Derbe Klatsche in Wilkau-Haßlau

Leider scheint der Zweiten zum Ende der Saison hin etwas die Puste auszugehen ... oder das Pech gesellt sich - im Sinne des "saisonübergreifenden Ausgleichs" - zum Glück hinzu, welches wir in den ersten 5 Runden sicher auch immer mal hatten.

Vincents und meine Partie können direkt als Miniaturen abgehakt werden. Vincents Gegner startete nach so 10 Zügen eine Initiative, die nach weiteren 5 Zügen ungefähr die Vehemenz der Sonntagsstürme erreicht hatte. Damenverlust, Aus, Ende.

Ich spielte eine ziemlich scharfe und seltene Erwiderung gegen Sizi - durchaus theoriegestützt und mit großmeisterlicher Segnung. Die bisherigen Blitzergebnisse waren zwar nicht so vielversprechend, aber die Stellungen sind scharf. Mein Gegner spielte die naheliegenden Züge und nachdem es fast die ganze Partie mMn halbwegs ein Spiel auf 3 Ergebnisse war, kippte die Stellung innerhalb von 2 Zügen komplett in den Keller. Die Maschine sagt, dass die ganze Variante von Anfang an ziemlicher Mist ist. Da war das Buch des GMs wohl aus einer Zeit vor Fritz & Co und ich sollte mich nach einer funktionierenden Alternative umschauen.

Auch Sören musste nach 2 Stunden die Hand herüberreichen - eine nicht ganz einfache, aber komplexe Stellung endete mit einer Minusqualität und zwei Minusbauern. Auf fussballerisch hatte unser Torwart also in der 15. Minute eine Notbremse im Strafraum mit folgender roter Karte begangen, der Elfer wurde verwandeltet und nach weiteren 3 Minuten schießt der Gegner das 2:0.

Der dann übliche Plan "Schadensbegrenzung" gelang mit 3 Remisen aus den restlichen 5 Spielen bedingt. Dirk und René spielten (immerhin!) einfach nur solides, ergo gutes Schach und bekamen mit Schwarz nach 3-4h das Remis.

Alv stand nach riskanter Eröffnung des Gegners gut und mit Mehrbauern. Eine kleine Ungenauigkeit wurde dann aber vom Gegner zum Dauerschach genutzt.

Thomas sah sich mit Schwarz einem thematischen Bauernopfer mit dauerhaft aktivem Spiel für Weiß gegenüber. Das spielte der Gegner dann auch schön bis in die 4. Stunde oder so. Das Endergebnis war ... na klar.

Fadi konnte um die Zeitkontrolle herum nach so lala-er Eröffnung die Initiative und einige Bauern an sich reißen. Für noch 2 Bauern mehr gab er eine Figur, was bei der einen Abwicklung zu einem einfachen, bei der anderen zu einem schwierigerem Sieg oder doch mindestens Remis geführt hätte. Es wurde zunächst die andere Abwicklung und dann - sicher unnötig, es war die letzte Partie und der Mannschaftskampf verloren - sogar noch ein Harakiri mit 2 geopferten Bauern und der finalen Niederlage.

Nun ja. Manchmal läuft es eben so. Das Positive ist, dass der Klassenerhalt und damit das Saisonziel nach wie vor fast sicher sein sollten. Schauen wir also mal, was die letzten beiden Spieltage noch bringen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.