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Es ist vollbracht! Unter praktischen Gesichtspunkten war der Aufstieg nach dem klaren 6,5 : 1,5 gegen König Plauen ja kaum noch zu verderben und nun steht er nach dem knapperen 4,5 : 3,5 gegen Fortuna I auch theoretisch fest.

Vielleicht noch ein paar kurze Sätze zum Sieg gegen Plauen: Die Plauener hatten bis dahin wie wie eine ganz ausgezeichnete Saison gespielt, nur ein 4:4 abgegeben und waren auch nominell sehr stark besetzt. Da ging uns schon ein wenig die Muffe, denn ein bisschen Pech und 1-2 unterdurchschnittliche Leistungen in diesem einen Punktspiel reichen manchmal zur Niederlage aus und der Aufstieg wäre wohl futsch gewesen.

Aber dann lief praktisch alles für uns. Nach 2-3h war noch gar nichts klar und von 4:4 bis knappem Sieg für eine der beiden Mannschaften schien alles möglich. Dann wurden - abgesehen von Lars mit Remis - sämtliche Partien, in denen wir ausgeglichen oder besser standen, gewonnen.

Die Partien, in denen wir die Stellung eher zusammenhalten mussten, konnten wir Remis halten - bis auf Jörg, der lieber gleich gewann. Er konnte aus der Defensive heraus die Qualität gewinnen und gleich noch ausreichend Figuren abtauschen, so dass die Gefahr des folgenden Verzweiflungsangriffs in beherrschbaren Grenzen blieb.

Damit war der Drops mit 2 Mannschafts- und 7,5 Brettpunkten Vorsprung gelutscht und wir konnten das Punktspiel gegen Fortuna relativ entspannt angehen. Zwischendurch mussten wir zwar etwas um das 4:4 bangen, aber eine knappe Niederlage wäre ja noch akzeptabel gewesen (an dieser Stelle möchte ich anmerken, dass wir dabei natürlich auf einen Sieg am letzten Spieltag gegen Fortuna II hofften ... was nie ein Selbstläufer ist, aber angesichts der Wertzahlunterschiede beider Mannschaften hoffentlich nicht als Überheblichkeit ausgelegt wird).

Frank, Alv und Wolli machten sehr schnelle Remisen. Jörg und ich standen recht bald unter Druck, was bei Jörg dann auch zur Niederlage führte. Ich hatte mal wieder das Glück oder die Verteidigerqualitäten, nun auch die 3. Partie in Folge mit Verlustgefahr noch Remis halten zu können, aber ewig sollte das nicht so weitergehen ...

Lars und Carsten standen von Anbeginn gut und führten die Partie zum Start-Ziel-Sieg. Die wildeste Partie hatte Giso. Er kam gut aus der Eröffnung und konnte einen Bauern gewinnen. Ein ungenaues Damenmanöver führte zum Verlust 2er Tempi, wodurch der Gegner Druck aufbauen konnte und zumindest Kompensation hatte. Es kam nun noch schlimmer - ein einfacher Einsteller kostete Giso die Qualität und das war dann auch glatt verloren.

Zum Glück überschätzte Gisos Gegner die eigenen Angriffschancen, verzichtete auf den Damentausch und Giso konnte einen nervigen Freibauern nebst eigenem Angriffsspiel zum Rückgewinn der Qualität nutzen. Am Ende stand ein remisliches Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern auf dem Brett.

Die Tendenz zur Halbzeit hatte Bestand: Mikail Ivanov gewinnt das 24. VfB Schach Leipzig Open und verteidigt seinen Vorjahrestitel. Ihm reichte dazu eine solide Vorstellung mit 5 Siegen und 4 Unentschieden und resultierende 7 Punkten. Seine Großmeisterkollegen Viesturs Meijers und Alexander Graf folgen mit 6,5 Punkten auf den Plätzen.

Generell ging es diesmal recht ausgeglichen zu - gleich 9 Spieler auf den Plätzen 2-10 erreichten 6,5 Punkte! Darunter sind ganz überwiegend die Favoriten und Titelträger, die somit die Erwartungen erfüllten. Besonders wird sich aber sicher Eugen Schmidt vom SV Herrenberg (9. Platz) über seine 6,5 Punkte freuen, die ihm einen Platz im Kreis der "Großkopferten" bescheren.

Ein Dank an alle Mitspielenden und die Organisatoren!

Nach 5 Runden befanden sich die üblichen Verdächtigen in den Top-Positionen. GM Graf hatte seinem Auftaktremis 4 Siege en suite folgen lassen und stand somit bei 4,5 Punkten - genau wie GM Ivanov. Letzterer hatte lediglich gegen GM Meijers in einer bis zum Ende ausgespielten Partie ein Remis abgegeben.

Somit kam es in Runde 6 zum Duell Vorjahressieger (GM Ivanov) - Topgesetzter (GM Graf), welches Remis ausging. Durch diese Punkteteilung und die gleichzeitigen Siege von Viesturs Meijers, Konstantin Urban und Ferenc Langheinrich führen nach 6 Runden gleich 5 Spieler mit jeweils 5 Punkten das Tableau an. Mikail Ivanov hat aufgrund seiner hohen Buchholzzahl und der Tatsache, bereits gegen die beiden anderen GMs gespielt zu haben, aktuell wohl die besten Chancen auf den Turniersieg.

Erwähnenswert sind des weiteren die 4,5 Punkte von Kasimir Lieberwirth nach 6 Runden, dem nach den Erfolgen des Vorjahres das Turnier wohl zu liegen scheint 🙂 Sicher ebenso bemerkenswert wie die Tatsache, dass Alex Dac-Vuong Nguyen als einziger Spieler des Turniers jede seiner Partien gewinnen konnte. Derer es wegen schulischer Verpflichtungen bisher aber auch erst 4 gab.

Alv von unserem Verein blieb immerhin 5 Runden lang unbesiegt (mit zugegebenermaßen 4 Remisen), in Runde 6 allerdings spielte er dann gegen den Spieler, der jede seiner Partien im Turnier gewinnen konnte ...

... und zum Ende noch einige Diagramme mit hübschen Kombinationen:

Runde 1: Reinhard Nosek - Mikail Ivanov. Schwarz am Zug kann das weiße Zentrum empfindlich schwächen.

Runde 3: Felix Zimmermann - Leonard Richter. Schwarz am Zug gibt mit Dh6 erst mal ein Schach. Weiß pariert mit Le3 und stellt den Läufer besser, die Stellung aber nicht ...

Runde 4: Sadko Petersohn - Jürgen Artmann. Sadko mit Weiß hat gerade den Freibauern auf e6 vorbewegt und droht Gemeinheiten auf g7. Aber in den Diagrammen Weiß zu haben ist kein gutes Zeichen und hier ist es nicht anders. Die schwarzen Gegengemeinheit möge der geneigte Leser bitte selber herausfinden.

Runde 5: Daniel Zähringer - Bernd Hiemer. Weiß ist am Zug und im vierten und letzten Diagramm darf er auch mal gewinnen. Aber ohne Kommentar und Hilfe!

Gestern (21. März) ist mit genau 100 Teilnehmern unser diesjähriges Open gestartet! Favoriten sind sicher die GMs Alexander Graf, Viesturs Meijers und der Vorjahressieger Mikail Ivanov. Aber auch andere starke Spieler wie Konstantin Urban, FM Ferenc Langheinrich oder FM Hendrik Hoffmann werden um die vorderen Plätze mitspielen.

Eine Überraschung gab es schon mal in Runde 1, als GM Graf nicht über ein Remis hinauskam. Von unserem Verein spielen Sören, Alv, Dirk und Sadko mit. Dirk und Sören konnten in Runde 1 gegen nominell schwächere Gegner gewinnen, Alv und Sadko spielten Remis.

Allen Teilnehmern viel Glück und bestmögliches Schach!

Erik Fischer (links) schafft ein Remis gegen GM Graf Sadko in Runde 2 gegen Manuel Pietzsch

Die Chancen auf ein Weiterkommen stehen recht gut, wenn es 6 Qualifikationsplätze für 7 Mannschaften gibt. Ein wenig Gemurre gab es daher im Vorfeld, ob man die Vorrunde nicht besser ausfallen lassen und stattdessen gleich die Zwischenrunde spielen könnte.

Da kann man insbesondere die starken Mannschaften verstehen - wie z.B. unsere Erste mit Frank, Thomas, Lars, Wolli und Falk - für die die Qualifikation lediglich eine Fingerübung ist und es am Ende nur um die Platzierung und ein paar Schnellschachpartien unter leicht verschärften Wettkampfbedingungen geht. Den schwächeren Mannschaften dagegen - wie z.B. unserer Zweiten mit Alv, Sven, René und Eric - gefällt das Ganze schon besser. Der eine oder andere Gegner mehr auf Augenhöhe und mit etwas Glück ist die Qualifikation für die Zwischenrunde machbar.

Das Glück hatten wir (-> die 2. Mannschaft). Wir wurden in die 3er-Gruppe mit Krostitz gelost; der einzigen Mannschaft gegen die wir nicht Außenseiter waren. Der Sieger dieser Paarung hätte praktisch Platz 2 in der Gruppe sicher, würde damit in die Finalgruppe kommen und sich Platz 4 sichern. Mit einem knappen 2,5:1,5 waren wir erfolgreich.

René und ich konnten gewinnen, Alv steuerte einen halben Punkt bei. Die anderen Ansetzungen liefen wie erwartet. Gegen die SGL II (0,5 : 3,5) und unsere Erste (0 : 4) standen wir auf verlorenem Posten. René hatte den besten Tag erwischt, schaffte das Ehrenremis gegen die SGL und erreichte im Vereinsduell gegen Wolli sogar ein theoretisch remises Endspiel Läufer gegen Turm. Welches in der Praxis mit wenig Bedenkzeit aber doch eine gewisse Akkuratesse verlangt. Die Seite mit dem Läufer muss diesen hin und wieder auf potentiell gefährliches Terrain bewegen und ein Fehler reicht, um die Partie zu verlieren. So kam es denn auch. Dieses Endspiel ist sicher ein interessantes Thema für einen Trainingsabend.

Gegen Engelsdorf verlor wir knapp mit 1,5:2,5 - ein Ergebnis im Rahmen unserer Möglichkeiten.

Die 1. Mannschaft feierte in der Vorgruppe gegen die SGL III, Fortuna und Engelsdorf ungefährdete Siege und in der Finalgruppe gegen die Zweite wie schon erwähnt ein 4:0. In der letzten Runde der Finalgruppe kam es gegen die SGL II praktisch zum Finale. Unsere Erste konnte sich knapp mit 2,5 : 1,5 durchsetzen (Lars und Wolli mit vollem Punkt, Thomas mit halbem) und sicherte sich damit den 1. Platz in der Vorrunde.

Diesmal stand ein Auswärtsspiel in Wilkau-Haßlau auf dem Programm. Wir waren durchaus vorgewarnt, musste doch unser unmittelbarer Konkurrent um den Aufstieg ebenda einen wertvollen Punkt lassen. Für uns entwickelte sich der Kampf erfreulich. Frank an Brett 1 war mit Weiß stets in Vorteil und verwertete m.E. souverän seinen Anzugsvorteil. An zwei wurde Thomas nach seinem aggressiven c5 (glaube im dritten Zuge nach Sf6 und g6) durch einfaches Wegnehmen (d4xc5) überrascht. Irgendwie ist das weiße Schlagen in aller Regel unüblich und ein Bauernhalten der eigenen Einheit auf neu-c5 kaum ratsam. Aber in der gegebenen Variante schien der Gegner alles gut überlegt zu haben und es funktionierte. Schwarz musste sehr um Ausgleich kämpfen, was glücklicherweise auch gelang. Carsten konnte an Brett 3 auch einen gefühlten ungefährdeten Weiß-Sieg einfahren. Zumindest war optisch zu keiner Zeit eine Verluststellung auf dem Brett. Die spannendste Partie hatte Wolli aka der Hexer auf dem vierten Brett. Seine französische Eröffnung begann kompliziert, wurde noch komplexer und endete ebenso. Die schwarze Defensive wandelte sich vom häßlichen Entlein zum entscheidenden Gegenangriff. Lars an fünf profitierte von einer taktischen Fehleinschätzung seines Gegners und konnte einen ungefährdeten Sieg einfahren. Giso an sechs war ohne Gegner - ergo kampfloser Punkt. An Brett 7 tat sich bei Jörg nicht allzuviel. Die Eröffnung wurde von beiden Seiten relativ sicher runtergespielt und man einigte sich auf remis. Sven bekam am letzten Brett einen Italiener vorgesetzt und verteidigte seine gelöcherte Schwarzfestung. Nach einigem hin und her vereinbarte man remis. Im Partieverlauf schien aber Weiß die besseren Karten gehabt zu haben. Rückblickend ein kontrolliertes Spiel unserer Mannschaft.  Die Atmosphäre im Spiellokal war wie immer angenehm in W.-H. und Käffchen gab´s auch.   Aktuell halten wir die Tabellenführung mit einem Pünktchen Vorsprung und fiebern unserem nächsten - evtl. vorentscheidenden - Spiel gegen Plauen entgegen.

VfB vs. BSG und dieses in Leipzig - wer denkt da nicht zuallererst an Fußball. Eigentlich nicht so viele, die Leipziger Schachspieler sollten aber dazu gehören. Ganz ohne Fankleidung, Gesänge, alkoholische Getränke und andere unverzichtbare Fußballutensilien absolvierten wir unsere fünfte Runde gegen einen Gegner, der sich bisher unter Wert verkaufte.

Mit unserem bisherigen Saisonverlauf konnten wir durchaus zufrieden sein. Auch vier Punkte auf der Habenseite ließen uns entspannt in den Wettkampf gehen. Hinsetzen, kleine Punkte sammeln und schauen was passiert. Hatte ja schon einmal ganz passabel funktioniert.

Da Felix krankheitsbedingt leider nicht mitspielen konnte, kam Alv zu seinem ersten Einsatz in der Zweiten und spielte prompt gegen jenen Gegner, dem er in Runde zwei schon einmal gegenüber saß.

Dirk einigte sich relativ früh mit seinem Gegner auf Remis. Zu diesem Zeitpunkt war an keinem der Bretter Entscheidendes zu beobachten. Einzig Micha hatte in der Eröffnung …, naja…, hier gibt es bestimmt Verbesserungspotenzial. Die nächste Entscheidung fiel aber bei Sören. Zwar stand er die ganze Zeit besser, aber ob seine Partie auch ohne einen „Fingerfehler“ seines Gegners gewonnen war? Doch dann konnte erst einmal der Gegner sein Punktekonto aufbessern. Bei Grischan war die Stellung sehr komplex, zumindest konnte der Schreiber zu keinem Zeitpunkt sagen, wie diese Stellung eigentlich zu bewerten wäre. Entscheidend war eine kleine taktische Feinheit, mit schwerwiegenden Folgen. Auch Micha und Christian mussten sich leider ihren Gegnern geschlagen geben.

Es liefen nun noch drei Partien. Ab einem bestimmten Zeitpunkt weigerte sich der Schreiber, bei Alv auf das Brett zu schauen, und registrierte später wohlwollend die Punkteteilung. Kurz nach der ersten Zeitkontrolle konnte sich der Schreiber über einen ganzen Punkt freuen. Andreas versuchte noch den Wettkampf zu reißen, aber schlussendlich einigte man sich auf Remis.

Damit endete der Wettkampf mit mit 3,5 - 4,5 knapp zugunsten der BSG. Ehrlicherweise muss man festhalten, dass der Sieg zu keinem Zeitpunkt gefährdet war. Wir freuen uns über unsere kleinen Punkte und schauen weiterhin entspannt auf die Tabelle.

4 Spieltage lang sind wir König Plauen nach Brettpunkten hinterher gehechelt - jetzt stehen wir dank unseres 6:2 Erfolges gegen Zwickau und dem kleinen 4:4 Stolperer der Plauener an der Tabellenspitze.

Frank fiel kurzfristig wegen Erkrankung aus, wofür René an Brett 8 einsprang. Das Punktspiel entwickelte sich ausgeglichen und die ersten beiden Remisen von Thomas und Lars nach gut 2 Stunden passten ins Bild. Ausgeglichene Stellungen mit gewissen Möglichkeiten, aber nichts durchschlagendes.

Nicht denken, Spielen!

So Carsten bei der nachträglichen Analyse und er beherzigt das ja sowieso: Wichtig ist vor allem, dass was los ist auf dem Brett und keine Seite die Partie einfach verwalten kann. Seine Stellung mit Weiß empfand ich als relativ ausgeglichen, vielleicht einen Tick besser für ihn. Und Carsten hatte das Spiel am Königsflügel und das nutzte er zu durchschlagendem Angriff.

Auch Jörg nahm gewisse positionelle Risiken im Schwerfigurenendspiel in Kauf, damit die Stellung am Leben bleibt. So konnte er einen Fehler des Gegners zu einer Abwicklung in ein vorteilhaftes Turmendspiel nutzen und dieses zum Sieg führen.

Meine und Renés Partie liefen ähnlich; wir beide kamen mit Vorteil aus der Eröffnung, der aber noch nicht entscheidend war. Dann wurde es mehr oder weniger verwickelt und da die Taktik tendenziell für die bessere Stellung arbeitet, konnten wir uns durchsetzen.

Von unseren beiden "Mister 100%" konnte nur Giso mit einem sicheren Sieg seine Quote halten. Wolli kam schlechter aus der Eröffnung und das setzte sich leider fort bis ins verlorene Endspiel.