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Den Bericht zum jüngsten Punktspiel der 1. Mannschaft kann ich angenehm kurz fassen. Die 4. Mannschaft der SG Leipzig trat ohne die beiden Spitzenbretter an und die verbleibenden Spieler waren wegen dieses Umstands so frustriert, dass sie nicht den Ehrgeiz erkennen ließen, die Hypothek dieses 0:2 abtragen zu wollen. So fand eigentlich nur an 2 Brettern ein echter Kampf statt. Lars baute seine tolle Saisonbilanz mit Hilfe überlegenen Theoriewissens und anschließender souveräner Technik aus. Bei Fadi sah es hingegen lange Zeit nach dem gegnerischen Ehrenpunkt aus, nachdem er als Weißer das schwarze Gegenspiel am Königsflügel augenscheinlich unterschätzt hatte. An Kampfgeist und Erfindungsreichtum hat es ihm hingegen noch nie gemangelt und mit deren Hilfe kam er schließlich doch noch zu einer erfreulichen Punkteteilung.
Am Ende stand ein unter den benannten Umständen recht unspektakulär zustande gekommener 5,5:2,5-Sieg. Begünstigt durch die Reichenbrander Niederlage gegen Coswig konnten wir uns damit an der Konkurrenz vorbei an die Tabellenspitze der Sachsenliga mogeln. Damit erscheint endgültig das Aufstiegsgespenst am Horizont, denn die gegnerischen Mannschaften der verbleibenden 2 Runden scheinen nicht unschlagbar. Doch Ball flach halten: Oft genug hat der VfB in der Vergangenheit seine Fähigkeit demonstriert, gegen die vermeintlich Kleinen Slapstick-Einlagen zu produzieren. Es wird also in jedem Fall unterhaltsam - stay tuned!

... ist wie ein grauer Januarsonntag bei Nieselregen, der der Zweiten gegen den Chemnitzer SC 3,5 aus 8 möglichen Brett- und 0 aus 2 möglichen Mannschaftspunkten beschert.

So setzt sich leider unsere Saison fort, in der wir in allen Mannschaftskämpfen in etwa nach DWZ-Erwartung spielen, was eben zu knappen Niederlagen bei nur einem 4:4 gegen die Rüben führt (die beiden hohen Niederlagen gegen die Erstplatzierten mal außen vor gelassen). Dabei sah es 1,5h vor Spielschluss so chancenreich wie noch nie in der Saison aus: 3:2 Punkte und noch 3 Bretter am Laufen.

Aber der Reihe nach: Vincent offerierte nach 1h Stunde Remis, mit der löblichen Motivation, den Klassenarbeiten der ihm anvertrauten lieben Schüler die nötige Zeit und Aufmerksamkeit widmen zu können. Eine Initiative im Namen der Bildung und Zukunft! Dazu konnte sein Gegner praktisch nicht nein sagen und ... tat es auch nicht.

Die beiden folgenden beendeten Partien brachten je uns und Chemnitz einen vollen Punkt: Jörg kam schwierig aus der Eröffnung und der Gegner nutzte den Druck im Zentrum zum Gewinn. Falk und Gegner täuschten mit Stonewall zunächst einen zähen Kampf an, um dann jedoch innerhalb weniger Zügen einen "wer lässt mehr Figuren für die Initiative einstehen" Wettbewerb zu starten. Dieser ging nahezu unentschieden mit kleinem Vorteil für den Gegner aus - Dame und Turm gegen Falks Dame und Läufer, aber dafür konnte Falk einen weit vorgerückten Freibauern sein eigen nennen.

Irgendwie wandelte sich das dann in ein Damenendspiel mit 3 Mehrbauern für Falk an einem Flügel aus. Den immer wahrscheinlicher werdenden Verlust versuchte der Gegner mit Remisgeboten zu verhindern, das ständige Ablehnen derselben wurde mit folgender Ultima Ratio beantwortet: Nach eigener Aufgabe baute der Gegner schnell ein Pattbild auf. Im Regelwerk fand sich nichts zu dieser Situation und auch der Regelkundevortrag mit Diskussion der 7-fachen Stellungswiederholung bei abgelaufener Zeit von Weiß bei Anwesenheit und Inaktivität (!) eines FIDE-Schiedsrichters half uns nur bedingt weiter. Wir ließen daher einfach die "1" für Falk stehen und Chemnitz reklamierte zum Glück nicht.

Alv konnte mit Schwarz ein Remis beisteuern, da er im Sizilianer mit ausreichend Aktivität aus der Eröffnung kam. René konnte schon in der Eröffnung eine Figur einheimsen. Durch ein paar taktische Tricks konnte der Gegner dafür zwar 3 Bauern mitnehmen, aber Renés Figur schien mehr wert. Nach einem weiteren taktischen Schnitzer und Figurenverlust #2 gab der Gegner auf.

Nun also besagtes 3:2 und 3 Partien offen ... Timon kam prima aus der Eröffnung mit Läuferpaar und guter Stellung, konnte dann aber kein Mittel gegen den Bauernsturm des Gegners finden und verlor. Bei Micha war wie immer richtig viel los auf dem Brett, gefühlt war die Stellung des Gegners einen Tick solider, aber hier war jedes Resultat drin. Es endete mit einem schönen Matt des Gegners und vielleicht war das alles zwangsläufig aber die Stellung war extrem wild und ... nun ja, ihr wisst schon, man hätte ja auch mal Glück haben können.

Hatten wir und auch ich aber nicht - mein Turmendspiel mit Mehrbauern roch von Anfang an nach Remis, da es ein Doppelbauer war und alles auf einem Flügel stand. Aber probieren kann man es ja ... um nach 2h festzustellen, dass es rocksolide und nichts zu machen ist.

So hoffen wir auf den Frühling und sonnigere, verbleibende 3 Spieltage.

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… sind wie kleine Geschenke. Häufig freut man sich darüber am meisten!
So geschehen am 6. Spieltag, als wir dem tristen morgentlichen Sonntagsgrau alles entlockten und uns ein nachweihnachtliches Geschenk gegen den Tabellenersten USV TU II machten. Wir sollten die Heimreise nämlich mit 4,5 Zählern im Köfferchen antreten!
Die Gastgeber mussten zwar ohne Brett 2/3 Möhn/Urban auskommen, traten dafür aber mit Uhlmann und Osmanodia an und waren demnach ebenso schlagkräftig aufgestellt. Im Oberhaus (Brett 1-4) waren wir bei nomineller DWZ-Betrachtung unterlegen, konnten aber sowohl durch einen tollen Sieg seitens Frank gegen den schachlich immer noch aktiven und bekannten Großmeister Wolfgang Uhlmann als auch mit dem Remis von Grischan gegen Dirk Wegener immerhin 1,5 Punkte einsammeln. Das besagte Einsammeln nahm dann im Unterhaus richtig Fahrt auf und brachte satte 3/4.  Jeweils souveräne Siege durch Lars (der mir unverständlicherweise gegen Französisch gewann 😊) und Fadi legten Grundsteine dafür. Giso an Brett 8 bedurfte diesmal einigen Fortuns, um gegen den sehr gut agierenden Guntram Ledfuß nicht unter die Räder zu kommen und letztendlich doch noch den vollen Punkt mitzunehmen. Dies sollte sich in der Punkteabrechnung als entscheidende Partie entpuppen, da Thomas und Carsten ihre Stellungen nicht halten konnten und auch Wolli sich am Gegner im wahrsten Sinne des Wortes die Zähne ausbiss (wenn auch mit leichtem Zeitversatz – möge er mir den Spaß auf seine Kosten verzeihen).

Wir ließen es uns im Anschluss nicht nehmen, den Sieg beim Italiener gedanklich aufzuarbeiten, wobei es allen Mannschaftsteilen zur Aufgabe gemacht wird, das Lars auch beim nächsten Restaurantbesuch unbedingt anwesend zu sein hat.    

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Wie jedes Jahr reisten Christian, Alv, Sadko und ich wieder ins schöne Erfurt um an einem alljährlichen Schachturnier teilzunehmen. Wie immer starteten wir erst zur 2.Runde, um am 26.12. noch einen Tag länger faulenzen zu können und nahmen damit den kampflosen halben Punkt mit.

Das Turnier wurde traditionsgemäß im Radisson Blue Hotel durchgeführt, welches den Erfordernissen von über 450 Teilnehmern gerecht wurde, welche sich auf das Meister-, Haupt-, Amateur- und Seniorenturnier verteilten. Wir nahmen alle am Hauptturiner teil.

In der zweiten Runde, welche unsere erste war, haben Alv und Sadko schwächere Gegner bekommen, welche sie gekonnt überspielt haben. Christian und ich wurden gegen stärkere Gegner gesetzt, wobei Christian dem Gegner unglücklich ein Feld überlassen hat und er die schlechte Stellung bekam, folglich war die Partie unrettbar verloren. Mein Gegner hingegen versuchte, durch das Eindringen mit einem Springer auf dem Feld e6 Vorteil zu erlangen.

Was haltet ihr vom Gedanken meines Gegners?

Am selben Nachmittag präsentierte uns Alv schon die erste seiner zahlreichen Miniaturen, auf welche es sich nicht näher einzugehen lohnt. Saddi hat durch seinen Sieg in der ersten Runde das Aufzugticket in die 17. Etage gelöst, wo die Meister spielen und begegnete dort einem Gegner, der ihn gleich wieder nach unten schob. Christian stellte seine Partie nach einem ärgerlichen Patzer weg. Meine Partie erforderte einige schwierige Entscheidungen, welche ich nicht alle korrekt treffen konnte, was später tödliche Konsequenzen nach sich zog.

Die nächste Runde brachte Alv einen unvorhergesehenen Fernsehauftritt: Die MDR-Kamera, welche Aufnahmen von dem Turnier machte, war praktisch unmittelbar neben, bzw. wie er meinte, auf seinem Brett aufgestellt. Es erfolgte ein sofortiger Bauerneinsteller, der durch eine Reihe von Fehlbeurteilungen seines Gegners zu einem Sieg umgewandelt wurde. Christian konnte aus einem Holländer eine komfortable Stellung erzeugen. Der Gegner sah sich zunehmend überfordert und Christian konnte durch ein genaues Abspiel einen Bauern und in der Folge die Partie gewinnen.

Leider kam es bei Sadko und mir zu einem Losunglück, denn wir wurden gegeneinander gesetzt. Zunächst wollten wir uns auf Remis einigen, doch dann überlegten wir uns, die ersten zehn Züge doch zu spielen und später Remis zu vereinbaren, was wir dann beide irgendwie verpassten und letztlich eines der Bretter waren, welches mit am längsten gespielt hat, sehr zum Leidwesen unserer Mitreisenden, welche bereits Hunger und Durst litten und fanden uns nach einem Figureneinsteller meinerseits im Mittelspiel nun in folgendem Endspiel wieder:

Sadko hatte in dieser Partie durch Bauernfressen seinen König etwas ins Abseits befördert, was seine Stellung auf -8 setzte. Leider gelang mir nicht das richtige Abspiel. Könnt ihr es finden?

In Runde Nummer fünf bekam Alv in der 17. Etage zwar einen geilen Ausblick, aber der Gegner den Punkt. Saddi und ich veranstalten Eröffnungsunfälle, wobei ich aber länger durchhielt, Christian übersah eine taktische Drohung, konnte aber durch eine ungenaue Behandlung durch den Gegner beim Verdichten des Vorteils Remis erreichen.

Wie jedes Jahr nahmen wir auch am Begleitprogramm teil (dieses Mal mit mäßigem Erfolg), dem Würfelblitzturnier, bei dem vor Beginn einer jeden Runde die Bedenkzeit ausgewürfelt wird.

Die sechste Runde brachte für Christian, Alv und mich ein Remis ein, während Saddi seinem etwa gleichstarken Gegner zunächst die Qualität abnahm und dann das Endspiel nicht adäquat umsetzte und verlor.

In der vorletzten Runde konnten alle bis auf Alv ihre Gegner überspielen. Christian sah sich einem gefährlichen Einschlag konfrontiert und musste in den tiefen dunklen Wald flüchten. Dort gelang es ihm den Gegner zu mehrmaligen Fehlgriffen zu verleiten. Mir gelang es in einem Endspiel mit einem Sack voll Bauern gegen einen Springer, den Gegner zu überzeugen. Sadko gelang es nach einer zähen und langwierigen Partie in ein gleichfarbiges Läuferendspiel mit besserem Läufer zu gelangen, was nach 47 Zügen zu folgender Stellung führte:

An dieser Stelle schlug der Gegner den Läufer auf g5. War dies zielführend?

Die finale Runde brachte Alv ein letztes Remis, während Christian die Remisabwicklung verpasste. Ich konnte einen entscheidenden Figureneinsteller meines Gegners nutzen. Nach etwa drei Stunden wurde das erste Brett des Amateurturniers aufgrund einer Lärmbeschwerde eines Spielers in die Mitte des Hauptturniers verlegt, ausgerechnet neben Sadkos Brett. Dort angekommen, veranstaltete ebendieser Spieler, der sich zuvor über den Lärm aufgeregt hatte, selbst Lärm, wahrscheinlich auch aufgrund der Ruine, die er verwaltete. Nachdem dieser Spieler bald seine Partie aufgegeben hatte und sichtlich ungehalten war, wurde die Bitte Sadkos, etwas die Lautstärke zu reduzieren, mit einem lauten „Halt die Fresse!“ beantwortet. Nette Leute spielen eben Schach…

Während Alv, Saddi und Christian unter ihren Möglichkeiten spielten, konnte ich 53 DWZ-Punkte gut machen, weshalb ich den Bericht schreiben durfte ☹.

Unser Aufenthalt führte in diverse Restaurants, zum Dom, einer netten Kaffeerösterei und Bernd dem Brot.

Nette Grüße, euer Niggo 😊

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Die 1. Mannschaft hatte diesmal Heimrecht und Grün-Weiß-Dresden war Gast auf der Helenenstrasse. Ein naßkalter Sonntag-Morgen lud geradezu zum Schachspielen ein und wir konnten den Gästen zur mentalen Stärkung einen warmen Kaffee und etwas Kuchen anbieten. Zu unserem Leidwesen war unser Brett 1 aus persönlichen Gründen abwesend, aber auch die Gäste mussten auf (und sogar auf mehrere) Stammspieler verzichten. Spielerisch und letztendlich auch sportlich lief es für uns diesmal recht rund und am Ende hieß es 6-2 Heimsieg! Hervorzuheben hierbei, dass es keine einzige Verlustpartie gab und auch Aufrücker Timon an acht eine sehenswerte Benoni-Partie im Angriff gewann, wenngleich er mit aufgeblasenen Wangen am Schluss seiner Anstrengung Ausdruck verlieh. Weitere volle Punkte steuerte der wieder sicher spielende Fadi, Wolfgang (geht doch! – aber wieder ohne Rochade 😊) und Giso bei. Letzterer mit Schwarz spielend war froh, Eröffnungstechnisch etwas mit 1. d4 , Sf6 2. Sc3 … anfangen zu können und das zeitliche Kontingent nicht gleich zu Beginn zu schröpfen. Doch selbst bei den restlichen Remisen war Spannung durchgängig vorhanden und an mindesten zwei Brettern, mit Beteiligung Lars und Thomas, war bei gegebenen Angriffspotential noch mehr als der halbe Zähler drin. Carsten musste eine Defensivstellung einnehmen, verteidigte sich aber gut und hielt das Remis sicher fest.  In Summe eine sichere Leistung unserer Mannschaft!

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Sadko, Alv und ich nutzten das verlängerte Wochenende, um uns mal wieder bei Heiko Berthold und Co. zur Döbelner Stadtmeisterschaft 2019 blicken zu lassen. Gespielt wurden sieben Runden Schweizer System vom 31.10. - 03.11. im Döbelner Bürgercafé. Ich will euch "kurz" erzählen, wie es uns ergangen ist. ... weiterlesen

Es war ein sehr interessanter und spannender Spieltag gegen die Gäste aus Wilkau-Haßlau, der jedoch - dito Runde 2 - wieder mit einer knappen Niederlage endete.

3 schnellen Niederlagen (Falk, Thomas und Dirk) konnten wir zunächst nur (m)einen Sieg entgegensetzen. Vincent's Sieg bedeutete dann schon den Anschlusstreffer und war nicht nur schön herausgespielt sondern auch eine gelungene Revanche für das Fiasko, was ihm gegen denselben Gegner ein Jahr vorher widerfahren war. Glück und Unglück kehrten sich um - sein Gegner hatte sich mit Weiß durchaus vernünftig aufgebaut, aber eine kleine Ungenauigkeit ließen die Dynamiken für Vincent arbeiten.

An den letzten 3 Brettern mussten also 2 Remisen und ein Sieg her ...

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Die Berichterstattung zur zweiten Runde geriet nach dem euphorischen Auftaktsieg und der nicht einkalkulierten Niederlage gegen Bautzen in pure Vergessenheit. Wir hatten Heimrecht zur zweiten Runde und wir spielten im RB-Forum, ortsgleich mit der RB-Arena. Die namensgleichen Fußballer hatten am Vortag ihr Heimspiel vergeigt. Irgendwie konnte der Schreiber dieser Zeilen die räumliche Nähe zum Ereignis nicht abschütteln und so beschlich mich derweilen eine unschöne Vorahnung. Wir starteten aber durchaus kampfgerecht und führten zur Mittagsstunde 3:1. Bei den noch vier laufenden Partien standen wir nach meiner Einschätzung mindestens bei zwei auf Gewinn. Es müßte also ganz schlecht im Sinne RB-Fußball laufen….. und es lief schlecht. Die Punkte und Partien schmolzen wie Schnee in der Sonne. Den unglücklichen Schlusspunkt hatte Thomas, der gegen K.Albrecht – welche die Partie lange am Laufen hielt – zum Schluss in Zeitnot geratend den Turm einstellte und damit das 4,5 zu 3,5 gegen uns besiegelte. Wir suchen Trost in Worten wie, „nach dem Spiel ist vor dem Spiel“ … Round 3 is coming…
Diesmal zur 3. Runde auswärts gegen Eiche Reichenbrand in der gemütlichen „Alten Mühle“ , wo man exzellent nach getaner Schacharbeit essen kann. Ein bisschen Kleingeld muss man im Restaurant allerdings dabeihaben. Unser bis dato vorzüglich agierendes Brett 1 sollte diesmal die Initiative recht schnell an den Gegner abgeben, der auch keine Veranlassung sah, diese wieder abzugeben. Frank zeigte Haltung bis zum Schluss und gönnte seinem Gegner ein ästhetisches Springer-Bauern- Matt. Grischan an zwei spielte Pirc herunter und konnte dem Abtausch von Weiß quasi nur mitgehen, wonach die Partie rasch in´s Remis überglitt. Pechvogel Thomas an Brett drei sollte abermals ein long-Game bestreiten und den Wettkampf diesmal nicht verlieren sondern retten. Sein Sieg setzte den Schlusspunkt am Tage und bewahrte uns das 4:4. Zu Wolli und Carstens Partie kann ich nur ausführen, dass beide zu keiner Zeit irgendwie „normal“ standen, wobei das bei Wolfgang eigentlich normal ist. Carstens Gegner schien sich auch im Mittelspiel bei gegebener Variante gut auszukennen und gewann ein Remis wirkende Position, obwohl zugegebener weise Weiß mit aktivem König am Drücker war. Einen wertvollen Punkt steuerte der stets sicher spielende A. Fadi bei, der mühelos wirkend zum Sieg kam! Lars an sieben spielend hatte die Trumpfkarten alsbald an sich gerissen und ein vielversprechender Kiebitzblick verhieß eine Gewinnstellung – was es objektiv wohl auch gewesen ist, wenn man das entsprechend stellungsgerechte Turmmanöver findet. Aber Lars hatte offensichtlich falsch in den Skat gedrückt und willigte alsbald unfreiwillig ins Remis ein. Giso an acht durfte die Stacheln des schwarzen Igelsystems ausprobieren. Ein verlockend aktiv wirkender weißer Bauernvorstoß im Zentrum (e4-e5) erwies sich jedoch als Bauernverlust, wonach Schwarz am Drücker war und die Position bis zum Gewinn durchbrachte. Am Ende ein Leistungsgerechtes 4:4 für beide Seiten.