2. Mannschaft

Am vergangenen Sonntag stand unser zweites Saisonspiel auf dem Plan. Bei Betrachtung des Gegners war fast schon abzusehen, wo die Punkte gewonnen und abgegeben werden, zumal wir Stephan Eschrich ersetzen mussten - dafür rückte Christian Alvermann ins Team.

Aber der Reihe nach: Sören konnte seine Auftaktniederlage wettmachen und gewann relativ flott. Sven an Brett vier hatte leider nie richtig Druck aufbauen können, so dass der Gegner einen schönen Angriff fahren konnte und die Partie gewann. Wolfang und Alv kamen nicht über Remis hinaus, wohingegen Sandra ihre Partie für sich entscheiden konnte. Vincent konnte lange Zeit gegen die scharfe und opferfreudige Spielweise seines Kontrahenten gegenhalten - eine kleine Ungenauigkeit im Mittelspiel reichte jedoch aus und die Partie ging wenige Züge später verloren. Falk versuchte trotz Minusbauer noch lange den Gegner zu beschäftigen, dennoch war die Niederlage am Ende die logische Folge. Nun hing es an mir, mit einem Sieg eventuell noch einen Mannschaftspunkt herauszuholen. Insgesamt verlief die Partie sehr ausgeglichen, wobei ich in der Zeitnotphase und beim Übergang ins Endspiel einen leichten Vorteil herausarbeiten konnte. Nach einem etwas ungenauen Bauernvorstoß besetzte mein Gegner clever die schwarzen Felder, so dass ich im Dame-Läufer-Endspiel nicht mehr als ein Remis drin war.

Am Ende also eine knappe 3½:4½-Niederlage. Am nächsten Spieltag am 10.11. reisen wir zum Tabellenführer nach Crimmitschau.

Zum Auftaktspiel bei der TSG Markkleeberg in der 2. Landesklasse trat unsere Zweite in Stammbesetzung an. Dementsprechend waren wir ganz zuversichtlich, dass wir zwei Mannschaftspunkte einfahren können.

Leider musste Neuzugang Sören an Brett 6 nach einer - sagen wir: verunglückten - Eröffnung schnell die Segel streichen. Am Nachbarbrett lief es nicht wirklich besser: Sven verlor ebenfalls, nachdem er einen Zug des Gegners übersah. Erfreulicherweise gab es aber auch Siege zu verzeichnen. Falk und Vincent konnten beide ihre Weißpartien für sich entscheiden. Sandra an 7 stand etwas gedrückt und konnte mit Remis am Ende ganz zufrieden sein. In Wolfgangs Partie war im entstehenden Endspiel wohl mehr als nur eine Punkteteilung drin. So lag es an Stephan und mir den Mannschaftskampf zu entscheiden. Nachdem ich gut aus der Eröffnung kam und einen Mehrbauer auf dem Brett hatte, berechnete ich ein Mannöver falsch, so dass mein Gegner sehr starkes Gegenspiel bekam. Zu diesem Zeitpunkt hätte ich um Dauerschach kämpfen müssen, doch kurz vor der ersten Zeitkontrolle griff er fehl und ich bekam einen zweiten Bauern. Nach dem Damentausch war klar, dass ich meine Partie gewann. Stephan hatte derweil Probleme sein Endspiel zu halten, denn durch einen weit vorgerückten Bauern war das Qualitätsopfer zwingend. Leider blieb Stephan für das resultierende Endspiel K+S vs. K+T weniger als eine Minute Restbedenkzeit, wo wohl auch der stärkste Bulletspieler ins Schwitzen gekommen wäre. Folglich gewann sein Gegner den Springer und die Partie.

4:4-Unentschieden also im ersten Spiel. Nach vorn schauen lautet die Devise, denn mit BSG Grün-Weiß empfangen wir schon in zwei Wochen einen starken, aber auch nicht unschlagbaren Gegner.

Unsere erste Pokalmannschaft erreichte in einer stark besetzten Gruppe den zweiten Platz (GW Dresden ist ausgeschieden) und qualifizierte sich damit für die Endrunde! Auch für die Zweite war das Weiterkommen im Bereich des Möglichen. Neben dem Top-Favorit SG Leipzig I zog jedoch Siebenlehn verdienterweise ins Finale ein. Dieses findet dann am 23. Juni statt.

Um es gleich vorweg zu nehmen: Unsere beiden gemeldeten Mannschaften für den Sachsenpokal haben jeweils als Gruppenerste (!) die Zwischenrunde erreicht. Dabei wurde die Erste mit Thomas Heinrich, Lars Rohne, Markus Scholz und Christian Geiling ihrer Favoritenrolle gerecht und gaben insgesamt nur einen Brettpunkt ab. Die eigentliche Überraschung ist natürlich der Gruppensieg unserer Zweiten (Wolfgang Just, Michael Jähn, Stephan Eschrich, Vincent Nerlich, Sandra Kalkhof). 3:1 gegen Engelsdorf und SGL V gaben den Ausschlag für dieses historische Ereignis. Bei der 1½:2½-Niederlage gegen BSG Grün-Weiß Leipzig wurden genau so viele Punkte geholt, um mit einem halben Brettpunkt Vorsprung vor dem Letztrundengegner zu landen. Und weil es so schön war, hier die Abschlusstabelle:

Platz Mannschaft 1 2 3 4 BP MP
1. VfB Schach II x 3 3 4
2. BSG GW Leipzig x 3 7 4
3. Lok Engelsdorf 1 x 2 3
4. SG Leipzig V 1 1 2 x 4 1

Etwas verspätet möchte ich hier in Kürze die Saison 2012/2013 aus VfB-Sicht zusammenfassen.

Das U16-Team konnte in der abgelaufenen Saison leider zu oft nicht in Stammbesetzung antreten,  am Ende stehen nur ein Sieg und der 6. Tabellenplatz zu Buche.

Die Spieler unserer Vierten haben nicht nur Spielpraxis gesammelt, sondern sich auch wacker in der Liga geschlagen, beachte man die knappen 3½-4½-Niederlagen gegen die Plätze 1-3. Bester Spieler war mit Abstand Chi Thanh Truong mit 3½/4 und ein DWZ-Plus von 112 Punkten. Die Mannschaft beendete die Spielzeit auf Platz 7.

Team 3, als Aufsteiger in der 1. Bezirksklasse angetreten, hat ihr Ziel des Klassenerhalts bereits am vorletzten Spieltag sichern können und kann mit Platz 6 sehr zufrieden auf die Saison zurückblicken.

Ebenfalls für eine Entscheidung am vorletzten Spieltag konnte die zweite Mannschaft sorgen, denn mit dem knappen Sieg beim SV Makkabi stand fest, dass wir in der kommenden Saison wieder auf Landesebene spielen dürfen. Die Mittelachse (Brett 3-6) spielte sehr stark auf, und die guten Ergebnisse der Ersatzspieler sollen an dieser Stelle auch nicht unerwähnt bleiben.

Einziger Wermutstropfen der Saison ist der vorletzte Platz der Ersten und dem damit verbundenen Abstieg in die Sachsenliga. Dennoch: Die Mannschaft hat in den vergangenen vier Jahren Oberliga einen sehr guten Eindruck hinterlassen. Vielleicht gibt es ja auch in der Saison 2014/1015 ein Wiedersehen... 🙂

Die Vorzeichen standen denkbar schlecht. Da auf Grund verschiedener Krankmeldungen die Bretter 1-4 in der Zweiten aushelfen mussten, sah es so aus, als ob die Dritte den entscheidenden Kampf um den Klassenerhalt in die letzte Runde verschieben musste. Doch dann sollte es am Ende des Tages alles ganz anders aussehen.

Rene, Haasi, Alv und Andreas fanden sich also pünktlich 8:45 Uhr bei Makabi als Ersatz für Sarah, Wolfgang, David und Sven ein, um gemeinsam Bezirksliga-Luft zu schnuppern und wurden bis kurz nach 9 auch vom Rest der 2. vervollständigt. Ziel sollte ein 4:4 sein, um rechnerisch die Zweite unter normalen Umständen wieder in die 2. Landesklasse zu befördern.

Der deultichen Ersatzschwächung stand zum Glück ein Plus für Falk am ersten Brett entgegen, was dennoch für ein abwechslungsreiches Punktspiel sorgte. Haasi nutze dann auch als erster die Chance, sich nach eigentlich aussichtsreichem Spiel matt setzen zu lassen. Daraufhin brachte uns Alv nach schönem Spiel mit entscheidendem Mehrbauern wieder in Führung.

Allerdings stand es zu dem Zeitpunkt eher durchwachsen. Andreas hatte einen Bauern weniger, Stephan erwischte eine Eröffnungsvariante mit Läufer gegen Dame ohne ersichtlichem Gegenspiel und bei den restlichen Brettern war nicht viel los, was auch die Gegner mit diversen Remisangeboten erkannten, die wir naturgemäß allesamt ablehnen mussten.

Gegen 13 Uhr zeichnete sich dann die Wende ab, weil Andreas die entscheidende Partie des Tages drehen konnte, die er kurz nach der Zeitkontrolle mit Bauerndurchmarsch gewann und so Alv und Micha, trotz der Null an Brett 4 die Remis-Option ermöglichte.

Beim Stand von 4:3 lag es dann an Vincent, mit 3 Bauern gegen Springer den Tagessieg perfekt zu machen. Der 81 jährige Gegner erwies sich dabei als erstaunlich zäh, so dass am Ende mit dem 3. Remis des Tages und einem 4.5:3.5 die Aufstiegssektkorken knallen konnten.

Doch damit nicht genug. Die Rumpfmannschaft der Dritten bezwang mit Unterstützung der spielfreien Vierten den direkten Tabellennachbar und sicherte sich völlig unerwartet vorzeitig den Nichtabstieg und auch Sven konnte in der Oberliga die entscheidende Partie zum 4:4 gegen den bisher ohne Punktverlust aufspielenden Tabellenersten gewinnen.

Für Details sei auf die anderen Punktspielberichte verwiesen. In jedem Fall scheint das Glück doch mit den Tapferen zu sein und irgendwie kam im Laufe des frühen Nachmittages beim VfB eine Menge Freude auf.

Zwei Wochen nach der deutlichen Niederlage gegen WB Allianz wollten wir es am vergangenen Sonntag gegen den SC Lindenau auf jeden Fall besser machen und mindestens einen Mannschaftspunkt sichern, um weiter im Aufstiegsrennen dabei zu sein.

Es begann verheißungsvoll, denn die Gäste mussten ihr 7. Brett freilassen, wodurch wir mit 1:0 starten konnten und David einen schachspielfreien Sonntag hatte. Nach zwei Remisen durch Sven und Sandra sowie Stephans Sieg waren wir schon sehr nah dran am Mannschaftssieg. Leider sah es an den ersten vier Brettern alles andere als gut aus: Falk stand mit Minusmaterial auf Verlust, ich bot meinem Gegner eine Qualität an, doch er zog berechtigterweise einen Königsangriff vor und wurde belohnt. Sarah spielte mit Minusbauer und Vincent musste mit einem Qualitätsopfer alles auf eine Karte setzen, um sein Spiel zu gewinnen. Am Ende konnte Vincent tatsächlich einen vollen Punkt einfahren und auch Sarah gewann den Bauer zurück und wickelte in ein remises Turmendspiel ab, so dass wir denkbar knapp mit 4,5 Punkten gewinnen konnten. Falks Niederlage fiel dadurch nicht mehr ins Gewicht.

Da zeitgleich WB Allianz in Taucha nur ein 4:4-Unentschieden erzielen konnte, stehen wir wieder auf Platz 1 der Bezirksliga und sind noch einen Sieg zum sicheren Aufstieg entfernt. Etwas gedulden müssen wir uns aber noch, denn der 8. Spieltag findet erst am 17. März statt. In der Zwischenzeit stehen drei wichtige Spiele für unsere Erste an, beginnend am kommenden Wochenende in Magdeburg.

In der Bezirksliga spielen 4 Spieltage vor Schluss noch 3 Mannschaften um 2 Aufstiegsplätze. BW Allianz, Lindenau und wir sind die Kandidaten und am 13. Januar fand das erste "Play-Off" Spiel statt: Allianz gegen VfB II.

Am Ende stand unsere erste Saisonniederlage und sie fiel mit 2,5:5,5 deutlich aus. An den Brettern mit Vorteil (Vincent, Sven) reichte es leider nur zum Remis bzw. sie gingen sogar verloren (Falk), da Falk aufgrund des Spielverlaufs hohes Risikos gehen musste.

Allianz hingegen gewann zwei seiner besseren Stellungen (Sandra und Micha waren die Leidtragenden). An den anderen Brettern (Sarah, Wolfgang und David) entsprachen die Punkteteilungen den Stellungen.

Am 27. Januar findet das nächste Endspiel gegen Lindenau statt und es kann nur besser werden ... 😉

Im fünften Spiel der fünfte Sieg, besser konnte es für unsere Zweite nicht laufen. Auch gegen Taucha wurde mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung 6:2 gewonnen - ohne Brettniederlage. Entscheidend können schon die nächsten zwei Spiele gegen Verfolger Allianz (2. Platz, 9 MP) und Lindenau (3., 7 MP) sein. Weiter geht's im neuen Jahr am 13. Januar. Bis dahin schöne Weihnachten und guten Rutsch!

 

Unsere Mannschaften II-IV hatten am vergangenen Sonntag wieder das Vergnügen, ihr schachliches Können unter Beweis zu stellen.

Die II. Mannschaft sollte ihrer Favoritenrolle bei Fortuna II gerecht werden und landete einen klaren 5½-2½-Erfolg. Damit behalten wir weiterhin die Tabellenführung in der Bezirksliga. Zum letzten Punktspiel in diesem Jahr gegen Taucha heißt es: einfach genauso weiterspielen wie bisher 🙂

Unsere Dritte hatte es mit dem erwartet schweren Gegner Krostitz I zu tun. Dennoch konnte an dem einen oder anderen Brett gegen 100-200 DWZ stärkere Gegner ein Remis abgetrotzt werden. René am Spitzenbrett konnte sogar einen vollen Punkt beisteuern. Immerhin 2½ Brettpunkte gesammelt - die entscheidenden Spiele kommen jedoch im nächsten Jahr gegen die direkten Abstiegskonkurrenten, was auf jeden Fall ein spannendes Saisonfinale verspricht.

Last but not least gab es noch einen schönen Sieg unserer IV. Mannschaft bei Kitzscher II, natürlich mit dem beliebten 5½-2½-Ergebnis. Zu Siebt angetreten, aber ohne eine einzige Niederlage an den Brettern - gut gemacht!

Das nächste Punktspiel ist schon wieder in knapp zwei Wochen am 9. Dezember. Die Zweite will ihre Siegesserie weiter ausbauen, die Dritte wird sicherlich einen schweren Stand bei Tabellenführer SG Turm II haben (aber gegen vorweihnachtliche Überraschungen hat niemand etwas einzuwenden) und die Vierte kann gegen Schlusslicht Engelsdorf III am besten dort weitermachen, wo sie am letzten Spieltag aufgehört hat.