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Immerhin 6 Vereinsmitglieder (Alv, Niko, René, Sadko, Thomas und ich) und 2 Nachwuchssportler aus dem Familienkreis fanden sich am Samstag zum traditionellen Herbstbowling in den Markkleeberger Bowlingbahnen "Straßenbahn Nr. 80" ein.

Die diesmal etwas spärliche Teilnahme gestattete es immerhin, bequem 3 Durchgänge in den zur Verfügung stehenden 2 Stunden zu absolvieren. Es gab Kaffee, Bier, Radler, bisschen quasseln und deutlich mehr Bewegung als bspw. bei Schachpartien - was will man von einem Samstag-Nachmittag mehr erwarten?! 🙂

Aber nun zu den Ergebnissen und wie sich diese entwickelten:

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Am letzten Spieltag empfingen wir die als Aufsteiger feststehenden Plauener und konnten den Spieltag mit 3:5 angemessen gestalten. Für Michael spielte Haasi an Brett 8 Ersatz; Sören fiel so kurzfristig aus, dass wir keinen Ersatz mehr organisieren konnten.

Sandra und Falk legten es mit Weiß ruhig an und konnten relativ schnelle Remisen verbuchen. Haasi spielte ambitioniert am Königsflügel - sein Gegner war dafür am Damenflügel wenigstens genauso schnell. Viel Dynamik hier also und meiner Meinung nach mit Chancen für beide Seiten aber auf einmal war eine von Haasis Figuren weg.

Fadi stand eher untypisch ruhig und etwas passiv, Thomas zog seinem Spielstil entsprechend die Daumenschrauben langsam aber sicher fester, verbrauchte dafür aber viel Zeit. Alv musste schon in der Eröffnung gegen die nicht ganz ungewöhnliche aber etwas spezielle Eröffnungswahl des Gegners viel erfinden. Das gelang nur suboptimal und die Sache ging mittelschnell und sicher den Bach runter.

Ich hatte nicht so viel Zeit und Nerven für die anderen Bretter, da ich mit Schwarz nach ganz okayer initialer Eröffnung ein paar Züge lang höchstens den zweitbesten Zug fand und sich mein Gegner schließlich diese schöne Angriffsstellung erarbeitet hatte:

Gerade hatte ich mich mit 24. ... Te8-e6 für die Hergabe der Qualität und immerhin ein vom-Brett-kommen des äußerst nervigen weißfeldrigen Läufers entschlossen. Das coole 24. ... Ta7 hätte den Laden auch ohne Qualitätsverlust erstmal zusammengehalten - aber immer noch mit allem Spaß nur für eine Seite.

Dann gleich 25. Lxe6 - aber das ebenfalls coole und wirklich schöne 25. Lxc5 heimst neben der Qualität noch einen Bauern ein und ich hätte wohl (zu) viel Phantasie gebraucht, diese Stellung noch irgendwie am Leben zu halten.

So "nur" die Qualität und etwas gelockerte Bauern am weißen Damenflügel, die ich zu einem Bauerngewinn nebst Damenabtausch nutzen konnte. Im endstehenden Endspiel hatte ich dann sicher noch etwas Glück, dass ich alle Einbruchsideen blockieren konnte - Remis.

Fadi hatte inzwischen gewonnen - laut Falk "alles abgetauscht bis auf die Damen und dann stand Fadis Dame so dominant, dass es auf einmal gewonnen war". Glückwunsch an Fadi als Topscorer unserer Mannschaft. 5 Siege aus 8 Partien muss man an dem Brett erstmal schaffen!

Thomas hatte sich auf Remis geeinigt - gute Stellung aber zu wenig Zeit.

Im Fazit war das sicher eine gute Saison von uns - Vorletzter beim DWZ-Schnitt aber 9:9 Punkte. Dazu passt auch, dass 5 Stammspieler genau 50% erreichten. Wir freuen uns auf die nächste Saison in der Landesklasse!

Herzlichen Glückwunsch an Mikhail Simantsev (Ukraine) zum Gewinn unseres Jubiläumsopens. Mit 7,5 aus 9 Punkten verwies er Landsmann Dmitry Mischuk (gleiche Punktzahl) knapp auf den 2. Platz. Beide gewannen die Mehrzahl der Partien in denen sie favorisiert waren und konnten sich in der letzten Runde schnelle Remisen erlauben.

Mit einem ganzen Punkt Abstand auf die beiden kam Jasper Heinke als DIE Überraschung des Turniers auf den 3. Platz. Jasper spielte exakt 400 Punkte über seiner ELO-Erwartung und eine solche Performance hat es - insbesondere an den ersten Brettern - während unserer gesamten Open-Historie womöglich noch nicht gegeben.

Auf Platz 4 folgte mit Steffen Weitzer dann der beste Spieler aus einem Leipziger Verein. Vorjahressieger Mikail Ivanov kam diesmal nur auf Platz 5 ein - 5 Remisen waren ein (P)paar zu viel.

Von unserem Verein schaffte Wolli mit 5 Punkten und Platz 23 das beste Ergebnis. Alv mit ebenfalls 5 Punkten und Platz 33 spielte ein super Turnier und konnte 50 DWZ-Punkte zulegen. Sadko holte 4 Punkte und Platz 59.

Wir hoffen, es hat allen Teilnehmern viel Spaß gemacht und freuen uns auf das nächste Jahr und das nächste Open!

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An so viele interessante Partien in einem Punktspiel kann ich mich selten erinnern und entsprechend hatten 6 der 8 Begegnungen einen Sieger.

Gegen die BSG gingen wir ins Risiko und zogen statt derer fünf (;-)) nur einen Ersatzspieler aus der Dritten. Haasi verteidigte die 100% Quote der Dritten souverän, lies die Bauern am Königsflügel marschieren und da der Gegner keine aktiven Gegenmaßnahmen initiierte, lies sich der vielversprechende Angriff zumindest in den Gewinn eines Bauern und relativ sicher gewonnenem Endspiel ummünzen (chronologisch gesehen war dies dass 4:1).

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Ein bisschen mehr Schatten als Licht, aber keiner hat sich verletzt - so unser Fazit bei der 2017er Auflage der Sächsischen Blitzmeisterschaften. Mit Thomas, Carsten, Fadi, Alv und Sven waren wir vom ELO-Schnitt her ziemlich genau in der Mitte gesetzt und wurden am Ende 8. von 13 Mannschaften.

Hier geht es zum Bericht des SVS mit allen Ergebnissen.

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Es ist vollbracht! Unter praktischen Gesichtspunkten war der Aufstieg nach dem klaren 6,5 : 1,5 gegen König Plauen ja kaum noch zu verderben und nun steht er nach dem knapperen 4,5 : 3,5 gegen Fortuna I auch theoretisch fest.

Vielleicht noch ein paar kurze Sätze zum Sieg gegen Plauen: Die Plauener hatten bis dahin wie wie eine ganz ausgezeichnete Saison gespielt, nur ein 4:4 abgegeben und waren auch nominell sehr stark besetzt. Da ging uns schon ein wenig die Muffe, denn ein bisschen Pech und 1-2 unterdurchschnittliche Leistungen in diesem einen Punktspiel reichen manchmal zur Niederlage aus und der Aufstieg wäre wohl futsch gewesen.

Aber dann lief praktisch alles für uns. Nach 2-3h war noch gar nichts klar und von 4:4 bis knappem Sieg für eine der beiden Mannschaften schien alles möglich. Dann wurden - abgesehen von Lars mit Remis - sämtliche Partien, in denen wir ausgeglichen oder besser standen, gewonnen.

Die Partien, in denen wir die Stellung eher zusammenhalten mussten, konnten wir Remis halten - bis auf Jörg, der lieber gleich gewann. Er konnte aus der Defensive heraus die Qualität gewinnen und gleich noch ausreichend Figuren abtauschen, so dass die Gefahr des folgenden Verzweiflungsangriffs in beherrschbaren Grenzen blieb.

Damit war der Drops mit 2 Mannschafts- und 7,5 Brettpunkten Vorsprung gelutscht und wir konnten das Punktspiel gegen Fortuna relativ entspannt angehen. Zwischendurch mussten wir zwar etwas um das 4:4 bangen, aber eine knappe Niederlage wäre ja noch akzeptabel gewesen (an dieser Stelle möchte ich anmerken, dass wir dabei natürlich auf einen Sieg am letzten Spieltag gegen Fortuna II hofften ... was nie ein Selbstläufer ist, aber angesichts der Wertzahlunterschiede beider Mannschaften hoffentlich nicht als Überheblichkeit ausgelegt wird).

Frank, Alv und Wolli machten sehr schnelle Remisen. Jörg und ich standen recht bald unter Druck, was bei Jörg dann auch zur Niederlage führte. Ich hatte mal wieder das Glück oder die Verteidigerqualitäten, nun auch die 3. Partie in Folge mit Verlustgefahr noch Remis halten zu können, aber ewig sollte das nicht so weitergehen ...

Lars und Carsten standen von Anbeginn gut und führten die Partie zum Start-Ziel-Sieg. Die wildeste Partie hatte Giso. Er kam gut aus der Eröffnung und konnte einen Bauern gewinnen. Ein ungenaues Damenmanöver führte zum Verlust 2er Tempi, wodurch der Gegner Druck aufbauen konnte und zumindest Kompensation hatte. Es kam nun noch schlimmer - ein einfacher Einsteller kostete Giso die Qualität und das war dann auch glatt verloren.

Zum Glück überschätzte Gisos Gegner die eigenen Angriffschancen, verzichtete auf den Damentausch und Giso konnte einen nervigen Freibauern nebst eigenem Angriffsspiel zum Rückgewinn der Qualität nutzen. Am Ende stand ein remisliches Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern auf dem Brett.

Die Tendenz zur Halbzeit hatte Bestand: Mikail Ivanov gewinnt das 24. VfB Schach Leipzig Open und verteidigt seinen Vorjahrestitel. Ihm reichte dazu eine solide Vorstellung mit 5 Siegen und 4 Unentschieden und resultierende 7 Punkten. Seine Großmeisterkollegen Viesturs Meijers und Alexander Graf folgen mit 6,5 Punkten auf den Plätzen.

Generell ging es diesmal recht ausgeglichen zu - gleich 9 Spieler auf den Plätzen 2-10 erreichten 6,5 Punkte! Darunter sind ganz überwiegend die Favoriten und Titelträger, die somit die Erwartungen erfüllten. Besonders wird sich aber sicher Eugen Schmidt vom SV Herrenberg (9. Platz) über seine 6,5 Punkte freuen, die ihm einen Platz im Kreis der "Großkopferten" bescheren.

Ein Dank an alle Mitspielenden und die Organisatoren!

Nach 5 Runden befanden sich die üblichen Verdächtigen in den Top-Positionen. GM Graf hatte seinem Auftaktremis 4 Siege en suite folgen lassen und stand somit bei 4,5 Punkten - genau wie GM Ivanov. Letzterer hatte lediglich gegen GM Meijers in einer bis zum Ende ausgespielten Partie ein Remis abgegeben.

Somit kam es in Runde 6 zum Duell Vorjahressieger (GM Ivanov) - Topgesetzter (GM Graf), welches Remis ausging. Durch diese Punkteteilung und die gleichzeitigen Siege von Viesturs Meijers, Konstantin Urban und Ferenc Langheinrich führen nach 6 Runden gleich 5 Spieler mit jeweils 5 Punkten das Tableau an. Mikail Ivanov hat aufgrund seiner hohen Buchholzzahl und der Tatsache, bereits gegen die beiden anderen GMs gespielt zu haben, aktuell wohl die besten Chancen auf den Turniersieg.

Erwähnenswert sind des weiteren die 4,5 Punkte von Kasimir Lieberwirth nach 6 Runden, dem nach den Erfolgen des Vorjahres das Turnier wohl zu liegen scheint 🙂 Sicher ebenso bemerkenswert wie die Tatsache, dass Alex Dac-Vuong Nguyen als einziger Spieler des Turniers jede seiner Partien gewinnen konnte. Derer es wegen schulischer Verpflichtungen bisher aber auch erst 4 gab.

Alv von unserem Verein blieb immerhin 5 Runden lang unbesiegt (mit zugegebenermaßen 4 Remisen), in Runde 6 allerdings spielte er dann gegen den Spieler, der jede seiner Partien im Turnier gewinnen konnte ...

... und zum Ende noch einige Diagramme mit hübschen Kombinationen:

Runde 1: Reinhard Nosek - Mikail Ivanov. Schwarz am Zug kann das weiße Zentrum empfindlich schwächen.

Runde 3: Felix Zimmermann - Leonard Richter. Schwarz am Zug gibt mit Dh6 erst mal ein Schach. Weiß pariert mit Le3 und stellt den Läufer besser, die Stellung aber nicht ...

Runde 4: Sadko Petersohn - Jürgen Artmann. Sadko mit Weiß hat gerade den Freibauern auf e6 vorbewegt und droht Gemeinheiten auf g7. Aber in den Diagrammen Weiß zu haben ist kein gutes Zeichen und hier ist es nicht anders. Die schwarzen Gegengemeinheit möge der geneigte Leser bitte selber herausfinden.

Runde 5: Daniel Zähringer - Bernd Hiemer. Weiß ist am Zug und im vierten und letzten Diagramm darf er auch mal gewinnen. Aber ohne Kommentar und Hilfe!

Gestern (21. März) ist mit genau 100 Teilnehmern unser diesjähriges Open gestartet! Favoriten sind sicher die GMs Alexander Graf, Viesturs Meijers und der Vorjahressieger Mikail Ivanov. Aber auch andere starke Spieler wie Konstantin Urban, FM Ferenc Langheinrich oder FM Hendrik Hoffmann werden um die vorderen Plätze mitspielen.

Eine Überraschung gab es schon mal in Runde 1, als GM Graf nicht über ein Remis hinauskam. Von unserem Verein spielen Sören, Alv, Dirk und Sadko mit. Dirk und Sören konnten in Runde 1 gegen nominell schwächere Gegner gewinnen, Alv und Sadko spielten Remis.

Allen Teilnehmern viel Glück und bestmögliches Schach!

Erik Fischer (links) schafft ein Remis gegen GM Graf Sadko in Runde 2 gegen Manuel Pietzsch

Die Chancen auf ein Weiterkommen stehen recht gut, wenn es 6 Qualifikationsplätze für 7 Mannschaften gibt. Ein wenig Gemurre gab es daher im Vorfeld, ob man die Vorrunde nicht besser ausfallen lassen und stattdessen gleich die Zwischenrunde spielen könnte.

Da kann man insbesondere die starken Mannschaften verstehen - wie z.B. unsere Erste mit Frank, Thomas, Lars, Wolli und Falk - für die die Qualifikation lediglich eine Fingerübung ist und es am Ende nur um die Platzierung und ein paar Schnellschachpartien unter leicht verschärften Wettkampfbedingungen geht. Den schwächeren Mannschaften dagegen - wie z.B. unserer Zweiten mit Alv, Sven, René und Eric - gefällt das Ganze schon besser. Der eine oder andere Gegner mehr auf Augenhöhe und mit etwas Glück ist die Qualifikation für die Zwischenrunde machbar.

Das Glück hatten wir (-> die 2. Mannschaft). Wir wurden in die 3er-Gruppe mit Krostitz gelost; der einzigen Mannschaft gegen die wir nicht Außenseiter waren. Der Sieger dieser Paarung hätte praktisch Platz 2 in der Gruppe sicher, würde damit in die Finalgruppe kommen und sich Platz 4 sichern. Mit einem knappen 2,5:1,5 waren wir erfolgreich.

René und ich konnten gewinnen, Alv steuerte einen halben Punkt bei. Die anderen Ansetzungen liefen wie erwartet. Gegen die SGL II (0,5 : 3,5) und unsere Erste (0 : 4) standen wir auf verlorenem Posten. René hatte den besten Tag erwischt, schaffte das Ehrenremis gegen die SGL und erreichte im Vereinsduell gegen Wolli sogar ein theoretisch remises Endspiel Läufer gegen Turm. Welches in der Praxis mit wenig Bedenkzeit aber doch eine gewisse Akkuratesse verlangt. Die Seite mit dem Läufer muss diesen hin und wieder auf potentiell gefährliches Terrain bewegen und ein Fehler reicht, um die Partie zu verlieren. So kam es denn auch. Dieses Endspiel ist sicher ein interessantes Thema für einen Trainingsabend.

Gegen Engelsdorf verlor wir knapp mit 1,5:2,5 - ein Ergebnis im Rahmen unserer Möglichkeiten.

Die 1. Mannschaft feierte in der Vorgruppe gegen die SGL III, Fortuna und Engelsdorf ungefährdete Siege und in der Finalgruppe gegen die Zweite wie schon erwähnt ein 4:0. In der letzten Runde der Finalgruppe kam es gegen die SGL II praktisch zum Finale. Unsere Erste konnte sich knapp mit 2,5 : 1,5 durchsetzen (Lars und Wolli mit vollem Punkt, Thomas mit halbem) und sicherte sich damit den 1. Platz in der Vorrunde.