefeiert wurde. Sonntag folgte eine knappe Niederlage, wobei auch hier durchaus ein analoges Resultat zum Vortag erreichbar war. Siegreich sicherte sich Rochade Magdeburg damit wichtige Punkte gegen den Abstieg. Es sei Ihnen herzlich gegönnt, denn Abstiegssorgen durften wir diesmal schon deutlich früher als erwartet abstreifen. So macht Schach Spaß - Abschluss einer grandiosen Saison.