Auf Grund der diesjährigen Situation kam es im Pokal zu mehreren Verschiebungen und Irritationen im Zusammenhang mit Corona. Dies wird besonders deutlich, wenn man beachtet, dass die Vorrunde am 14.3. stattfinden sollte und die ersten Partien 10.15 am 17.10. gespielt wurden. Auch waren zunächst 21 Mannschaften im Turnier angemeldet wovon im Oktober noch 10 (oder nur 9) übrig waren.

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Fassungslos und in tiefster Trauer nehmen wir Abschied von unserem langjährigen Vereinsmitglied und Freund

Felix Teichmann

geb. 12.02.2000 gest. 20.08.2020


Viel zu früh und mit nur 20 Jahren bist Du, nach langer und schwerer Erkrankung, am 20. August 2020 von uns gegangen.
Wir sind in tiefster Trauer und in Gedanken bei Dir, deinen Eltern und deiner lieben Freundin.

Du hast unser Jugendtraining und unser Vereinsleben mit deiner aufgeweckten und fröhlichen Art über viele Jahre hinweg bereichert und maßgeblich geprägt.
Dein herausragendes schachliches Talent und Interesse zeigte sich schnell in zahlreichen Erfolgen bei Bezirks- und Sachsenmeisterschaften und den vielen Turnieren, die du gespielt hast. Schon bald warst du Stammspieler in unserer ersten Mannschaft, wo wir dich nicht nur in schachlicher Hinsicht als Bereicherung geschätzt haben, sondern vor allem auch als Mensch.

Wir, der ganze VfB, und ganz besonders Grischan, Sadko, Alv und Christian, mit denen du oft auf zahlreichen Turnieren unterwegs warst, teilen durch dich unzählig viele gemeinsame Momente und schöne Erinnerungen.
Wir sind dir unglaublich dankbar dafür!

Wir werden Dich nie vergessen, lieber Felix!

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Den Bericht zum jüngsten Punktspiel der 1. Mannschaft kann ich angenehm kurz fassen. Die 4. Mannschaft der SG Leipzig trat ohne die beiden Spitzenbretter an und die verbleibenden Spieler waren wegen dieses Umstands so frustriert, dass sie nicht den Ehrgeiz erkennen ließen, die Hypothek dieses 0:2 abtragen zu wollen. So fand eigentlich nur an 2 Brettern ein echter Kampf statt. Lars baute seine tolle Saisonbilanz mit Hilfe überlegenen Theoriewissens und anschließender souveräner Technik aus. Bei Fadi sah es hingegen lange Zeit nach dem gegnerischen Ehrenpunkt aus, nachdem er als Weißer das schwarze Gegenspiel am Königsflügel augenscheinlich unterschätzt hatte. An Kampfgeist und Erfindungsreichtum hat es ihm hingegen noch nie gemangelt und mit deren Hilfe kam er schließlich doch noch zu einer erfreulichen Punkteteilung.
Am Ende stand ein unter den benannten Umständen recht unspektakulär zustande gekommener 5,5:2,5-Sieg. Begünstigt durch die Reichenbrander Niederlage gegen Coswig konnten wir uns damit an der Konkurrenz vorbei an die Tabellenspitze der Sachsenliga mogeln. Damit erscheint endgültig das Aufstiegsgespenst am Horizont, denn die gegnerischen Mannschaften der verbleibenden 2 Runden scheinen nicht unschlagbar. Doch Ball flach halten: Oft genug hat der VfB in der Vergangenheit seine Fähigkeit demonstriert, gegen die vermeintlich Kleinen Slapstick-Einlagen zu produzieren. Es wird also in jedem Fall unterhaltsam - stay tuned!

... ist wie ein grauer Januarsonntag bei Nieselregen, der der Zweiten gegen den Chemnitzer SC 3,5 aus 8 möglichen Brett- und 0 aus 2 möglichen Mannschaftspunkten beschert.

So setzt sich leider unsere Saison fort, in der wir in allen Mannschaftskämpfen in etwa nach DWZ-Erwartung spielen, was eben zu knappen Niederlagen bei nur einem 4:4 gegen die Rüben führt (die beiden hohen Niederlagen gegen die Erstplatzierten mal außen vor gelassen). Dabei sah es 1,5h vor Spielschluss so chancenreich wie noch nie in der Saison aus: 3:2 Punkte und noch 3 Bretter am Laufen.

Aber der Reihe nach: Vincent offerierte nach 1h Stunde Remis, mit der löblichen Motivation, den Klassenarbeiten der ihm anvertrauten lieben Schüler die nötige Zeit und Aufmerksamkeit widmen zu können. Eine Initiative im Namen der Bildung und Zukunft! Dazu konnte sein Gegner praktisch nicht nein sagen und ... tat es auch nicht.

Die beiden folgenden beendeten Partien brachten je uns und Chemnitz einen vollen Punkt: Jörg kam schwierig aus der Eröffnung und der Gegner nutzte den Druck im Zentrum zum Gewinn. Falk und Gegner täuschten mit Stonewall zunächst einen zähen Kampf an, um dann jedoch innerhalb weniger Zügen einen "wer lässt mehr Figuren für die Initiative einstehen" Wettbewerb zu starten. Dieser ging nahezu unentschieden mit kleinem Vorteil für den Gegner aus - Dame und Turm gegen Falks Dame und Läufer, aber dafür konnte Falk einen weit vorgerückten Freibauern sein eigen nennen.

Irgendwie wandelte sich das dann in ein Damenendspiel mit 3 Mehrbauern für Falk an einem Flügel aus. Den immer wahrscheinlicher werdenden Verlust versuchte der Gegner mit Remisgeboten zu verhindern, das ständige Ablehnen derselben wurde mit folgender Ultima Ratio beantwortet: Nach eigener Aufgabe baute der Gegner schnell ein Pattbild auf. Im Regelwerk fand sich nichts zu dieser Situation und auch der Regelkundevortrag mit Diskussion der 7-fachen Stellungswiederholung bei abgelaufener Zeit von Weiß bei Anwesenheit und Inaktivität (!) eines FIDE-Schiedsrichters half uns nur bedingt weiter. Wir ließen daher einfach die "1" für Falk stehen und Chemnitz reklamierte zum Glück nicht.

Alv konnte mit Schwarz ein Remis beisteuern, da er im Sizilianer mit ausreichend Aktivität aus der Eröffnung kam. René konnte schon in der Eröffnung eine Figur einheimsen. Durch ein paar taktische Tricks konnte der Gegner dafür zwar 3 Bauern mitnehmen, aber Renés Figur schien mehr wert. Nach einem weiteren taktischen Schnitzer und Figurenverlust #2 gab der Gegner auf.

Nun also besagtes 3:2 und 3 Partien offen ... Timon kam prima aus der Eröffnung mit Läuferpaar und guter Stellung, konnte dann aber kein Mittel gegen den Bauernsturm des Gegners finden und verlor. Bei Micha war wie immer richtig viel los auf dem Brett, gefühlt war die Stellung des Gegners einen Tick solider, aber hier war jedes Resultat drin. Es endete mit einem schönen Matt des Gegners und vielleicht war das alles zwangsläufig aber die Stellung war extrem wild und ... nun ja, ihr wisst schon, man hätte ja auch mal Glück haben können.

Hatten wir und auch ich aber nicht - mein Turmendspiel mit Mehrbauern roch von Anfang an nach Remis, da es ein Doppelbauer war und alles auf einem Flügel stand. Aber probieren kann man es ja ... um nach 2h festzustellen, dass es rocksolide und nichts zu machen ist.

So hoffen wir auf den Frühling und sonnigere, verbleibende 3 Spieltage.

1 Kommentar

… sind wie kleine Geschenke. Häufig freut man sich darüber am meisten!
So geschehen am 6. Spieltag, als wir dem tristen morgentlichen Sonntagsgrau alles entlockten und uns ein nachweihnachtliches Geschenk gegen den Tabellenersten USV TU II machten. Wir sollten die Heimreise nämlich mit 4,5 Zählern im Köfferchen antreten!
Die Gastgeber mussten zwar ohne Brett 2/3 Möhn/Urban auskommen, traten dafür aber mit Uhlmann und Osmanodia an und waren demnach ebenso schlagkräftig aufgestellt. Im Oberhaus (Brett 1-4) waren wir bei nomineller DWZ-Betrachtung unterlegen, konnten aber sowohl durch einen tollen Sieg seitens Frank gegen den schachlich immer noch aktiven und bekannten Großmeister Wolfgang Uhlmann als auch mit dem Remis von Grischan gegen Dirk Wegener immerhin 1,5 Punkte einsammeln. Das besagte Einsammeln nahm dann im Unterhaus richtig Fahrt auf und brachte satte 3/4.  Jeweils souveräne Siege durch Lars (der mir unverständlicherweise gegen Französisch gewann 😊) und Fadi legten Grundsteine dafür. Giso an Brett 8 bedurfte diesmal einigen Fortuns, um gegen den sehr gut agierenden Guntram Ledfuß nicht unter die Räder zu kommen und letztendlich doch noch den vollen Punkt mitzunehmen. Dies sollte sich in der Punkteabrechnung als entscheidende Partie entpuppen, da Thomas und Carsten ihre Stellungen nicht halten konnten und auch Wolli sich am Gegner im wahrsten Sinne des Wortes die Zähne ausbiss (wenn auch mit leichtem Zeitversatz – möge er mir den Spaß auf seine Kosten verzeihen).

Wir ließen es uns im Anschluss nicht nehmen, den Sieg beim Italiener gedanklich aufzuarbeiten, wobei es allen Mannschaftsteilen zur Aufgabe gemacht wird, das Lars auch beim nächsten Restaurantbesuch unbedingt anwesend zu sein hat.