Der Spielbericht diesmal eher knapp und das Fazit gleich am Anfang: Wir spielen weiter gut mit in der Liga und die Punkte kommen ungefähr so, wie es der Erwartungswert in Aussicht stellt. Das ist mit Hinblick auf die Gesamtsituation leider dann ein Problem, wenn man überwiegend Außenseiter ist.
Außenseiter waren wir gegen die Rüben sicher, die an 5 Brettern die bessere und an 3 Brettern die schlechtere DWZ hatten. Das Endergebnis 3:5 war keineswegs zwangsläufig, selbst nach 4h schien wenigstens ein 4:4 noch möglich.
Jörg machte mit Schwarz sehr schnell und komfortabel Remis, auch René einigte sich früh auf den geteilten Punkt. Bei Sandra sah es beim Draufschauen zwischendrin nach etwas besserer Stellung aus, aber auch hier wurden die Punkte geteilt und ich hatte von Jörg dann nur noch gehört, dass hier vielleicht mehr drin war.
Auch bei Falk eine Punkteteilung, hier dauerte die Partie schon etwas länger, verließ dem Anschein nach aber nicht großartig die Remisbreite. Janick hatte mit Weiß eine gut spielbare Stellung mit Möglichkeiten für beide Seite erspielt, übersah dann aber eine Bauerngabel auf König und Turm, die - wenn der Bauer von der Dame (wie wahrscheinlich geplant) genommen wird - leider den anderen Turm einstellen würde. Ob das ein einzügiger Einsteller oder eine zwangsläufige Taktiksequenz war, hatte ich nicht gesehen, aber sah eher nach ersterem aus. Schade.
Fabio neben mir kam mit Schwarz gut und mit Läuferpaar aus der Eröffnung und konnte Druck gegen den Damenflügel aufbauen. Den konnte Wieland aber nach und nach neutralisieren und ich begann mir schon eher Sorgen um Fabios Stellung zu machen, aber er konnte im Doppelturm und ungleichfarbige Läufer Endspiel alles zusammen halten. Als das Remisangebot kam, war praktisch klar, dass damit die Mannschaft verliert, aber es war halt Remis.
Denn selbiges hatte ich inzwischen auch gespielt, obwohl ich in einer sehr interessanten Partie mit vielen Möglichkeiten diese Stellung erreicht hatte:

Weiß ist am Zug und die Maschine zeigt einiges über +3 an. Lustigerweise gibt es aber keine direkt gewinnende Taktik, es liegt wohl an der Tatsache, dass Schwarz so eingeschnürt ist. Bei fast 4h Spielzeit hatte ich aber keine Nerven und Kopf mehr für solche Feinheiten und gewann mit Sd7 wenigstens den e5.
Am Ende kam ein Turm + Springer Endspiel mit Mehrbauer für mich raus und ich konnte noch f- und h-Bauern gewinnen, gab aber dafür meinen d3. Und der schwarze Bauer auf d4 ist so stark, dass ich mit Dauerschach lieber die Notbremse zog.
Christian an Brett 1 kämpfte ums Remis - aus der Eröffnung heraus stand er unter Druck am Königsflügel, konnte sich da aber halbwegs rausspielen und kam in ein Endspiel mit Minusbauern und gleichfarbigen Läufern. Die Meinungen gingen in Richtung "müsste haltbar sein" ... aber dann gewann Christian zwar den Minusbauern zurück, erlaubte dem gegnerischen König aber das Eindringen in die Stellung und das verlor.
