Olympische Gedanken beim DSAM-Finale

Ein ehemaliger Weltmeister, ich meine es war Fischer, sagte einmal:
"Um ein richtig guter Spieler zu werden, muss man sehr viele Partien verlieren." (oder so ähnlich) Dieses Zitat machte ich mir beim Finalturnier der deutschen Schachamateurmeisterschaft zum Motto! (Naja, zumindest den zweiten Teilsatz)

 

Es war für mich schon eine große Freude, überhaupt beim deutschen Schachgipfel 2022 dabei gewesen sein zu dürfen, nachdem ich mich ursprünglich gar nicht qualifiziert hatte. Umso schöner, dass ich nachgerückt bin.
"Nebenbei" wurden auch noch die deutsche Seniorenmeisterschaft sowie die deutsche Einzelmeisterschaft (Open und Frauen) und das German Masters der Herren gespielt. Schachspieler, Schachbretter, Schachbücher und vieles mehr wohin man im Magdeburger Maritim-Hotel auch schaute. Das war schon beeindruckend.

Beeindruckend war auch meine Turnierleistung, nur leider im negativen Sinne. Ich dachte schon, dass mein 1 aus 5 in Wolfenbüttel vor einem Jahr ein schlimmer Tiefpunkt meiner "Karriere" war (Bericht: https://www.vfb-schach-leipzig.de/2021/wie-gewonnen-so-zerronnen-wolfenbuettel-2021/).
Nun ja, in Magdeburg konnte ich dieses Ergebnis mit 0 aus 5 nochmal übertreffen. Die Fehlerpalette reichte dabei von einer zu zeitigen Aufgabe im ersten Spiel über zwei katastrophalen Eröffnungsbehandlungen in den Spielen 2 und 3 bis hin zu mal wieder unterschätzten Matt-Ideen in Spiel 4 und einem elementaren Figureneinsteller im letzten Spiel.

Dieses Diagramm beschreibt die Situation aus Spiel 1. Nur noch auf meinem Inkrement spielend sah ich keine Lösung mehr gegen Sd6+ nebst e7 und Umwandlung, dabei ist Te2 so simpel ... 
Laut Endspieldatenbank ist die Stellung forciert nach 43 Zügen für Weiß gewonnen, aber das hätte ich mir noch zeigen lassen.

Im nächsten Diagramm springe ich gleich mal bis zu Partie 5 und ich lasse euch mal knobeln, wie man es in dieser Stellung (bis dato fehlerfrei von mir gespielt (zumindest laut Engine)) schafft, eine Figur einzustellen. 

Turnierfazit: Absolut geniale Atmosphäre, auch am Samstag Abend beim Gala-Dinner. Und meine Leistung? Absolut indiskutabel. Mund abputzen und weiter geht's!

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