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Als Gastgeber erwartete die 1. Mannschaft des VfB die Schachfreunde „Eiche Reichenbrand“, welche bis dato einen starken Saisonauftritt hatten und lange die Tabelle der Sachsenliga anführten. Der Verlauf brachte es auf drei entschiedene Partien an den Brettern 5, 6 und 7; die restlichen Begegnungen endeten unentschieden. Thomas H. an 5 hatte mit Schwarz eine Angriffsstellung erlangt, konnte aber in Zeitnot bei aufmerksamer Verteidigung des Gegners und anschließender Gegenattacke seine Stellung nicht mehr zusammenhalten. Markus an 6 schien mir beim Kiebitzen eher eine ausgeglichene Partie zu sein. Irgendwie gelang es ihm jedoch im späteren Verlauf dem Gegner einen Bauern abzuknöpfen, den er postwendend im Turmendspiel zum vollen Punkt verwertete. An Brett 7 konnte Giso den zweiten vollen Zähler des Tages nach beidseits nicht korrektem Eröffnungsverlauf beisteuern. Erwähnenswert wäre da noch das Remis an den Brettern 8 durch Felix und 4 durch Wolfgang. Felix gab mit einem siegbetontem Remis sein gelungenes Debüt in der 1. Mannschaft. Die erreichte Gewinnstellung konnte er diesmal noch nicht verwerten. Vom Glück begünstigt und für den Mannschaftssieg zum 4,5:3,5 entscheidend war die Schlusspartie von Wolfgang, der eine wohl objektiv gesehene Verluststellung mit zwei Minusbauern doch noch Remis halten sollte. Der Titel „Hexer“ verlangt selbstredend nach derartiger Willenskraft, Gewinnstellungen zu gewinnen und Verluststellungen nicht zu verlieren.   

Unserem vermissten Stefan danken wir natürlich für die vorausgegangene  "Daumendrückansprache" ; vielleicht verdanken wir ja gerade dieser Tatsache das Quäntchen Glück vom Wochenende!

Nach der etwas dünnen Berichterstattung zu den letzten Punktspielen nunmehr ein Statement zur sonntäglichen Partieaustragung vom 01.02.15.
Als Gastmannschaft erwartete uns mit Hainichen ein altbekannter Gegner, der seine Schwerter schon längjährig in der Sachsenliga wetzt. Übrigens lag in Hainichen ein Hauch von Winter in der Luft, was die grün geplagten Winterseele bei herrlicher Morgensonne erfreute. Im Schnelldurchgang bliebe aus unserer Sicht folgendes zum Partieverlauf zu berichten. Weißspieler Grischan gelang an Brett eins ein Königsangriff, der trotz des aufkeimenden Gegenspiels durchschlug, Frank an zwei entsann sich zwar an das kritisch Eröffnungs-Abspiel … Lxe5, konnte sich aber nicht dazu durchringen, wonach die Stellung letztlich unspielbar wurde und verloren ging. Stefan an drei lieferte durchweg eine ausgeglichene Partie mit korrektem Remisschluss und Galleriespieler Lars *hust* feierte eine überzeugende Schwarzpartie mit einem eher seltenen Bauernmatt auf dem Feld h2. Wolfgang an fünf -alias der Hexer- konnte eine Gewinnstellung nicht durchbringen und musste nach verflüchtigtem Vorteil ins Remis einwilligen, was ihn sichtlich etwas ärgerte :-). Unser Thomas an Brett sechs kreierte eine Wolga-Partie, wobei Weiß -nach verpasster schwarzer Chance … Txb2- permanent in Vorhand blieb und erst zu fortgeschrittener Stunde (nach feststehendem verlorenem Mannschaftskampf für Hainichen) seine Gewinnbemühungen einstellte. Die Stellung von Markus an sieben wirkte stets bei vollem Brett ausgeglichen und keiner wollte oder konnte Fortschritte machen. Zu diesem Zeitpunkt war der Friedensschluss für uns aber bereits recht aussichtsreich, weshalb Markus einwilligte. Giso profitierte von einem taktischen Versehen seines Gegners. Fesslung und Gegenfesslung suggerierten für diesen erst einen Figurengewinn, endeten jedoch im Materialverlust für Hainichens Brett acht und anschließendem Partieverlust. Schlussstand: M. Hainichen 3:5 VFB Leipzig

… Eiche Reichenbrandt bürstet Plauen mit 7:1 und übernimmt die Tabellenführung; ich meine, dass ist die klare Überraschung des Wochenendes in unserer Staffel.
Gebürstet wurde bei uns zwar nicht, aber dennoch konnten wir erfolgreich unsere Bilanz mit einem 5,5:2,5 Heimsieg aufpolieren. Überschlägig und nach Bauchgefühl betrachtet sah es gegen Wilkau-Haßlau diesmal auch vom Start weg etwas besser aus für uns, als im Auftaktmatch. Stütze des Sieges waren diesmal die Bretter 4-7, die allesamt Punkten konnten. Bereits früh in der Saison hält Brett 5, alias „der Hexer“ , bei uns mit zwei aus zwei eisern die alleinige 100% Führung. Erwähnenswert wäre noch das vermeintlich am Resultat ersichtlich unspektakuläre Remis an Brett 1. Der gütliche Handschlag erfolgte mit einem -für die Gastmannschaft- Matt in 2 in der Schlussstellung. Glück für uns, dass das kurz vor der Zeitkontrolle und das nicht direkt augenscheinliche Matt im Dunkeln blieb. Wir hoffen auf eine weitere Aufhellung der Gemengelage und freuen uns auf das kommende Stadtderby.

Jeder Spieltag und erst recht der Saisonstart beginnt mit einer Erwartungshaltung. Der erste Matchtag für den Jahrgang 14/15 war auf dem Papier schon fast ein Formfaktor. Ein Pflichtsieg trifft die Sache nicht ganz, aber kommt sehr nahe. Es war ein Kaltstart unsererseits und Plauen schien besser warm gelaufen. Eine gute Leistung zeigte Wolfgang (den ich ab jetzt den Hexer nenne – ob seiner Siegesserie), der mit Weiß eine Angriffsstellung Stück für Stück zum Sieg führte. Stefan am Brett 3 konnte ebenfalls einen von mir nicht beobachteten Sieg einfahren. Thomas H. (Brett 6) und der Schreiber dieser Zeilen (Brett 8) jeweils mit Remis. Äußerst ungünstig verliefen Brett 1 (Grischan) und 7 (Markus), die jeweils aus guter Weißposition im Partieverlauf am Ende den Kürzeren zogen. Unser Brett 2 (Neuzugang Frank Müller) und Brett 4 (Lars) hatten einfach gute Gegner, so dass eine Niederlage durchaus in die Kategorie „normal mögliches Resultat“ einzuordnen ist. Was bleibt am Ende des Tages? … die Gewissheit, dass für die nächsten Spiele eine Leistungssteigerung her muss, denn wir haben eine richtig gute homogene Mannschaft; da geht mehr!

PS @ Micha -> schicke Homepage!

So ein bissel schad ist es um den verpassten Aufstieg in die Oberliga schon. So lautet das Erstresümee als sächsischer Mannschafts-Vizemeister der Saison 13/14. Wir gratulieren an dieser Stelle dem Aufsteiger SG Leipzig III. Ursachenforschung kann bei einem gepflegten Stelldichein betrieben werden. Überrascht hat der starke Schlussspurt der Reichenbrander, die bis auf Platz 3 vorgeprescht sind. Mit 40,5 Brettpunkten haben diese derer genauso viele wie der Erstplatzierte, bei sage und schreibe 5 Mannschaftspunkten weniger. Das SG-Pferd hat den Rösselsprung über die Lattenhöhe zur Meisterschaft sehr exakt anvisiert. 

Unser Zugpferd hieß Heujahr Wolfgang Just, der mit 7,5 aus 9 Dauerpräsenz über die Saison zeigte. Ohne Niederlage blieben auch Christian Geiling und Markus Scholz, wobei Markus mit 6 aus 8 ein ebenso stolzes Resultat vorzeigen kann. Per Saldo hat unsere Mannschaft gut funktioniert und mit mehr Effizienz sollten wir auch in der kommenden Saison wieder ein Mitspracherecht fürs Podest haben (Glücksfaktor eingeschlossen)!

Ein rundum gelungenes Auftreten hatte unsere 1. Mannschaft im Heimspiel gegen Motor Hainichen. Ohne Verlustpartie gelang ein 6:2, was unterm Strich allerdings etwas deutlicher ausfiel, als es die eine bzw. andere Brettstellung hatten vermuten lassen. An der Tabellensituation änderte dies nichts, da auch der Tabellenerste voll punktete. Letzte Chance für uns zum Aufstieg steht unter dem Stern der Mithilfe durch die abstiegsbedrohten Engelsdorfer am 06.04.14 *Daumendrück* und natürlich einer guten Abschlussleistung durch uns selbst in Runde 9.

1 Kommentar

die Überschrift deutet bereits die Zustandsbeschreibung unserer Kräfte des letzten Spieltages an. Irgendwie konnte nur Lars an Brett 1 seine aufstrebende Form mit einem vollen Punkt wirklich unter Beweis stellen. Michi ersetzt Markus mit gewohnter Souveränität und erzielte problemlos ein Remis an Brett 8 gegen Herrn Römling. Vorne & Hinten also alles in Ordnung? Kurz - ja, nur dazwischen wurde nicht erfolgreich genug agiert. Grundsätzlich muss man zwei Brett-Niederlagen gegen die spielstarke gegnerische Mannschaft Leipzig IV einplanen, alles andere wäre vermessen, denn allein deren Spielerbudget spricht für sich. Es fehlte uns der (Lucky)-Punch, um irgendwo aus den 5 Remisen mehr herauszupressen. Mit der knappen 3,5 : 4,5 Niederlage ist die Tabellenspitze nunmehr weg und ab sofort begeben wir uns in die Verfolgerrolle. Jetzt heißt es sammeln, Kräfte bündeln und den passenden Soundtrack von Queen ins CD-Fach zu legen. … Show must go on!

Mit einem verspäteten Statement zur 4. Runde soll nachtragend die Basisleistung gewürdigt werden. Keine Partie ging gegen die Sportfreunde aus Dresden Leuben verloren und 3 konnten zu unseren Gunsten und zum bekannten Endstand 5,5 : 2,5 entschieden werden. Thomas Heinrich kam nun endlich zu seinem ersten Sieg, nachdem gute Leistungen zuvor nicht den nötigen i-Punkt bekamen. Brett 8 wurde durch Stephan Eschrisch vertreten, der sich mit einem Unentschieden gut ins Mannschaftsgefüge einreite. Jetzt heißt es, gefühlvoll weiter Gas geben...

In voller Montur trat am Sonntag die erste Mannschaft gegen die Gäste aus Lok Engelsdorf an. Eröffnungstechnisch wurde im Oberhaus einiges geboten, insbesondere wenig traditionelles Handwerk. Abseits der eingetretenen Pfade entstanden komplizierte Stellungen, die an Brettern 1-3 am Ende keiner für sich zum Sieg verdichten konnte. Brett 4 unsererseits verfügte über lange Zeit in seiner Weißpartie über einen fühlbaren Stellungsvorteil, konnte aber den Stepp-by-Stepp Ausgleich des Gegners nicht verhindern und lenkte gar die Begegnung in hektischen Zügen vor der Zeitkontrolle -durch eine falsche Abtauschaktion- in ein wohl nicht haltbares Endspiel, welches der Gegner auch souverän zu seinen Gunsten ummünzte. Im Unterhaus war deutlich mehr für uns los und ebenso im Punktsinne zu holen. Unterm Strich ging es recht deutlich mit einem 4:0 für uns aus. Grundsätzlich erfreulich für uns, gefühlt - insbesondere aus Engelsdorfer Sicht- zu deutlich, da selbige keineswegs „unterbesetzt“ an Brett 5-8 sind. Beispielhaft unter Ferndiagnose sei die Partie des Brettes 5 genannt. Der gegnerische weiße Stellungsdruck war über lange Phasen der Partie unangenehm, so dass unser Wolfgang schon einiges an Erfahrung sowie Kunst (und vielleicht auch Tricks) in die Waagschale werfen musste, um sich hieraus zu befreien und den ganzen Zähler im Endspiel einzustreichen.
Trotz dieses 5,5:2,5 Sieges und des summa-summarum 3. Mannschaftserfolges sowie der momentanen Tabellenspitze ist die (ohne Frage) gute Lage nicht über zu bewerten, da uns starke Gegnerschaft noch bevorsteht. Wollen wir Platz 1 behaupten, ist weiterhin ein hohes Leistungsversprechen geboten.