Punktspiele

1 Kommentar

Zu viel des Guten kann man ja bekanntlich nie genug haben. Und so war Fortuna am zurückliegenden WE bei allen VfB-Mannschaften zu gegen. Die Erste holte ein 4:4, die Zweite gewann gleichfalls und macht den Aufstieg perfekt und auch die dritte Mannschaft trommelte sich zum Sieg. Das Glück hatte unsere 1. Mannschaft bis dahin nicht immer; die 30,5 Brettpunkte verteilten sich suboptimal über die 8 Spieltage, womit letztendlich nur 5 Punkte auf dem Konto standen. Am 9. Spieltag reiste der mit Abstand führende der Tabelle aus Plauen an. Ob die Königlichen schon Sekt im Auto für die Aufstiegsfeier dabei hatten ist nicht überliefert, aber zumindest im mathematischen Sinne musste der Korken nach dem Schlusspfiff drin bleiben (wobei der Aufstieg Plauens ausgemachte Sache scheint und das Gegenteil einem zweiten Titanicuntergang gleich käme). Der Kampf an den Brettern verlief recht bunt. Thomas an 1 kämpfte mit Schwarz gegen GM Markowski. Gekämpft, not amused und 1-0 (allerdings nach verpasster Gegenspielchance wegen ungenauem Markowschen g5). Brett 2-4 jeweils mit Remis und soliden Leistungen, insbesondere ob der starken Gegnerschaft. Markus an 5 konnte seinem dunklen Saisonschicksal noch keine Wendung geben. Hoffen wir, dass die Professur alsbald von Erfolg gekrönt ist, Entspannung eintritt und unsere sonst so sichere Bank wieder an Bord ist. Wir brauchen einen besseren MARKUS(!) im Kampf gegen den Abstieg. Wolli spielte an 6 schnell ein ermüdungsfreies Remis. Giso konnte an Brett 7 mit Schwarz spielend ein Qualitätsopfer in der F-Linie anbringen, was die Chancen ausglich und ein hohes Maß an Ungleichgewicht in die Stellung zauberte. Das Hauen und Stechen war damit eröffnet und der VFB´ler hatte am Ende die Nase vorn. Der als Ersatz für den erkrankten Jörg eingesprungene Sven war dieses Jahr schon das zweite Mal dabei und schon beim ersten Einsatz und einem Remis erfolgreich. Diesmal sollte er mit Weiß agierend gar gegen Christof Beyer gewinnen. Letzterer hatte die Eröffnung besser behandelt und musste im Mittelspiel nicht die richtige Fortsetzung erspäht haben. Auf der Zielgeraden war Sven dann nicht mehr aus der Spur zu bringen. Fazit: 2 Siege, 2 Niederlagen, Rest remis. Und das Besondere? Wir leben noch - dank Hilfe aus der zweiten Mannschaft! Merci!

Die Vorzeichen standen denkbar schlecht. Da auf Grund verschiedener Krankmeldungen die Bretter 1-4 in der Zweiten aushelfen mussten, sah es so aus, als ob die Dritte den entscheidenden Kampf um den Klassenerhalt in die letzte Runde verschieben musste. Doch dann sollte es am Ende des Tages alles ganz anders aussehen.

Rene, Haasi, Alv und Andreas fanden sich also pünktlich 8:45 Uhr bei Makabi als Ersatz für Sarah, Wolfgang, David und Sven ein, um gemeinsam Bezirksliga-Luft zu schnuppern und wurden bis kurz nach 9 auch vom Rest der 2. vervollständigt. Ziel sollte ein 4:4 sein, um rechnerisch die Zweite unter normalen Umständen wieder in die 2. Landesklasse zu befördern.

Der deultichen Ersatzschwächung stand zum Glück ein Plus für Falk am ersten Brett entgegen, was dennoch für ein abwechslungsreiches Punktspiel sorgte. Haasi nutze dann auch als erster die Chance, sich nach eigentlich aussichtsreichem Spiel matt setzen zu lassen. Daraufhin brachte uns Alv nach schönem Spiel mit entscheidendem Mehrbauern wieder in Führung.

Allerdings stand es zu dem Zeitpunkt eher durchwachsen. Andreas hatte einen Bauern weniger, Stephan erwischte eine Eröffnungsvariante mit Läufer gegen Dame ohne ersichtlichem Gegenspiel und bei den restlichen Brettern war nicht viel los, was auch die Gegner mit diversen Remisangeboten erkannten, die wir naturgemäß allesamt ablehnen mussten.

Gegen 13 Uhr zeichnete sich dann die Wende ab, weil Andreas die entscheidende Partie des Tages drehen konnte, die er kurz nach der Zeitkontrolle mit Bauerndurchmarsch gewann und so Alv und Micha, trotz der Null an Brett 4 die Remis-Option ermöglichte.

Beim Stand von 4:3 lag es dann an Vincent, mit 3 Bauern gegen Springer den Tagessieg perfekt zu machen. Der 81 jährige Gegner erwies sich dabei als erstaunlich zäh, so dass am Ende mit dem 3. Remis des Tages und einem 4.5:3.5 die Aufstiegssektkorken knallen konnten.

Doch damit nicht genug. Die Rumpfmannschaft der Dritten bezwang mit Unterstützung der spielfreien Vierten den direkten Tabellennachbar und sicherte sich völlig unerwartet vorzeitig den Nichtabstieg und auch Sven konnte in der Oberliga die entscheidende Partie zum 4:4 gegen den bisher ohne Punktverlust aufspielenden Tabellenersten gewinnen.

Für Details sei auf die anderen Punktspielberichte verwiesen. In jedem Fall scheint das Glück doch mit den Tapferen zu sein und irgendwie kam im Laufe des frühen Nachmittages beim VfB eine Menge Freude auf.

Die Doppelrunde in Magdeburg sollte wieder mit der berüchtigten Zugfahrt am Samstag beginnen, die uns allzeit zu guten Leistungen beflügelt hat. So ging es in Runde 6 gegen die Tabellennachbarn „Rochade Magdeburg“, wo wir unbedingt gewinnen wollten. Leider war der Glücksnimbus diesmal bei den Gastgebern und das Endresultat mit 3,5:4,5 nicht nach unserem Geschmack.  Nach rund zwei Stunden Spielzeit war die allgemeine Gemengelage an den Brettern durchaus zufriedenstellend.  Das Schicksal des Wettkampfes sollte erneut wie in Runde 5 an Brett 1 entschieden werden, wo Thomas gegen das Trumpfass von Rochade, Mike Stolz, anzutreten hatte.  Die Partie beinhaltete nicht nur viele Züge, sondern auch einen hohen Spannungsbogen. In fortgeschrittenem Partiestadium gelang es Mike aber,  in – soweit Analysen dies zulassen – leicht schlechterer Position geschickt einen h-Freibauern zu bilden. Dieser Trumpf stiftete genug Verwirrung und es gelang, die Speerspitze bis zur Grundreihe durchzurammen, somit  0-1 und aus.  Grischan an Brett 4 setzte letzte Ressourcen ein und machte Gewinnversuche, was die Stellung aber nicht hergab. Der Stellungsgewinn war womöglich früher drin gewesen.   Es folgte anschließend ein ganz hervorragendes Abendessen (21.45 Uhr) beim Prager und Aufbauarbeit für Sonntag bei nächtlichem Kartenspiel. 

Am Sonntag morgen ginge es dann gegen „Aufbau Elbe“ und Sven hatte an Brett 8 diesmal Gelegenheit, uns tatkräftig zu unterstützen – was er mit einem Remis auch mit Bravur tat. Während das Oberhaus diesmal gut gegen hielt, kamen diesmal endlich mehr Punkte vom Unterhaus, sodass gegen den 3-platzierten der Tabelle endlich die erhofften 2 Mannschaftspunkte des Wochenendes erzielt wurden. Ergebnis 5,5:2,5!    Das Ergebnis sieht allerdings klarer aus, als es die Brettlage hergab. Gerade unser Brett 3 hatte mit Schwarz ordentlich Druck auszuhalten, wobei der Gegner in -aus meiner Sicht- besserer Stellung genau im 40. Zug die Zeit überschritt. 

Was bleibt zu sagen?  Mit Einnahme der Vogelperspektive und Rundblick vom  9. Tabellenplatz ist der Abstiegskampf greifbar; aber eben noch alles in eigener Hand. Was wir brauchen ist Einsatz, Konzentration, mehr Schach als Gambling und weiterhin das richtige Maß an Fortune.  Dann klappt es auch mit dem Klassenerhalt!

Zwei Wochen nach der deutlichen Niederlage gegen WB Allianz wollten wir es am vergangenen Sonntag gegen den SC Lindenau auf jeden Fall besser machen und mindestens einen Mannschaftspunkt sichern, um weiter im Aufstiegsrennen dabei zu sein.

Es begann verheißungsvoll, denn die Gäste mussten ihr 7. Brett freilassen, wodurch wir mit 1:0 starten konnten und David einen schachspielfreien Sonntag hatte. Nach zwei Remisen durch Sven und Sandra sowie Stephans Sieg waren wir schon sehr nah dran am Mannschaftssieg. Leider sah es an den ersten vier Brettern alles andere als gut aus: Falk stand mit Minusmaterial auf Verlust, ich bot meinem Gegner eine Qualität an, doch er zog berechtigterweise einen Königsangriff vor und wurde belohnt. Sarah spielte mit Minusbauer und Vincent musste mit einem Qualitätsopfer alles auf eine Karte setzen, um sein Spiel zu gewinnen. Am Ende konnte Vincent tatsächlich einen vollen Punkt einfahren und auch Sarah gewann den Bauer zurück und wickelte in ein remises Turmendspiel ab, so dass wir denkbar knapp mit 4,5 Punkten gewinnen konnten. Falks Niederlage fiel dadurch nicht mehr ins Gewicht.

Da zeitgleich WB Allianz in Taucha nur ein 4:4-Unentschieden erzielen konnte, stehen wir wieder auf Platz 1 der Bezirksliga und sind noch einen Sieg zum sicheren Aufstieg entfernt. Etwas gedulden müssen wir uns aber noch, denn der 8. Spieltag findet erst am 17. März statt. In der Zwischenzeit stehen drei wichtige Spiele für unsere Erste an, beginnend am kommenden Wochenende in Magdeburg.

1 Kommentar

Heute stand unser entferntes Auswärstspiel in Torgau auf dem Programm. Also ging es ohne Hartmut und Martin, dafür wieder mit Christian und Mike in aller Frühe durch das winterliche Nordsachsen. Als Ziel wurde ein 4:4 ausgerufen.

Nach einer knappen Stunde deutete der Sieg von Mike, der seinen Gegner einfach nach ein paar Zügen matt setzte, schon in die richtige Richtung. Das jedoch wurde leider viel zu schnell durch den Verlust von Freya wieder ausgeglichen. Zwischenzeitlich stand es dann auch eher gemischt. Brett 1,2 und 7 eher gedrückt, Andreas hatte ein Läuferopfer auf h6 auszuhalten, bei Haasi war nix los und nur Flori stand ziemlich fett.

Irgendwie konnte Alv aber seine Stellung in 2 Leichtfiguren gegen Turm und Bauern umwandeln und seinem Gegner ein Remis abtrotzen und Floris Angriff schlug schließlich taktisch zur zwischenzeitlichen 1.5:2.5 Führung durch. Nach der Zeitkontrolle bekam Haasi den Auftrag (erfolgreich) remis zu bieten, weil Andreas den Angriff abwehren konnte und dort dank Mehrfigur wohl irgendwann der 4.Punkt kommen sollte.

Doch damit nicht genug. Selber nur noch eine halbe Minute für 6 Züge auf der Uhr gewann René, eigentlich ziemlich breit, per Zwischenschach eine Figur und einigte sich auf Grund der Zeitnot auf ein Unentschieden. Auch Christian konnte dank ungenauem Endspiel seines Gegners den Minusbauern in ein Remis ummünzen. Am Ende gewann dann auch Andreas solide und verdient zum 5:3 Endstand.

Fazit: Wenn die Marschroute, vorne nicht zu verlieren und hinten zu gewinnen mal eingehalten wird, klappts auch mal mit den Punkten. Zusammen mit dem Sieg gegen Gohlis haben wir bei den letzten beiden Spielen gegen die direkten Tabellennachbarn eine gute Position, um den Nichtabstieg perfekt zu machen.

In der Bezirksliga spielen 4 Spieltage vor Schluss noch 3 Mannschaften um 2 Aufstiegsplätze. BW Allianz, Lindenau und wir sind die Kandidaten und am 13. Januar fand das erste "Play-Off" Spiel statt: Allianz gegen VfB II.

Am Ende stand unsere erste Saisonniederlage und sie fiel mit 2,5:5,5 deutlich aus. An den Brettern mit Vorteil (Vincent, Sven) reichte es leider nur zum Remis bzw. sie gingen sogar verloren (Falk), da Falk aufgrund des Spielverlaufs hohes Risikos gehen musste.

Allianz hingegen gewann zwei seiner besseren Stellungen (Sandra und Micha waren die Leidtragenden). An den anderen Brettern (Sarah, Wolfgang und David) entsprachen die Punkteteilungen den Stellungen.

Am 27. Januar findet das nächste Endspiel gegen Lindenau statt und es kann nur besser werden ... 😉

Nach den zuletzt mehr oder weniger nicht ganz zu vermeidenden Niederlagen, was auch der gehobenen Gegnerschaft zuzuschreiben war, stand am WE nunmehr der Zweitplatzierte aus Hoyerswerda auf dem Programm. In der Tabelle noch punktgleich mit den aufstiegsambitionierten Plaunern war klar, welche Ziele die ELO-favorisierte Gastmannschaft haben wird. Nach recht frühem und überraschendem 1:0 an Brett 8 für uns mussten wir alsbald das 1:1 durch eine Niederlage am Brett 7 hinnehmen. Es folgten Remisen und plötzlich die Führung für Hoywoy an Brett 4. Jetzt hing alles an unserem mit Schwarz spielenden Spitzenbrett ab. Die entstandene Position zeigte Chancen auf schwarzen Vorteil, aber sollte das reichen - gegen > 2400 ELO? Ja, es reichte! Eine tolle Einzelleistungen an Brett 1 (und 8) hielten uns am WE gegen den Favoriten Hoywoy im Spiel, sicherten uns ein 4:4 und damit einen wertvollen Mannschaftspunkt. Und wer am Wochenende keine Nerven verloren hat, ist selber schuld! 🙂

 

Im fünften Spiel der fünfte Sieg, besser konnte es für unsere Zweite nicht laufen. Auch gegen Taucha wurde mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung 6:2 gewonnen - ohne Brettniederlage. Entscheidend können schon die nächsten zwei Spiele gegen Verfolger Allianz (2. Platz, 9 MP) und Lindenau (3., 7 MP) sein. Weiter geht's im neuen Jahr am 13. Januar. Bis dahin schöne Weihnachten und guten Rutsch!

 

Unsere Mannschaften II-IV hatten am vergangenen Sonntag wieder das Vergnügen, ihr schachliches Können unter Beweis zu stellen.

Die II. Mannschaft sollte ihrer Favoritenrolle bei Fortuna II gerecht werden und landete einen klaren 5½-2½-Erfolg. Damit behalten wir weiterhin die Tabellenführung in der Bezirksliga. Zum letzten Punktspiel in diesem Jahr gegen Taucha heißt es: einfach genauso weiterspielen wie bisher 🙂

Unsere Dritte hatte es mit dem erwartet schweren Gegner Krostitz I zu tun. Dennoch konnte an dem einen oder anderen Brett gegen 100-200 DWZ stärkere Gegner ein Remis abgetrotzt werden. René am Spitzenbrett konnte sogar einen vollen Punkt beisteuern. Immerhin 2½ Brettpunkte gesammelt - die entscheidenden Spiele kommen jedoch im nächsten Jahr gegen die direkten Abstiegskonkurrenten, was auf jeden Fall ein spannendes Saisonfinale verspricht.

Last but not least gab es noch einen schönen Sieg unserer IV. Mannschaft bei Kitzscher II, natürlich mit dem beliebten 5½-2½-Ergebnis. Zu Siebt angetreten, aber ohne eine einzige Niederlage an den Brettern - gut gemacht!

Das nächste Punktspiel ist schon wieder in knapp zwei Wochen am 9. Dezember. Die Zweite will ihre Siegesserie weiter ausbauen, die Dritte wird sicherlich einen schweren Stand bei Tabellenführer SG Turm II haben (aber gegen vorweihnachtliche Überraschungen hat niemand etwas einzuwenden) und die Vierte kann gegen Schlusslicht Engelsdorf III am besten dort weitermachen, wo sie am letzten Spieltag aufgehört hat.

Heldenhaft gekämpft, Brettpunkte gesammelt und mit Null aus Vier möglichen abgeschlossen. Kein WE, an was man sich aus Erfolgssicht gerne erinnert.  Mit einmal 3 und einmal 3,5  Brettpunkten sind die Teilbilanzen aber gegen Leipzig II + III nicht desolat, so dass man mit einer Niederlage durchaus umgehen kann. Leuchtturm war am Samstag Lars mit einem Schwarzsieg und am Sonntag -eigentlich zu früh zum Schachspielen- Grischan, ebenfalls mit Schwarz.  Ansonsten umkämpfte Remisen und in Abrechnung mit leider einer Niederlage zu viel.

Fazit:   Aschenbrödel-Mentalität einimpfen;  an die guten Sachen anknüpfen und die schlechten Dinge aussortieren!