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Die 1. Mannschaft hatte diesmal Heimrecht und Grün-Weiß-Dresden war Gast auf der Helenenstrasse. Ein naßkalter Sonntag-Morgen lud geradezu zum Schachspielen ein und wir konnten den Gästen zur mentalen Stärkung einen warmen Kaffee und etwas Kuchen anbieten. Zu unserem Leidwesen war unser Brett 1 aus persönlichen Gründen abwesend, aber auch die Gäste mussten auf (und sogar auf mehrere) Stammspieler verzichten. Spielerisch und letztendlich auch sportlich lief es für uns diesmal recht rund und am Ende hieß es 6-2 Heimsieg! Hervorzuheben hierbei, dass es keine einzige Verlustpartie gab und auch Aufrücker Timon an acht eine sehenswerte Benoni-Partie im Angriff gewann, wenngleich er mit aufgeblasenen Wangen am Schluss seiner Anstrengung Ausdruck verlieh. Weitere volle Punkte steuerte der wieder sicher spielende Fadi, Wolfgang (geht doch! – aber wieder ohne Rochade 😊) und Giso bei. Letzterer mit Schwarz spielend war froh, Eröffnungstechnisch etwas mit 1. d4 , Sf6 2. Sc3 … anfangen zu können und das zeitliche Kontingent nicht gleich zu Beginn zu schröpfen. Doch selbst bei den restlichen Remisen war Spannung durchgängig vorhanden und an mindesten zwei Brettern, mit Beteiligung Lars und Thomas, war bei gegebenen Angriffspotential noch mehr als der halbe Zähler drin. Carsten musste eine Defensivstellung einnehmen, verteidigte sich aber gut und hielt das Remis sicher fest.  In Summe eine sichere Leistung unserer Mannschaft!

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Sadko, Alv und ich nutzten das verlängerte Wochenende, um uns mal wieder bei Heiko Berthold und Co. zur Döbelner Stadtmeisterschaft 2019 blicken zu lassen. Gespielt wurden sieben Runden Schweizer System vom 31.10. - 03.11. im Döbelner Bürgercafé. Ich will euch "kurz" erzählen, wie es uns ergangen ist. ... weiterlesen

Es war ein sehr interessanter und spannender Spieltag gegen die Gäste aus Wilkau-Haßlau, der jedoch - dito Runde 2 - wieder mit einer knappen Niederlage endete.

3 schnellen Niederlagen (Falk, Thomas und Dirk) konnten wir zunächst nur (m)einen Sieg entgegensetzen. Vincent's Sieg bedeutete dann schon den Anschlusstreffer und war nicht nur schön herausgespielt sondern auch eine gelungene Revanche für das Fiasko, was ihm gegen denselben Gegner ein Jahr vorher widerfahren war. Glück und Unglück kehrten sich um - sein Gegner hatte sich mit Weiß durchaus vernünftig aufgebaut, aber eine kleine Ungenauigkeit ließen die Dynamiken für Vincent arbeiten.

An den letzten 3 Brettern mussten also 2 Remisen und ein Sieg her ...

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Die Berichterstattung zur zweiten Runde geriet nach dem euphorischen Auftaktsieg und der nicht einkalkulierten Niederlage gegen Bautzen in pure Vergessenheit. Wir hatten Heimrecht zur zweiten Runde und wir spielten im RB-Forum, ortsgleich mit der RB-Arena. Die namensgleichen Fußballer hatten am Vortag ihr Heimspiel vergeigt. Irgendwie konnte der Schreiber dieser Zeilen die räumliche Nähe zum Ereignis nicht abschütteln und so beschlich mich derweilen eine unschöne Vorahnung. Wir starteten aber durchaus kampfgerecht und führten zur Mittagsstunde 3:1. Bei den noch vier laufenden Partien standen wir nach meiner Einschätzung mindestens bei zwei auf Gewinn. Es müßte also ganz schlecht im Sinne RB-Fußball laufen….. und es lief schlecht. Die Punkte und Partien schmolzen wie Schnee in der Sonne. Den unglücklichen Schlusspunkt hatte Thomas, der gegen K.Albrecht – welche die Partie lange am Laufen hielt – zum Schluss in Zeitnot geratend den Turm einstellte und damit das 4,5 zu 3,5 gegen uns besiegelte. Wir suchen Trost in Worten wie, „nach dem Spiel ist vor dem Spiel“ … Round 3 is coming…
Diesmal zur 3. Runde auswärts gegen Eiche Reichenbrand in der gemütlichen „Alten Mühle“ , wo man exzellent nach getaner Schacharbeit essen kann. Ein bisschen Kleingeld muss man im Restaurant allerdings dabeihaben. Unser bis dato vorzüglich agierendes Brett 1 sollte diesmal die Initiative recht schnell an den Gegner abgeben, der auch keine Veranlassung sah, diese wieder abzugeben. Frank zeigte Haltung bis zum Schluss und gönnte seinem Gegner ein ästhetisches Springer-Bauern- Matt. Grischan an zwei spielte Pirc herunter und konnte dem Abtausch von Weiß quasi nur mitgehen, wonach die Partie rasch in´s Remis überglitt. Pechvogel Thomas an Brett drei sollte abermals ein long-Game bestreiten und den Wettkampf diesmal nicht verlieren sondern retten. Sein Sieg setzte den Schlusspunkt am Tage und bewahrte uns das 4:4. Zu Wolli und Carstens Partie kann ich nur ausführen, dass beide zu keiner Zeit irgendwie „normal“ standen, wobei das bei Wolfgang eigentlich normal ist. Carstens Gegner schien sich auch im Mittelspiel bei gegebener Variante gut auszukennen und gewann ein Remis wirkende Position, obwohl zugegebener weise Weiß mit aktivem König am Drücker war. Einen wertvollen Punkt steuerte der stets sicher spielende A. Fadi bei, der mühelos wirkend zum Sieg kam! Lars an sieben spielend hatte die Trumpfkarten alsbald an sich gerissen und ein vielversprechender Kiebitzblick verhieß eine Gewinnstellung – was es objektiv wohl auch gewesen ist, wenn man das entsprechend stellungsgerechte Turmmanöver findet. Aber Lars hatte offensichtlich falsch in den Skat gedrückt und willigte alsbald unfreiwillig ins Remis ein. Giso an acht durfte die Stacheln des schwarzen Igelsystems ausprobieren. Ein verlockend aktiv wirkender weißer Bauernvorstoß im Zentrum (e4-e5) erwies sich jedoch als Bauernverlust, wonach Schwarz am Drücker war und die Position bis zum Gewinn durchbrachte. Am Ende ein Leistungsgerechtes 4:4 für beide Seiten.

In kleiner (aber feiner!) Runde trafen sich Thomas, Sadko, Niko und der Schreiber dieser Zeilen zum traditionellen Herbstbowling in Markkleeberg. In 2 Stunden schafften wir 4 volle Durchgänge - wobei Strikes und Ratten gleichermaßen zur Verfahrensbeschleunigung eingesetzt wurden.

Spaß hat's viel gemacht (echt jeeetzt) und die Ergebnisse seht Ihr hier:

Spieler Runde 1 Runde 2 Runde 3 Runde 4 Gesamt
Sven 96 132 106 141 475
Thomas 104 96 112 121 433
Sadko 81 93 107 131 412
Niko 84 99 88 75 346

Die Diskussion, ob mit oder ohne Streichresultat gezählt wird, ist nur für Thomas und Sadko interessant ... oder vielleicht auch nicht 🙂

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Der Punktspielauftakt der 1.Mannschaft hatte vor allem für jene Charme, die gern den Umstand verdrängen wollten, dass wir die Oberliga nach einem Jahr schon wieder verlassen mussten. Denn die Paarung VfB-Coswig hatte es in der vergangenen Saison auch schon - nur eben eine Klasse höher - gegeben. Obwohl die Coswiger im Gegensatz zu uns nicht den kompletten Stamm an Bord hatten, waren sie doch nominell leicht favorisiert.
Davon war jedoch von Anfang an wenig zu spüren, denn insbesondere an den vorderen Brettern bekamen wir schnell vielversprechende Positionen. Das erste Resultat lieferte dann jedoch Giso, der nicht schlecht stand, jedoch als Schwarzer auch keine erkennbare Perspektive auf mehr als den halben Punkt hatte. Die frühzeitige Übereinkunft, die Kampfhandlungen einzustellen, war somit folgerichtig.
Der nächste war dann schon ich. Mein Gegner hatte ausgangs der Eröffnung zu sorglos agiert und ein doppeltes Figurenopfer zugelassen, das zwar nicht zum Matt führte, aber doch eine gewaltige Dividende einbrachte und uns eine rasche Führung bescherte. Ebenfalls zu sorglos agierte Grischans Gegner in bzw. unmittelbar nach der Eröffnung. Als sich der Rauch des ersten Aufeinanderpralls verzog, zeigte sich, dass fast jede Figur Grischans aktiver stand als die seines Gegners. Es folgte ein wenig Einbahnstraßenfußball und kurze Zeit später das 2,5:05 für uns. Auch Thomas konnte bereits in der Eröffnung von einem Fehler des Gegners profitieren und einen Bauern einstecken. Da damit jedoch das Entgegenkommen des Gegners sein Bewenden hatte, war er schließlich der Letzte von uns der noch spielte - mit Happy End, wie ich jetzt schon mal verraten darf.
Ein bisschen Sorgen machte uns zwischendurch Wolli, der seinem Gegner mit Aktivität zur Unzeit Chancen einräumte. Wahrscheinlich hatte er sich gelangweilt und nach einer Aufgabe gesucht. Die hatte er nun: Verteidigung - und er bewältigte sie erfolgreich.
Um unser Glück voll zu machen, setzte Fadi seinen starken Gegner durch schnelles, aktives Spiel unter Druck und erreichte ein aussichtsreiches Endspiel, das er nach einigem Hin und Her hübsch gewinnen konnte.
Und als liefe es noch nicht gut genug für uns, begab sich an Lars´ Brett Folgendes: Um vollkommen in dem für die Tätigkeit des Schachspielens förderlichen Zustand des Wachseins anzukommen, benötigte Lars zunächst die Hilfe des Elementartaktikweckers. Dieser ist bekanntlich nicht gebührenfrei, aber nach meinem Empfinden ist ein Bauer durchaus ein fairer Preis. Zumal die geistige Trägheit nicht lediglich eliminiert wurde, sondern gar auf den Gegner übersprang, der im Überschwang meinte, es sei bereits der Augenblick gekommen, alles abzutauschen, was bei drei nicht auf den Bäumen ist, und dann das Endspiel zu gewinnen. Dummerweise war die einzige Figur, die er abtauschte, diejenige, die das Feld d5 bestreichen konnte und so lachte sich kurze Zeit später ein starker Springer auf d5 über den gegnerischen schwarzfeldrigen Läufer halbtot. Praktischerweise hatte der Elementartaktikwecker die h-Linie bereits für den Angriff geräumt, der sich dann langsam, aber unerbittlich entfaltete und zu einem schönen Sieg für Lars führte.
Damit war der Wettkampf bereits für uns gewonnen, sodass wir den Umstand leicht verkraften konnten, dass Carsten seine vielversprechend aussehende Position gegen Patrick Klawa nicht zu Zählbarem verwandeln konnte. In komplizierter Stellung und bei knapper Zeit übersah er einen Doppelangriff, der eine Figur kostete und letztlich den Zugriff auf seinen König erlaubte. Sehr schade.
Kurze Zeit später hatte dann auch Thomas sein Werk sicher vollendet und einen unerwartet hohen Sieg mit 6:2 Punkten unter Dach und Fach gebracht.
Wenn es so läuft, muss der Gegner von mir aus auch keinen Zwetschgenkuchen mitbringen.

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Wir konnten in dieser Saison nach einiger Zeit mal wieder die roten Rüben bei uns zum Punktspiel begrüssen. Nach einiger Zeit ohne Punktspiele war es mal wieder erforderlich die Ergebnisse auch mal abzusichern wie sich bei einigen Beispielen zeigte.

Ich hatte gleich nach der Eröffnung die Chance dazu, nachdem ich mit den schwarzen Steinen etwas gedrückt stand und nur durchwachsene Chancen sah. Es ergab sich allerdings eine Chance ein Dauerschach zu erzwingen, was zur Annahme meines Remisgebotes führte.

Ich konnte danach einige Partien beobachten: Thomas war nicht gut aus der Eröffnung gekommen, Falk hatte sich aus eigentlich angenehmer Stellung auf Grund plötzlich auftretender Probleme in eine kochend heiße Partie mit etlichen taktischen Finessen begeben müssen und Rene befand sich in einem Königsinder mit kleineren strategischen Abweichungen aber erkennbarem Vorteil.

Falk konnte schließlich mit etwas Glück und viel taktischem Einsatz die Partie gewinnen und auch Rene setzte in seiner Partie kontinuierlich auf dem richtigen Flügel seinen Plan konsequent um.

Dann haben sich die Ereignisse in meiner Erinnerung stark beschleunigt: die Partien von Sven und Thomas kippten zu unseren Ungunsten und an Brett 1 entstand das folgerichtige Remis im Bauernendspiel nachdem alle Durchbruchsoptionen ausdiskutiert waren.

So musste die Entscheidung an Brett 3 und 4 fallen. Timon hatte schon etwas zuvor eine Qualle von Wieland erbeutet gab aber kurz darauf einen Bauern etwas unglücklich zurück und Wieland erhielt deutliche Kompensation dadurch. Micha hatte gegen Prof. Schmidt stets eine interessante Partie mit beiderseitigen Chance allerdings war das Ganze auch immer ausgeglichen. Am Ende einigte man sich an beiden Brettern auf Remis, was bei der unklaren Stellung von Timon und Wieland bei etwa 40 Sekunden auf der Uhr auch einleuchtet.

Insgesamt lautete das Ergebnis 4-4 mit angenehmer Gesellschaft und locker leichter Atmosphäre. Ein Dank geht auch an die roten Rüben für den Zwetschgenkuchen.

 

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Nun will ich noch (für meine Verhältnisse: kurz) der traurigen Chronistenpflicht nachkommen und die letzten beiden Oberligawochenenden Revue passieren lassen. Wie immer das Positive zuerst: Nie in den letzten Jahren haben wir den Verbleib in der Sachsenliga derart frühzeitig sichern können - fast mit einem Jahr Vorlauf konnten wir uns da ziemlich sicher sein. Wer einen Blick auf den Tabellenstand der Sachsenliga vor dem letzten Spieltag werfen möchte, wird erahnen können, dass dies eine Errungenschaft ist.... Außerdem sind wir nicht Letzte geworden, auch wenn wir uns darauf wohl mit Blick auf den direkten Vergleich mit dem letztplatzierten USV TU Dresden II und auf die Aufstellung des SV Rochade Magdeburg 96 am letzten Spieltag nicht zu viel einbilden sollten.

Doch der Reihe nach: Klar war, dass die Entscheidung bzw. Vorentscheidung über den Klassenerhalt in der vorletzten Doppelrunde in Dresden fallen würde. Und es ließ sich am Samstag zunächst gegen die stärker einzuschätzenden, weil ausgeglichener besetzten und deutlich besser punktenden Grün-Weißen aus Dresden gut an - als ich nach einem schnellen Sieg die Szene verließ, um mich für den folgenden Tag zu schonen (bzw. auf den unverhofft aufgetauchten Wolfgang Uhlmann notdürftig vorzubereiten), gab ich mich der berechtigten Hoffnung auf einen Mannschaftssieg hin. Einzig der Umstand, dass Carsten - mutig, aber eben auch riskant - ein Remisgebot seines starken Gegners abgelehnt hatte, trübte meine Vorfreude, denn was beim Gehen mein Auge streifte, sah nach einem gefährlichen Konter aus. Und so kam es dann, wie es wohl kommen musste: Jörg konnte zwar seine Partie gewinnen (und sich damit - soviel Vorgriff sei gestattet - nach einer überzeugenden Saison zum Rekord-Sieger aus unseren Reihen krönen). Aber leider galt für Thomas weiterhin (sinngemäß) die bekannte Fußball-Weisheit: "Haste Scheiße am Schuh, haste Scheiße am Schuh!" und so verwandelte er seine hart erarbeitete vorteilhafte Stellung im Handumdrehen in....nun ja, ich muss es nicht wiederholen. Und so waren die sicheren Remisen von Christian und Wolli am Ende zu wenig für die Mannschaft und ein trostloses 3:5 stand zu Buche.

Aber der große Abstiegs-Showdown sollte ja ohnehin erst am nächsten Tag folgen. Über den decke ich dann mal lieber den Mantel des Schweigens - wenn wir in dieser Saison einmal klar und chancenlos verloren haben, dann war es in dieser Runde. (OK, Mantel des Schweigens hin oder her - Gisos schönen Sieg will ich nicht unerwähnt lassen; dafür hatten wir diese Saison einfach zu wenige davon).
Und damit war der Abstieg bereits klar - das Ligaorakel sah zwar noch eine Chance von einem Promille, aber so optimistisch waren selbst wir dann nicht mehr.

Die letzte Doppelrunde zeigte dann noch mal das ganze Spektrum unserer bisherigen Saisonwettkämpfe: Ist es vermessen zu behaupten, dass wir gegen den souveränen Aufsteiger in die 2. Bundesliga AE Magdeburg (Gratulation und viel Erfolg nächste Saison!) etwas hätten holen können? Wahrscheinlich schon, das 2:6 spricht eine deutliche Sprache, die Ratingdifferenzen ebenfalls. Aber zumindest Fadis starke Oberligapremienpartie gegen Maria Schöne hätte nie und nimmer verloren gehen dürfen (wahrscheinlich hätte es auch mehr als ein halber Punkt sein müssen, aber so genau habe ich es dann doch nicht gesehen...). Und an meine eigene Trotteligkeit möchte ich lieber gar nicht denken, denn Blutdruckmedikamente besitze ich aktuell noch nicht. Vom Rest habe ich wiederum nicht genug gesehen, um mir wirklich ein Urteil erlauben zu können, aber wenn Grischan sagt, wir hätten gewinnen müssen, wird es schon stimmen :-).
Ganz im Ernst: Unter dem Strich geht der Abstieg natürlich vollkommen in Ordnung, wenn man seine Chancen so oft nicht nutzt - denn gerade die hier angesprochene Effektivität bzw. Cleverness ist ein Element schachlicher Spielstärke.

Am letzten Spieltag trat SV Rochade Magdeburg 96 nur mit sechs (allerdings guten!) Spielern gegen uns an. Für sie ging es um nichts mehr und Geld scheinen sie zu haben 😉 Wir schlugen uns recht wacker und konnten zumindest einen Mannschaftspunkt retten und damit - wie gesagt schmeichelhaft - die rote Laterne an die Dresdener Bundesligareserve weitergeben. Schade, dass Alv auf diese Weise um seine erste Oberligapartie mit den weißen Steinen gebracht wurde, nachdem er sich am Vortag mit Schwarz wacker gegen seinen nominell deutlich überlegenen Gegner gewehrt hatte. Schade natürlich auch für Giso, aber da es für ihn die zweite Schwarzpartie des Wochenendes geworden wäre und er bereits am Vortag einen schönen Erfolg gegen einen starken Gegner erkämpft hatte, war das vielleicht nicht ganz so tragisch. Damit war Wolli der einzige, der das Privileg "Doppelschwarz" genießen und leider auch im negativen Sinne auskosten durfte. Letztlich muss man wohl mutmaßen, dass er den kleinen Bruder von Thomas´ Fußballschuh anhatte (s.o.). Noch ein Letztes zum Thema "Wäre, wäre, Fahrradkette...": Beide hatten ihr Schuhwerk am ersten Spieltag in Aue in die Schüssel mit den Exkrementen getunkt, als sie gewinnverheißende Stellungen einvernehmlich in schnöde Nullen verwandelten. Man stelle sich vor, das wäre anders gelaufen und beide hätten voller Selbstvertrauen in der Folge konstant so brilliert, wie wir das normalerweise gewohnt sind und (der bis dahin stark spielende) Lars hätte nicht an den letzten beiden Wochenenden seine Leidenschaft für die Marke Audi entdeckt...OK, OK, ich höre schon auf, SG AE Magdeburg sind schon korrekt als Aufsteiger ;-).

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Nach den weniger erfolgreichen letzten beiden Punktspielen wollten wir die Saison schon noch ordentlich zu Ende bringen, was mit einem 5:3 bei Grün-Weiß und recht amüsanten Partien vorerst gelang. Schaun wir mal, was bei Fortuna am letzten Spieltag passiert ...

Der ganz große Druck war nicht mehr auf der Leitung - unser Abstiegsrisiko bewegte sich nur noch im theoretischen Bereich und bei den leider punktlosen Grün-Weißen stand der Abstieg auch schon fest.

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Leider scheint der Zweiten zum Ende der Saison hin etwas die Puste auszugehen ... oder das Pech gesellt sich - im Sinne des "saisonübergreifenden Ausgleichs" - zum Glück hinzu, welches wir in den ersten 5 Runden sicher auch immer mal hatten.

Vincents und meine Partie können direkt als Miniaturen abgehakt werden. Vincents Gegner startete nach so 10 Zügen eine Initiative, die nach weiteren 5 Zügen ungefähr die Vehemenz der Sonntagsstürme erreicht hatte. Damenverlust, Aus, Ende.

Ich spielte eine ziemlich scharfe und seltene Erwiderung gegen Sizi - durchaus theoriegestützt und mit großmeisterlicher Segnung. Die bisherigen Blitzergebnisse waren zwar nicht so vielversprechend, aber die Stellungen sind scharf. Mein Gegner spielte die naheliegenden Züge und nachdem es fast die ganze Partie mMn halbwegs ein Spiel auf 3 Ergebnisse war, kippte die Stellung innerhalb von 2 Zügen komplett in den Keller. Die Maschine sagt, dass die ganze Variante von Anfang an ziemlicher Mist ist. Da war das Buch des GMs wohl aus einer Zeit vor Fritz & Co und ich sollte mich nach einer funktionierenden Alternative umschauen.

Auch Sören musste nach 2 Stunden die Hand herüberreichen - eine nicht ganz einfache, aber komplexe Stellung endete mit einer Minusqualität und zwei Minusbauern. Auf fussballerisch hatte unser Torwart also in der 15. Minute eine Notbremse im Strafraum mit folgender roter Karte begangen, der Elfer wurde verwandeltet und nach weiteren 3 Minuten schießt der Gegner das 2:0.

Der dann übliche Plan "Schadensbegrenzung" gelang mit 3 Remisen aus den restlichen 5 Spielen bedingt. Dirk und René spielten (immerhin!) einfach nur solides, ergo gutes Schach und bekamen mit Schwarz nach 3-4h das Remis.

Alv stand nach riskanter Eröffnung des Gegners gut und mit Mehrbauern. Eine kleine Ungenauigkeit wurde dann aber vom Gegner zum Dauerschach genutzt.

Thomas sah sich mit Schwarz einem thematischen Bauernopfer mit dauerhaft aktivem Spiel für Weiß gegenüber. Das spielte der Gegner dann auch schön bis in die 4. Stunde oder so. Das Endergebnis war ... na klar.

Fadi konnte um die Zeitkontrolle herum nach so lala-er Eröffnung die Initiative und einige Bauern an sich reißen. Für noch 2 Bauern mehr gab er eine Figur, was bei der einen Abwicklung zu einem einfachen, bei der anderen zu einem schwierigerem Sieg oder doch mindestens Remis geführt hätte. Es wurde zunächst die andere Abwicklung und dann - sicher unnötig, es war die letzte Partie und der Mannschaftskampf verloren - sogar noch ein Harakiri mit 2 geopferten Bauern und der finalen Niederlage.

Nun ja. Manchmal läuft es eben so. Das Positive ist, dass der Klassenerhalt und damit das Saisonziel nach wie vor fast sicher sein sollten. Schauen wir also mal, was die letzten beiden Spieltage noch bringen.