DVM U14 ohne VfB-Jubel

An Platz 2 gesetzt, auf Platz 11 eingekommen. Andersrum wäre der Bericht angenehmer zu schreiben.

War die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft deshalb eine Enttäuschung für uns? Eigentlich nicht. Zumindest war die Stimmung im Team immer gut. Fabio, Florian und Luca hatten schon die Deutsche Einzelmeisterschaft in Willingen gespielt. Nette Lage im Hochsauerland, tolles 4-Sterne-Hotel mit riesiger Turnierhalle. Eine Deutsche Meisterschaft ist sowieso immer eine wertvolle Erfahrung und die Teilnahme ein Erfolg.

Nur hatten wir bereits vor der Verschiebung der Meisterschaft Ende 2021 das Ziel Medaille ausgegeben. Bei unserer Ankunft rutschten wir in der Setzliste von 3 auf 2 hoch und waren zuversichtlich.

Runde 1 ein okayer Pflichtsieg. Aber dann schlagen wir uns in Runde 2 direkt selbst mit relativ simplen Fehlern an 3 Brettern.  Wiedergutmachung in Runde 3. Und dann kam das Duell mit Doppelbauer Kiel. Die waren an 1 gesetzt und wurden letztlich auch Meister. Ein tolles Match eigentlich, in dem ich auch mal 2,5 Punkte für uns sah, die es aber am Ende nicht wurden.

Nur 3 Siege in den folgenden 3 Spielen würden uns noch zu Bronze verhelfen. Unsere tatsächliche Bilanz: 2:2, 2:2, 1,5:2,5

Es fehlten uns quasi 2 Brettpunkte in der optimalen Verteilung. Das Ziel, eine Medaille zu holen, war also nicht unbedingt unrealistisch. Denn Runde 2 hätte ja auch besser laufen sollen.

Endstand

Eine ausführliche Einzelkritik mache ich nicht. Trotz Phrasenschwein-Gefahr gilt: Man gewinnt und verliert immer als Team. Also nur kurz:

Team-Statistik

Am zufriedensten dürfte Florian sein. Er agierte auf Augenhöhe mit seinen Gegnern, punktete okay. Ein Patzer (Runde 2) passiert eben mal. Aber er wackelte auch in 2 Eröffnungen, hat dort also Hausaufgaben mit Eröffnungstheorie. Und ein paar Mal verwertete er seinen Vorteil nicht, so dass 1..2 halbe Punkte zum Glück fehlten.

Max hätte ungeschlagen durch das Turnier kommen können. Auch er muss mal ins Eröffnungsbuch schauen, um gegen aggressiv-unorthodoxe Gegner weniger Angriffsfläche zu bieten (Runden 5+7). Ärgerlich Runde 4, als er eine Siegstellung mit Kf1 statt Kh1 ruiniert. Denn der Gegner hatte noch 3 Schwerfiguren und konnte die f-Linie direkt öffnen. Schuld war Max' Zeitnot, was seine Hauptbaustelle ist.

Luca hätte bestimmt gern sogar 2 ganze Punkte mehr geholt. Positiv: er füllte die neue Rolle am Spitzenbrett mit ansehnlichem Schach prima aus. Taktik, Kampfgeist und deutlich verbessertes Positionsgefühl. Aber auch Luca muss Eröffnungen nachjustieren, da er mehrfach nicht aus optimaler Stellung ins Gefecht zug, ziehen musste bzw. glaubte ziehen zu müssen.

Fabio meinte, er hätte viel gelernt. Gut. Mit 2 neuen Schwarz-Eröffnungen hatte er es sich auch nicht ganz einfach gemacht. Muss er eben noch weiter studieren und erproben. Trotzdem kam Fabio sehr oft noch gut ins Spiel, hätte einige Remis-Partien auch gewinnen können.

Fazit: neue VfB-Trikots ganz gut im Einsatz, bis sie halt durchgeschwitzt waren. Eine Nachwuchs-1800-DWZ ist offenbar härter als eine Erwachsenen-1800-DWZ. Alle 4 verlieren leider etwas DWZ.

Wenn alles gut geht mit der Relegation könnten wir Ende des Jahres die nächste DVM spielen - in der U16 in Darmstadt.

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