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Wer nichts vorhat, spielt halt Schach!     Und so folgte unsere 1. Mannschaft der Einladung nach Schwarzkollm bei Hoyerswerda, um zum einen am Samstag gegen den Gastgeber und am Sonntag gegen Coswig anzutreten.   Das in Summe angenehme Spiellokal im Frenzel-Haus verfügt über zwei getrennte Räumlichkeiten, was der Akustik zu Gute kam. Einem Raume fehlte es allerdings etwas an der nötigen Lichtausbeute, da in der Nachmittagsrunde recht früh das Tageslicht schwand.   Die Adventslichtstimmung durfte Aue gegen Coswig genießen.

Aus unser Sicht hatten wir zwei 4-Punktespiele vor uns, um die weitere Platzverteilung in der zweiten Tabellenhälfte auszuspielen.

Samstag:   Hoywoy erwies sich als das erfolgreichere Team an diesem Tag. Am Ende reichten 6-Remisen und 2 Niederlagen für uns nur zu einem 3:5.  Dennoch kein soooo schlechtes – wenn auch punkteloses – Mannschafts-Ergebnis, denn der Gegner trat im Oberhaus (Brett 1-4) mit voller Kapelle an. In DWZ ausgedrückt 2388, 2318, 2289, 2264. Und wenn man bedenkt, das Lars in seiner Schwarzpartie einen spürbaren Eröffnungsvorteil in einer scharfen Sizi-Variante erzielte und die Schnellanalyse aus Computersicht ein +3 zugunsten Schwarz offeriert, ist die Partieniederlage das größte Ärgernis, sofern man unbedingt eines suchen will.  Im Übrigen hatte ich Thomas vergessen zu fragen, ob seine Vorbereitung unmittelbar am Brett (Foto) begann.....

Am Abend gönnten wir uns in der Innenstand von Hoyerswerda einen Italiener, dessen Essen den Erwartungen im Geschmack entsprach, aber in der Portionierung – na sagen wir mal – zurückhaltend ausfiel (Foto Carsten). Dafür gabs halt ein großes Tonic oder Bier mehr. Für Grischan, Wolli und Carsten stand dann der Mitternachts-Skat auf dem Programm.

Sonntag:  Neues Spiel neues Glück. Und in der Tat gab es Parallelen zum Vortag. Nur standen bei 6 Remisen jetzt 2 Siege auf dem Mannschaftsbogen, folglich ein 5:3 Erfolg.  Als Sieges-Väter haben sich Jörg und Lars in unsere Schachherzen eingetragen. Gut gemacht!    Der Mannschaftserfolg war nicht unverdient, denn soweit ich es überblicken konnte, war kein Brett zwischen drin gefährdet. Ein versöhnlicher und freudiger Ausklang an diesem Adventswochenende.  Das war´s dann auch für dieses Jahr.

Neues Saisonschach erst wieder in 2019 und für alle VfB-ler schon heute einen kleinen Tritt zur Aufnahme des nötigen Schwungs, damit´s dann auch richtig gut rutscht!

Die zweite Runde brachte uns - nach dem Mitaufstiegsaspiranten Aue in Runde eins - gleich die spielstarke SG Leipzig I ein, die ohne große Leistungseinbußen von vorne bis hinten besetzt ist. Beide gewannen Ihr Auftaktspiel recht überzeugend. So richtig viel zu holen gab´s da für uns nicht und so endete dieser zweite Spieltag erneut mit einer Niederlage. Aber wir haben dies sportlich akzeptiert und uns eher auf die besseren Chancen am Sonntag gegen SG Leipzig II konzentriert. 

Und in der Tat kamen wir nach Frank´s und Wolli´s Sieg zu den ersten vollen Brett-Punkten, die uns neben weiteren vier Remisen den ersten Oberliga-Mannschaftspunkt einbrachten (Endstand 4:4).           Yuhuuuuuu….. :-). 

 Und bei näherer Betrachtung war sogar noch etwas mehr drin, aber wir sparen uns das einfach für die nächste Runde auf!                The trend is your friend…..

3 Kommentare

mit Ausrufezeichen sollte man in der Regel sparsam umgehen. In diesem Falle ist es aber mal gerechtfertigt und es ist besonders toll, es einfach mal allen zuzurufen.

Wir sind Sachsenmeister 2017/18.   *Trommelwirbel*

 

 

 

 

 

 

Sachsenliga

Pl. Mannschaft Sp. MP BP
1 VfB Schach I 9 12 40½
2 SV Dresden-Leuben 9 12 39
3 Wilkau-Haßlau 9 12 38
4 Eiche Reichenbrand 9 10 41
5 USV TU Dresden III 9 10 35
6 USG Chemnitz 9 9 37
7 SG Leipzig IV 9 9 36½
8 SV Ebersbach 9 7 35½
9 SG Leipzig III 9 6 29½
10 Lok Engelsdorf 9 3 28

Diesmal stand ein Auswärtsspiel in Wilkau-Haßlau auf dem Programm. Wir waren durchaus vorgewarnt, musste doch unser unmittelbarer Konkurrent um den Aufstieg ebenda einen wertvollen Punkt lassen. Für uns entwickelte sich der Kampf erfreulich. Frank an Brett 1 war mit Weiß stets in Vorteil und verwertete m.E. souverän seinen Anzugsvorteil. An zwei wurde Thomas nach seinem aggressiven c5 (glaube im dritten Zuge nach Sf6 und g6) durch einfaches Wegnehmen (d4xc5) überrascht. Irgendwie ist das weiße Schlagen in aller Regel unüblich und ein Bauernhalten der eigenen Einheit auf neu-c5 kaum ratsam. Aber in der gegebenen Variante schien der Gegner alles gut überlegt zu haben und es funktionierte. Schwarz musste sehr um Ausgleich kämpfen, was glücklicherweise auch gelang. Carsten konnte an Brett 3 auch einen gefühlten ungefährdeten Weiß-Sieg einfahren. Zumindest war optisch zu keiner Zeit eine Verluststellung auf dem Brett. Die spannendste Partie hatte Wolli aka der Hexer auf dem vierten Brett. Seine französische Eröffnung begann kompliziert, wurde noch komplexer und endete ebenso. Die schwarze Defensive wandelte sich vom häßlichen Entlein zum entscheidenden Gegenangriff. Lars an fünf profitierte von einer taktischen Fehleinschätzung seines Gegners und konnte einen ungefährdeten Sieg einfahren. Giso an sechs war ohne Gegner - ergo kampfloser Punkt. An Brett 7 tat sich bei Jörg nicht allzuviel. Die Eröffnung wurde von beiden Seiten relativ sicher runtergespielt und man einigte sich auf remis. Sven bekam am letzten Brett einen Italiener vorgesetzt und verteidigte seine gelöcherte Schwarzfestung. Nach einigem hin und her vereinbarte man remis. Im Partieverlauf schien aber Weiß die besseren Karten gehabt zu haben. Rückblickend ein kontrolliertes Spiel unserer Mannschaft.  Die Atmosphäre im Spiellokal war wie immer angenehm in W.-H. und Käffchen gab´s auch.   Aktuell halten wir die Tabellenführung mit einem Pünktchen Vorsprung und fiebern unserem nächsten - evtl. vorentscheidenden - Spiel gegen Plauen entgegen.

unsere (gefühlten) Vorteile auf dem Papier drohten am 3. Spieltag unter die Räder zu geraten. SG Turm spielte gut mit und nach ca. 3 Stunden war auch noch nicht all zu viel von entscheidenden Tendenzen auszumachen. Der big-Point war heute Frank an Brett 1 vorbehalten; er konnte sich im Endspiel dank eines zuvor ergatterten Mehrbauerns durchsetzen und stellte mit seinem Punkt den Mannschaftssieg kurz vor Schluss sicher. Sandra an acht legte ebenso ein "long game" hin und glaubte an Ihre berechtigt gute Weißstellung, übersah jedoch einen unangenehmen Bauernhebel von Schwarz mit h5, der letztlich die Position zum Kippen brachte. Etwas unglücklich, denn ein Remis wäre absolut drin gewesen. Carsten (4) konnte sich mit den schwarzen Steinen spielend irgendwie nicht befreien; am Ende hatte der Gegner das bessere Finale für sich, was für uns die zweite Niederlage bedeutete. Volle Punkte gab´s dann aber auch noch von Wolfgang (3) und Giso (6). Thomas an Brett 2 wollte mehr aus seiner guten Weißstellung herausholen, letztlich reichte es nur zum Remis. Jörg (7) wurde heute m.E. in der Eröffnung überrascht. Am Ende brachte Ihm sein Endspielgespür dann den erhofften Ausgleich und das sichere Remis. Von der Schablone befreites Springer- Grundlinienschach wurde heute von Lars an Brett 5 geboten (nur anzuraten für Spieler mit großem Selbstvertrauen 🙂 ). Näheres von den geheimen Verteidigungsleistungen bitte ich direkt beim Künstler zu erfragen!  In der Tabelle ist aktuell Plauen vorn, aber wir sind punktgleich dran!

die Landesklasse hat zum Saisonauftakt geblasen. Für den VfB galt die besondere Situation des "gedoppelten Heimspiels", musste doch 1. und 2. gegeneinander antreten. Ohnehin sind wir (wieder) dabei, uns im Mannschaftsgefüge neu zu erfinden. Gehen wir mal fest davon aus, dass uns dies perse´ gelingen wird. Im Ergebnis konnte sich die 1. Mannschaft deutlich mit 6,5: 1,5 durchsetzen. Den einzig vollen Punkt für den Unterlegenen holte Grischan an Brett eins gegen Frank in einer umkämpften Partie. Unterm Strich ein geordneter Saisonauftakt, in der sich die Weichen für uns nunmehr ab Runde zwei zu stellen beginnen. Good Luck!

1 Kommentar

Der letzte Spieltag brachte Gewissheit. Während die zweite Mannschaft ihren hochverdienten Aufstieg in die 1. Landesklasse  feierte (und an dieser Stelle ausdrücklich gratuliert wird), trauert die erste Mannschaft nach einer irgendwie verkorksten Saison um Ihren Sachsenliga-Platz und muss kommende Saison ebenfalls in der 1. Landesklasse antreten. Es gäbe innerhalb der ersten Mannschaft genügend Potential zur Aufarbeitung; aber "Shit happens", es muss akzeptiert werden. Mindestens genauso wichtig, wenn nicht letztlich sogar vordergründig, ist aber das Vereinserlebnis als solches und das die Mitglieder wieder mehr zusammenrücken, als dies zuletzt der Fall war.

Letzten Sonntag durfte die Erste des VFB nach Chemnitz reisen. Leider viel Markus aus, aber dafür konnten wir nach entsprechendem Aufrücken mit Stephan an Brett acht einen passablen Ersatz rekrutieren. Am Ende musste er trotz Gewinnambitionen ins Remis einwilligen. Gut lief es für uns an den Brettern drei, vier und sieben, wo Grischan, Hexer Wolli und Giso gewinnen konnten. Gegenteilig lief es an Bretter eins, zwei, fünf sowie sechs wo ein Ei gelegt wurde. Ärgerlich insoweit, als dass das unter Beurteilung meines groben Kiebitzens unnötig war. Aber so ist halt Schach, es lebt von Fehlern. 🙂 Damit sind wir leider in der Tabelle abgerutscht und nehmen Platz 7 ein.  Hoffen wir auf mehr Glück in den zwei verbleibenden Runden gegen die Schachgemeinschaft 3+4 und das es dann mal 4,5:3,5 zu unseren Gunsten heißt.