Allgemein

Immerhin 6 Vereinsmitglieder (Alv, Niko, René, Sadko, Thomas und ich) und 2 Nachwuchssportler aus dem Familienkreis fanden sich am Samstag zum traditionellen Herbstbowling in den Markkleeberger Bowlingbahnen "Straßenbahn Nr. 80" ein.

Die diesmal etwas spärliche Teilnahme gestattete es immerhin, bequem 3 Durchgänge in den zur Verfügung stehenden 2 Stunden zu absolvieren. Es gab Kaffee, Bier, Radler, bisschen quasseln und deutlich mehr Bewegung als bspw. bei Schachpartien - was will man von einem Samstag-Nachmittag mehr erwarten?! 🙂

Aber nun zu den Ergebnissen und wie sich diese entwickelten:

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Wie immer in den letzten Jahren nahmen einige Spieler unseres Vereins an dem bewährten Chemnitzer Turm-Open teil. Zeit dafür fanden Sadko, Mike, Christian Dehner und ich.

In der ersten Rund müsste ich den Titel überdenken, denn es fanden eigentlich keine Überraschungen statt und wir verloren alle mit mehr oder weniger Gegenwehr. So hatte ich gegen GM Womacka 35 Züge lang in etwa Ausgleich, aber auch daraus erwuchs nichts Zählbares.

In der Zweiten Runde sah die Sache natürlich völlig anders aus und Christian sicherte sich ein Remis, während ich lange um meinen ganzen Punkt kämpfen musste. Mike und Sadko waren leider gegeneinander gesetzt, was zu einem Schnellremis führte. Außerdem sind vereinsinterne Paarungen bei Fide-Turnieren wohl unumgänglich.

In der dritten Runde erhielt ich eine starke Gegnerin, gegen welche ich nach durchwachsener Eröffnungsbehandlung in einem schlechten Endspiel landete (dazwischen passierte einfach nix).

Mikes Gegner wurde nach einem Missverständnis in der Eröffnungsbeahndlung mit der Figur weniger unter ständigen Drohungen komplett abgetragen.

Sadko konnte seinen talentierten jungen Gegner überzeugend besiegen, wobei eine kurze Remislücke aufblitzte, welche sein Gegner jedoch nicht wahrnahm.

Christian gelang eine interessante Partie in welcher er am rihtigen Zeitpunkt die Initiative ergriff:

In dieser Stellung kann Christian(Schwarz) mit verschiedenen Zügen fortsetzen. Welcher ist der Beste?

Die folgende Runde brachte Sadko eine Niederlage und mir einen glanzlosen Arbeitssieg, während Mike und Christian überzeugend Remis spielten.

An meinem stets seltsamen dritten Tag durfte ich zuerst gegen Christian spielen. Ich hatte so eine Vorahnung und zögerte das Remis in etwa eine Stunde hinaus. Auch Mike am Nachbarbrett verhinderte jedes Spiel seines Gegners. Sadko stand bald darauf recht fragwürdig und spielte alle Tricks aus aber nichts schien zu helfen. Das irritierende Turm-Opfer zum Patt nach ca. 60 Zügen jedoch zeigte Wirkung-nach 4,5 Stunden!

Alsbald danach stand die neue Runde an. Ich verfuhr mich knapp(falscher Damenzug) im Orang-Utan und musste anstelle der Gewinnvariante zügig ins Remis einwilligen. Christian brauchte für seinen Gegner für das selbe Ziel länger und für Mike reichte es in der 6. Runde nicht mehr. Wieder war Sadko bis zuletzt am Brett, was wohl seinem Gegner anzulasten war, welcher zunächst eine interessante Variante und dann eine Ruine konsequent zu Ende behandelte.

Mike sicherte sich in der letzten Runde ein Remis und Christian wurde überspielt. Sadko konnte seinem Gegner überzeugend seine Zentrumskontrolle vor Augen führen.
Ich hatte mich in der festen Überzeugung nun die Eröffnungswahl meines Gegners bestrafen zu müssen zu einem Opfer entschlossen und musst bald die Qualität hinterhergeben und lebte mehr schlecht als recht davon, dass die Aktivität einiger gegnerischen Figuren überschaubar war.
Ich suchte meine Rettung im Angriff und sammelt dabei einige Mehrbauern an.
Hier ergab sich nach Tg8 folgende Stellung. Ich hatte jedoch bereits etwas vorbereitet, wie man unschwer erkennen kann.

Hier die konkrete Stellung mit der Frage nach dem konkreten Plan.

Insgesamt war das Turnier sehr erfolgreich für alle Beteiligten, wobei Mike und Christian bei den Auswertungen klar im Vordergrund stehen.

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Nach längerer Pause stand uns beim Saisonauftakt am vergangenen Sonntag eine der schwierigsten Aufgaben dieser Saison bevor: TSG Taucha 1.

So begannen zunächst klassische seriöse Partien, außer bei Fadi und Sören, welche auf Bewegung und Kombination setzten.

Zuerst konnte Sören (nach etwa 2h) seine Partie durch einen überraschenden Schlag entscheiden. Auch Fadi konnte kurz darauf seine vorteilhafte Stellung gewinnen.

Währenddessen gefielen mir die Stellungen meiner Platznachbarn Sven und Dirk immer besser.  Micha konnte in etwa zu diesem Zeitpunkt eine komplizierte taktische Stellung für sich entscheiden, allerdings kann ich mich leider an keine Details erinnern, da ich zu diesem Zeitpunkt, nach etwa 25 Zügen stets mit 7-10 Minuten rumkrampfte.

Kurz darauf einigte sich Vincent nach trockenem korrekt behandelten Endspiel seines jungen talentierten Gegners auf Remis.

Somit ergab sich der Stand von 3.5-0.5, welcher als herausragend erschien.

Allerdings begannen zu diesem Zeitpunkt auch die Probleme.

Ich musste recht bald die Segel streichen, da ich in den letzten Zügen mit 45 Sekunden vor der Kontrolle eine zwar verzwickte Stellung kreierte, welche ich jedoch bei konsequenter Behandlung verlieren musste und das geschah auch nach der Kontrolle.

So hatte ich mehr Zeit zur Betrachtung, wobei Svens Partie mir zunächst das meiste Vertrauen einflößte, auch Dirk hatte einen erkennbaren, aber dünnen Vorteil. Sven lief in einen taktischen Konter seines Gegners, was leider zu einem weiteren Punkt für Taucha führte.

Zu diesem Zeitpunkt spielten noch Falk und Dirk um unseren noch fehlenden Punkt.

Falks Ziel bestand leider nur darin, weitere Chancen in einem unüberblickbaren aber nachteiligen Endspiel zu suchen. Er mühte sich bis etwa 13.30 Uhr, allerdings konnte sein Gegner Prof.Prüfer Stück für Stück alle Problem auflösen.

Dirk war der letzte der noch spielte und musst in einem sehr technisch angelegtem Endspiel (zunächst Läuferpaar, Turm mit Mehrbauer, später gleichfarbige Läufer mit 3 Bauern gegen 2 Bauer) alle Register ziehen, damit am Ende der Nachweis des eindeutigen aber dünnen Vorteils gelang.

Damit waren jedoch 4.5 Punkte erreicht, was zu einem beachtlichen Sieg gegen einen Favoriten dieser Liga führt. Mit diesem Start, können wir zuversichtlich auf den weiteren Saisonverlauf blicken. Allerdings müssen wir auch bis zum 11.11. warten um wieder spielen zu dürfen.

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Seit heute haben wir - neben der Komfortabilität und Modernität unserer Spielstätte - eine weitere Gemeinsamkeit mit dem FC Bayern München: Nach dem erwarteten, souveränen Sieg in der Meisterschaft (OK, OK... ;-)) blieb uns im Pokalfinale nur der undankbare zweite Platz.

In unserem Falle war die Wiederholung der überraschend guten Platzierung des Vorjahres jedoch eindeutig eine Erfolgsgeschichte. Diese wurde begünstigt durch eine vernünftige Streuung unserer Einzelerfolge über die Schar unserer potenziellen Konkurrenten.
So starteten wir in die Vorrunde mit einem knappen, aber verdienten Erfolg gegen die künftigen Ligakollegen aus Hoyerswerda, die dann wie erhofft mit uns in die Finalrunde einzogen und uns dort ein nettes Startpolster bescherten. Da konnten wir dann (nach einem Sieg gegen eine von gefühlt einem halben Dutzend SGL-Mannschaften) im letzten Kampf der Vorrunde großzügig die Mannschaftspunkte an die - auch nicht so schlechten - Zwickauer abgeben.
Nach einem knappen, aber verdienten Sieg zum Auftakt der Finalrunde gegen Nickelhütte Aue standen wir schon als Zweitplatzierte fest, da im Parallelkampf Grün-Weiß Dresden die Hoyerswerdaer geschlagen hatte. Damit gab es in der letzten Runde ein echtes Finale gegen Grün-Weiß, in dem diesen aufgrund der besseren Brettpunktausbeute bereits ein 2:2 gereicht hätte. Dazu kam es allerdings nicht - die Grün-Weißen kamen zu einem insgesamt recht ungefährdeten 3:1-Sieg und waren der verdiente Pokalsieger. Herzlichen Glückwunsch in die Landeshauptstadt! Anders als im Vorjahr, als wir denkbar knapp und unglücklich am Pokalsieg scheiterten, gibt es dieses Jahr keinen Grund zum Hadern.

Unsere Mannschaft (Frank, Thomas, Wolli, Carsten, Lars) bestach vor allem durch Homogenität. Eine virtuelle Verbeugung will ich dennoch vor Thomas machen, der Opfer der Farbauslosung (und der Pausengestaltung meiner Wenigkeit) wurde und der mit seinem Sieg gegen IM Hannes Langrock in seiner einzigen (!) Weißpartie eine entscheidende Weiche in Richtung Vizepokalsieg und der damit verbundenen Qualifikation für den DFB-Pokal (O-Ton Jürgen Rudolph - wir werden ihn darauf festnageln, wenn wir mit dem Stadionbau fertig sind...) stellte.

3 Kommentare

mit Ausrufezeichen sollte man in der Regel sparsam umgehen. In diesem Falle ist es aber mal gerechtfertigt und es ist besonders toll, es einfach mal allen zuzurufen.

Wir sind Sachsenmeister 2017/18.   *Trommelwirbel*

 

 

 

 

 

 

Sachsenliga

Pl. Mannschaft Sp. MP BP
1 VfB Schach I 9 12 40½
2 SV Dresden-Leuben 9 12 39
3 Wilkau-Haßlau 9 12 38
4 Eiche Reichenbrand 9 10 41
5 USV TU Dresden III 9 10 35
6 USG Chemnitz 9 9 37
7 SG Leipzig IV 9 9 36½
8 SV Ebersbach 9 7 35½
9 SG Leipzig III 9 6 29½
10 Lok Engelsdorf 9 3 28

Am letzten Spieltag empfingen wir die als Aufsteiger feststehenden Plauener und konnten den Spieltag mit 3:5 angemessen gestalten. Für Michael spielte Haasi an Brett 8 Ersatz; Sören fiel so kurzfristig aus, dass wir keinen Ersatz mehr organisieren konnten.

Sandra und Falk legten es mit Weiß ruhig an und konnten relativ schnelle Remisen verbuchen. Haasi spielte ambitioniert am Königsflügel - sein Gegner war dafür am Damenflügel wenigstens genauso schnell. Viel Dynamik hier also und meiner Meinung nach mit Chancen für beide Seiten aber auf einmal war eine von Haasis Figuren weg.

Fadi stand eher untypisch ruhig und etwas passiv, Thomas zog seinem Spielstil entsprechend die Daumenschrauben langsam aber sicher fester, verbrauchte dafür aber viel Zeit. Alv musste schon in der Eröffnung gegen die nicht ganz ungewöhnliche aber etwas spezielle Eröffnungswahl des Gegners viel erfinden. Das gelang nur suboptimal und die Sache ging mittelschnell und sicher den Bach runter.

Ich hatte nicht so viel Zeit und Nerven für die anderen Bretter, da ich mit Schwarz nach ganz okayer initialer Eröffnung ein paar Züge lang höchstens den zweitbesten Zug fand und sich mein Gegner schließlich diese schöne Angriffsstellung erarbeitet hatte:

Gerade hatte ich mich mit 24. ... Te8-e6 für die Hergabe der Qualität und immerhin ein vom-Brett-kommen des äußerst nervigen weißfeldrigen Läufers entschlossen. Das coole 24. ... Ta7 hätte den Laden auch ohne Qualitätsverlust erstmal zusammengehalten - aber immer noch mit allem Spaß nur für eine Seite.

Dann gleich 25. Lxe6 - aber das ebenfalls coole und wirklich schöne 25. Lxc5 heimst neben der Qualität noch einen Bauern ein und ich hätte wohl (zu) viel Phantasie gebraucht, diese Stellung noch irgendwie am Leben zu halten.

So "nur" die Qualität und etwas gelockerte Bauern am weißen Damenflügel, die ich zu einem Bauerngewinn nebst Damenabtausch nutzen konnte. Im endstehenden Endspiel hatte ich dann sicher noch etwas Glück, dass ich alle Einbruchsideen blockieren konnte - Remis.

Fadi hatte inzwischen gewonnen - laut Falk "alles abgetauscht bis auf die Damen und dann stand Fadis Dame so dominant, dass es auf einmal gewonnen war". Glückwunsch an Fadi als Topscorer unserer Mannschaft. 5 Siege aus 8 Partien muss man an dem Brett erstmal schaffen!

Thomas hatte sich auf Remis geeinigt - gute Stellung aber zu wenig Zeit.

Im Fazit war das sicher eine gute Saison von uns - Vorletzter beim DWZ-Schnitt aber 9:9 Punkte. Dazu passt auch, dass 5 Stammspieler genau 50% erreichten. Wir freuen uns auf die nächste Saison in der Landesklasse!

Herzlichen Glückwunsch an Mikhail Simantsev (Ukraine) zum Gewinn unseres Jubiläumsopens. Mit 7,5 aus 9 Punkten verwies er Landsmann Dmitry Mischuk (gleiche Punktzahl) knapp auf den 2. Platz. Beide gewannen die Mehrzahl der Partien in denen sie favorisiert waren und konnten sich in der letzten Runde schnelle Remisen erlauben.

Mit einem ganzen Punkt Abstand auf die beiden kam Jasper Heinke als DIE Überraschung des Turniers auf den 3. Platz. Jasper spielte exakt 400 Punkte über seiner ELO-Erwartung und eine solche Performance hat es - insbesondere an den ersten Brettern - während unserer gesamten Open-Historie womöglich noch nicht gegeben.

Auf Platz 4 folgte mit Steffen Weitzer dann der beste Spieler aus einem Leipziger Verein. Vorjahressieger Mikail Ivanov kam diesmal nur auf Platz 5 ein - 5 Remisen waren ein (P)paar zu viel.

Von unserem Verein schaffte Wolli mit 5 Punkten und Platz 23 das beste Ergebnis. Alv mit ebenfalls 5 Punkten und Platz 33 spielte ein super Turnier und konnte 50 DWZ-Punkte zulegen. Sadko holte 4 Punkte und Platz 59.

Wir hoffen, es hat allen Teilnehmern viel Spaß gemacht und freuen uns auf das nächste Jahr und das nächste Open!

Leider etwas spät möchte ich von einem großen Ausflug unserer Vielspieler berichten.

Erfurt bot wie immer ein großartiges Turnierambiente mit wunderbarem Rahmenprogramm, gutem Essen und angenehmer Unterkunft.

Außerdem ermöglichte die gewohnte Sonderregelung es uns erst am 27.12. mit einem halben Punkt zusätzlich zu beginnen.

In der ersten Runde (eigentlich die zweite Runde) konnten wirklich alle unsere Spieler ihre Partien gewinnen:

Hierbei ging Christian besonders geschickt vor indem er an folgender Stelle das gegnerische Spiel komplett auf der d-Linie komplett neutralisierte:

Auch Niko konnte einen Sieg beisteuern, welcher leider nicht rekonstruierbar ist. Allerdings konnte er am Ende in einem ausgeglichenen Endspiel durch bessere Behandlung doch Matt setzen.

In Runde 3 verloren Christian und Niko, während Sadko und Timon sich mit Remis begnügen musste. Ich jedoch konnte meine Serie in folgender Situation fortsetzen:

Nach meinenm Verlust in Runde 4, spielte ich ab Runde 5 immer Remis und hatte stets interessante Stellungen, aber selber keine Ambitionen mehr. Ich erzielte 4,5 Punkte.

Timon konnte in mehreren Stellungen nahe und immer näher an einen Sieg herankommen, allerdings folgten bis Runde 6 nur noch 2 Remis. Dann allerdings konnte Timon in einem höchst komplizierten Endspiel technisch überzeugen:

Dannach komplettierte er das Turnier mit 2 Remis und erreichte 4,5 Punkte.

Auch Sadko kämpfte stets seine Partien aus, was aber erst in Runde 6 wieder zu mehr als Remis führte. In der 7. Runde konnte er durch einen wunderschönen Trick ein Endspiel für sich entscheiden.

Sadko erreichte insgeamt 4,5 Punkte.

Christian spielte ein emotional aufwühlendes und stressiges Turnier, wobei des öfteren entschieden geglaubte Partien einen anderen Ausgang nahmen. Wobei dazu gehört, dass diese Partien durch sein postionelles Verständnis setts in seine Richtung zeigten. Dennoch konnte er mit insgesamt 3,5 Punkten einen gewaltigen ELO-Schub einfahren.

Niko konnte in seinen Partien stets seine taktischen Stärken auspielen, obwohl das Ergebnis mit 3 Punkten etwas im Amateurturnier höher ausfallen hätte können.

Insgesamt haben einige von uns ein etwas durchwachsenes Turnier gespielt, allerdings, bleiben in allen Fällen konkrete Lehren aus den Partien, so muss:

...Christian seine Partien ruhiger und unaufgeregter behandeln

...Niko erkennen woran auf Grund der Eigenschaften der Struktur gerechnet werden soll

...kleiner Vorteile weiter verwerten lernen (wollen)

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Vom 17.11.-19.11.2017 wurde in Magdeburg eines von vielen Qualifikationsturnieren der Deutschen Schachamateurmeisterschaft (DSAM) gespielt. Mit am Start: Alv, Sadko und ich auf der Mission, sich für das Finale in Leipzig Ende Mai 2018 in der C-Gruppe zu qualifizieren. Ich will euch kurz erzählen, wie das fünfrundige Turnier gelaufen ist.

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