Nachdem unsere Erste bereits vor einigen Wochen das Saisonziel Klassenerhalt festmachen konnte, richtet sich der Blick nun nach oben. Mit einem 2,5-5,5 Auswärtserfolg bei der dritten Mannschaft von der SG Leipzig behalten wir unseren drei MP-Vorsprung bei noch zwei verbleibenden Spielen im Kampf um die Meisterschaft.
Der siebte Spieltag der Sachsenligasaison hätte für uns nicht besser laufen können. Niederlagenfrei krönten wir uns zum "Derbysieger". Der Spieltag startete mit einem Remis von unserem Mannschaftsleiter Thomas gefolgt von einem weiteren Sieg von Flosch. Besonders einfach war dabei die Analyse der Endstellung, denn es stand mal ein schönes Schachmatt auf dem Brett. Es folgten weitere Remis von Lars und Grischan. Zwischendrin bekam Wolfgang ein Remisgebot, welches er ablehnte und es dauerte auch nur wenige Züge, bis Wolfgangs Gegner keine Lust mehr hatte. (Es könnte auch sein, dass die Aufgabe sogar im gleichen Zug des Remisgebots erfolgte. Nachfrage bitte bei Wolfgang.) Somit stand es nach ca. zwei Stunden bereits 2-4 für uns, als auch Anton wenige Minuten später einen weiteren halben Punkt für uns eintütete.
Meine Partie gestaltete sich relativ unspektakulär, auch wenn mein Gegner mich zwischendrin doch stärker unter Druck setzte als mir lieb war. Zu meinem Glück verpasste er den Sieg im zeitigen Endspiel und ich konnte mich zwei Züge später mit einem netten Trick aus der Affäre ziehen:
Mein Läufer hat ein paar Platzprobleme und hat temporär auf e2 Platz genommen und den Turm auf d1 angegriffen, der darauf zum Gegenangriff auf d2 ansetzte. Man könnte den Läufer nun auf den Königsflügel zurückziehen und Weiß steht minimal besser. Oder man findet etwas besseres. Jetzt seid ihr dran. 😉
Die Auflösung gibt es wie immer am Ende des Berichts. Zwei Züge später nahm mein Gegner mein Remisgebot dann an, was gleichzeitig unseren Mannschaftssieg besiegelte.
Die wohl spektakulärste Partie des Tages spielte Carsten, der den "Fried Liver" seines Gegners eiskalt mit dem Traxler-Gegenangriff beantwortete. Der Gegner verbrauchte daraufhin viel Zeit in der Eröffnung und im Mittelspiel und es wurde hochtaktisch. Ich habe das Ende leider nicht gesehen, aber laut Thomas konnte Carsten wohl einen sehenswerten Sieg einfahren.
Damit steht am Ende ein unterm Strich ungefährdeter Auswärtssieg zu Buche. Im Parallelspiel konnte Zwickau gegen Hoyerswerda das Verfolgerduell für sich gewinnen, sodass nur noch Zwickau uns die Meisterschaft streitig machen kann. Mit einem Sieg gegen Grün-Weiß Dresden 2 in drei Wochen könnten wir den Aufstieg bereits vorzeitig fest machen.
Auflösung: Der Raum staunte nicht schlecht, als ich plötzlich 22...Tfd8! aufs Brett stellte. Die Idee ist 23.Txe2?? Tb1+!! 24. Lxb1 Td1+ nebst Matt. Gleichzeitig nimmt er den Druck aus der Stellung raus. Einige meinten noch, dass meine Idee an 23. Tb7 scheitert, aber in diesem Fall kann ich meinen Läufer mit 23...Lc4 komfortabel platzieren.


Sven
Also wenn Du sagst "hier geht was" brauche ich 5s für Tfd8 🙂 Aber wie so oft ist das "hier geht was" wohl das Schwierigste ...
Ansonsten Glückwunsch zum Sieg und Eure Vorfreude auf Doppelpunktspiele am Wochenende ist sicher kaum noch zu bremsen 😀