Autoren-Archive: Sven

2 Kommentare

Zuletzt fuhren wir 2 deutliche Siege ein und hatten dazu dass Glück, dass die SGL 6 und Großlehna am vergangenen Spieltag jeweils Niederlagen verbuchen mussten.

Gegen Delitzsch lief es - im Gegensatz zur vergangenen Saison - wie gemalt. Vincent, Alv, Stephan und Frank (in dieser Reihenfolge) fuhren ziemlich sichere Siege ein. Micha und Sven jeweils unaufgeregt Remis. Sandra stand etwas gedrückt, aber letztlich doch ein sicheres Remis und bei Carsten war es in etwa umgekehrt.

Naunhof fehlten am vergangenen Spieltag 4 Stammspieler und so ließen sie 3 Bretter frei. Alv, Florian und Carsten gewannen deutlich; Falk und Sven spielten Remis.

Mit einem Mannschafts- und ausreichend Brettpunkten Vorsprung haben wir es in den letzten beiden Saisonspielen nun selbst in der Hand.

Let's play!

holen ein 4:4 in einem wildem Punktspiel.

Frank fiel kurzfristig aus und wir entschieden uns, dass 1. Brett freizulassen, da ansonsten die schon strapazierte Spielerdecke der 3. und 4. Mannschaft zu sehr gelitten hätte.

Das 0:1 konnte schnell in ein 2:1 umgewandelt werden: Ich konnte mit Schwarz aus der Eröffnung heraus mehr als ausgleichen, gewann einen Bauern und mein Gegner gab (früh) auf. Vincents Gegner gab eine Leichtfigur für 2 Bauern, wobei das zugegebermaßen ganz kurz wie Bauerngewinn! aussah. Aber Vincent hat seine Eröffnungen im Griff und obwohl sein Gegner noch so gut als möglich Verwirrungen anzettelte, war der Sieg letztlich ungefährdet.

Dann war es erstmal vorbei mit den frohen Nachrichten. Micha hatte in der Eröffnung eine Figur verloren und Carstens König war in eine intensive Diskussion mit gegnerischer Dame, Turm und dem Fianchettoläufer verwickelt. Die eigenen Adjutanten hielten sich mit eigenen Beiträgen sehr zurück und die Stellung war nicht mehr zu retten. Auch Micha konnte nur kurz eine Bauernwalze andeuten, die von der gegnerischen Mehrfigur gestoppt wurde.

Zwischenstand 2:3 und wir mussten langsam das 4:4 anstreben, obwohl ein Mannschaftssieg natürlich schöner wäre ... dieser Zwiespalt führte zu einem abgelehnten Remisangebot unsererseits an Renés Brett. Die taktischen Möglichkeiten sprachen zu dem Zeitpunkt für René, die positionellen Gegebenheiten für den Gegners. Leider hatte schon wenig später der Gegner alle Vorteile auf seiner Seite - 2:4.

Zum Glück stand Alv da kurz vor seinem vollen Punkt; mit seiner bewährten Spielweise aus positionell teils ungewöhnlichen, aber taktisch immer gerechtfertigten Zügen hatte er in einem Schwerfigurenendspiel mit Dame und 2 Türmen einen Freibauern auf der 6. gebildet. Das Öffnen der gegnerischen Königsstellung führte dann zu Großabtausch und einem einfach gewonnenen Turmendspiel mit 2 Mehrbauern.

Da waren 4h um und nun hing alles von Sandra ab, die schon da seit gefühlt 2 Stunden "besser" stand und um die gegnerischen Festung herumlavierte. Eine Handvoll Bauern, jeweils ein Turm und besserer Läufer gegen (gut postierten) Springer standen auf dem Brett. Direkt aus dem Endspiellehrbuch und stundenlang analysierbar; in unserer Liga leider mit hoher Remistendenz. Was 3,5 : 4,5 und das Ende unserer Aufstiegsambitionen bedeutet hätte.

Immerhin stimmte Sandras Ankündigung "bis zum 120. Zug zu spielen" hoffnungsfroh. Der unvermeidliche Durchbruch kam dann auch irgendwann - gut vorbereitet - und die Partie nahm hier ein jähes Ende:

Endspiel_Sandra_Siebenlehn

Schwarz antwortete mit Txf6, worauf Sandra alle Figuren runterholzte und das Bauerendspiel leicht gewonnen ist. Nach dem richtigen gxf6 steht Weiß immer noch besser aber es bleibt höllisch kompliziert. Der Rechner (und das Gefühl) sagen, dass man dann noch die Leichten tauschen und mit h-Freibauer ins reine Turmendspiel gehen sollte. Aber Schwarz holt sich dann den d5 ab und bildet einen eigenen Freibauern auf der f-Linie. Daraus kann dann Turm + Dame für beiden Seiten werden oder es bleibt ein "normales" Turmendspiel oder Schwarz gibt seinen Turm für den Freibauern und holzt den Damenflügel ab, und es ist dann vielleicht auch Remis ... oder nicht? ... also lässt man als Weißer doch besser die Leichten drauf? Viel Spaß bei der Analyse!

So wenigstens ein 4:4, was sicher nicht unser Ziel vor dem Spieltag war, aber den Aufstieg noch möglich erscheinen lässt - einen immensen Endspurt vorausgesetzt.

2 Kommentare

Ohne Worte.

Eigentlich.

Aber zollen wir Großlehna den gebührenden Respekt für den Sieg und geben unserer Enttäuschung Ausdruck. Sollte Großlehna mit der Taktik der 2 leeren Bretter weitere Siege einfahren und am Ende aufsteigen, wäre dies in der Tat eine bemerkenswerte Leistung. Allerdings muss etwas auf die Tendenz geachtet werden, denn nach einem 5:3 in Runde 1 hieß es diesmal "nur" 4,5:3,5.

Zum Spiel. Großlehna ließ nachvollziehbarerweise Brett 1 und 3 frei, da dort starke Gegnerschaft (Frank und Carsten) mit den weißen Steinen gesessen hätte. An Brett 2 zumindest half diese Aufstellung nicht sonderlich, da Micha mit den schwarzen Steinen gegen Verena Nagel gewinnen konnte. Stark!

An den Brettern 4 und 5 sahen sich Sandra und meinereiner DWZ-stärkeren Gegnern gegenüber. Sandra schaffte mit Schwarz aus der Eröffnung keinen Ausgleich und hatte den Rest des Spiels zu kämpfen, den Laden zusammenzuhalten. Das gelang leider nicht, weil im Endspiel die ungleichfarbigen Läufer nebst eines Turms die aktivere Seite (Freibauer auf der 7.!) deutlich bevorzugten.

Ich wusste nicht so recht, ob ich ausgangs der Eröffnung etwas besser oder auf Ausgleich stehe oder mir mein Gegner gar gleich was um die Ohren haut, ob seines selten gespielten Eröffnungskonzeptes. Tatsächlich stand ich richtig gut; ich hätte statt Lg5? halt einfach nur den anderen Zug spielen müssen, der Bauer oder Qualität gewinn:

Thiergen-Wünsch
Bauer oder Qualität - was darf es sein?

Hätte man durchaus sehen können. Nach weiteren 20 Zügen so hin und her und ausgeglichenem Endspiel kam ein weiterer übler Schnitzer hinzu, der mir ein sehr passives Turmendspiel einbrachte, welches an solchen Tagen natürlich verloren ist.

Sarahs Gegner spielte ziemlich wild mit manueller Rochade und angetäuschtem Bauernsturm. Das führte zu keiner besseren aber zumindest einer sehr komplizierten Stellung und Sarah beging in Zeitnot den entscheidenden Fehler. Vincent kam mit Weiß ähnlich mir irgendwie unklar aus der Eröffnung (schlechter wohl nicht). Dann konnte der Gegner einen gedeckten Freibauern auf der c-Linie installieren, aber immerhin standen je Dame und Turm bei recht offener Stellung auf dem Brett. Aber da es eben einer dieser Sonntage war, war es nur Vincents König, der sich unwohl fühlte und als dann noch ein Bauer wegging war die Stellung verloren.

Sadko wenigstens konnte noch Remis in einer meiner Meinung nach ausgeglichenen Partie erreichen.

Neue Saison, neues Glück. Nach dem 2. Platz in der letzten Saison wollen wir dieses Jahr in der zweiten Landesklasse B natürlich noch ein kleines Stückchen höher hinaus.

Der Auftakt gegen den SV Springer gelang; insbesondere durch das 4:0 an den ersten 4 Brettern, wo wir unsere nominelle DWZ-Überlegenheit voll ausspielen konnten. Micha stand mit Mehrfigur schon früh auf Gewinn.

Bei Sandra, Frank und Carsten ging es jeweils normal aus der Eröffnung und peu à peu konnten Vorteile in Form von Mehrbauern, Stellungsdruck oder dem Läuferpaar angehäuft werden, die letztlich in gewonnene Stellungen mündeten.

"Normaler" Eröffnungsverlauf war sowieso das Motto des Spieltages ... nach 2h war auch an den hinteren 4 Brettern noch nichts entschieden. Vincent tat es dann unseren ersten 4 Brettern gleich, baute Stellungsdruck auf, holte sich einen Mehrbauen und gewann.

Sarah stand bis zum Ende gut, aber angesichts des Spielstandes wurde sich auf Remis geeinigt. Ich spielte meine insgesamt ausgeglichene Partie bis ins Endspiel, wo es dann klar Remis war.

Sadko stand im Mittelspiel eigentlich ganz gut, erlaubte dem Gegner aber dann das Eindringen der Dame in die Stellung, was ihn die eigene Tante gekostet hätte. Dann wäre es mit Turm und Leichtfigur gegen Dame wohl ziemlich schwer geworden, aber in der Absicht schnelle Züge zu spielen gab der Gegner ein Schach zu viel und es ergab sich eine 3-malige Stellungswiederholung.

Das deutliche 6,5:1,5 bringt uns die Tabellenführung. Auch die Tatsache, dass es keine Verlustpartie gab, stimmt hoffnungsvoll. Ein Blick auf die anderen Ergebnisse in der Liga lässt vermuten, dass es recht ausgeglichen zugehen wird; da werden die Brettpunkte irgendwann sicher von Vorteil sein.

4 Kommentare

Seit nunmehr 30 Jahren veranstaltet der Schachclub Geithain im Spätsommer sein Schachturnier, auf welchem man zwar selten Titelträger antrifft, dafür aber jede Menge schachbegeistertes Fußvolk (110 SpielerInnen waren es dieses Mal). Das Turnier ist in eine A- und B-Gruppe unterteilt; der Schnitt erfolgt bei einer DWZ von 1750.

Zum Jubiläum waren wir zu Zehnt vertreten und das Fazit ist insgesamt ausgeglichen: Christian, Sadko, Alv und ich können zufrieden sein, Felix und Mike spielten ungefähr Erwartungswert und Caro, Wolli, Grischan und Sören ließen DWZ-Punkte liegen.

Siegerehrung
Zur Siegerehrung waren die Pokale für uns außer Reichweite, stattdessen gab es nützliche Haushaltsgegenstände zu holen. Sadko (vorn) sucht sich gerade eines aus.

In der ersten Runde gab es - zumindest für die A-Gruppe - gleich mal die Höchststrafe: 0:6 nach 90 Minuten (für 30 Züge) zzgl. 30 Minuten Verlängerung. Während Alvs, Sörens und meine Niederlage gegen stärkere Gegner im Rahmen des Erwartbaren lagen, verlor Grischan gegen das Nachwuchstalent Zähringer (welches am Ende auf Platz 4 einkam und 85 DWZ-Punkte gewann), Wollis Niederlage war von ihm selber vorher als "unmöglich" deklariert worden und Felix verlor einen scharfen taktischen Schlagabtausch.

In der B-Gruppe lief es besser: Sadko sorgte für unseren einzigen Rundensieg, Christian remisierte, Mike und Caro verloren. Caro dabei unglücklich, da sie zunächst mit einer schönen Kombi Dame für Springer und Turm gewann und diese dann wiederum im Endspiel in einer Springergabel hineinstellte.

Nach einer Einkehr in das Spiellokal, nebst 2h Doppelkopf und 3 Bier war der Frust behelfsmäßig hintergespült und wir stürzten uns tatenkräftig in den Samstag.

Felix
Felix - unser einziger Sieger in Runde 2

Es ging aufwärts, aber eher das "Leipziger Tieflandsbucht und am Horizont ist ein 3m Hügel" Aufwärts. Es gab wieder nur einen Rundensieg - durch Felix - dafür immerhin ein paar mehr Remisen: Womit ich leben konnte und auch Caro und Sadko, sicher aber nicht Grischan und Wolli die sich nach diesem Fehlstart praktisch keine Hoffnungen mehr auf Edelmetall machen konnten. Christian, Mike, Caro, Alv und Sören verloren.

Mike
Mike mit Sieg in Runde 3
Caro
Caro spielt Remis

Die dritte Runde brachte die Trendwende! Bis auf Sören, der eine weitere Niederlage verbuchen musste, gewannen alle unsere Spieler im A-Turnier. Im B-Turnier konnte Mike gewinnen, Sadko und Caro spielten Remis, Christian verlor.

Von der vierten Runde hielt das Sommerhoch an: 5 Siege in der A-Gruppe bei nur einem Remis (Felix). Ein Diagramm aus meiner Partie in dieser Runde:

Geithain
Aktuell träumt mein Bauer auf der 7. sehr lebhaft von seinem nächsten Leben als Dame, aber ein paar Sorgen habe ich auch: Gefesselter Springer, Gabeldrohungen und meinem d-Bauer soll es ans Leder. Dennoch kann ich hier sofort gewinnen - wie? Gezogen hatte ich schließlich Tcd1, wonach es "normal" weitergehen sollte, mein Gegner aber mit Tc5?? einen Blackout hatte und ich sofort gewann. In der Analyse dachten wir, dass sich Schwarz stattdessen mit Te7 den d-Bauer abholen sollte, wonach er - Abtausch vorausgesetzt und ich z.B. auf a6 schlagend (sonst Minusbauer) - wegen der höheren Zentralisierung seiner Figuren besser steht. Aber Te7 wäre nicht gegangen, warum?

In der B-Gruppe konnte Sadko gewinnen und Mike Remis spielen und es kam zum einzigen VfB-internen Duell des gesamten Turnieres! Welches Christian gegen Caro für sich entscheiden konnte.

Diesbezüglich hatten wir Glück (wenn man das Nichtzustandekommen von vereinsinternen Duellen als solches bezeichnen will): In der 5. Runde wurden Grischan, Felix, Wolli und ich an 4 benachbarte Bretter gelost:

KeineVereinsduelle
Keine Vereinsduelle, bitte!

In der 5. und letzten Runde begrenzte Wolli den Schaden der ersten beiden Runden und gewann sicher. Alv und Felix spielten Remis, Sören und ich verloren. Grischan konnte mit Schwarz nur ein leicht schlechteres Spingerendspiel erreichen, das Remis lehnte der Gegner auch noch ab (irgendwoher hatte der noch Energie), Grischan verpasste den Remiszug und somit auch für ihn eine Niederlage im letzten Spiel.

In der B-Gruppe gewann Sadko die 5. Runde während Christian, Caro und Mike verloren.

Turniersieger wurde Florian Fuchs, der beeindruckend alles an die Wand spielte, was ihm ans Brett gesetzt wurde. Das Ergebnis waren 5/5 Punkte und eine Performance von so irgendwas um die 2400 - Chapeau!

Die Rahmenbedingungen waren wie immer sehr gut - schöner Spielsaal, der zwar immer ordentlich gefüllt ist, was aber im Sommer weniger ein Problem ist, da die Fenster geöffnet bleiben können. Na okay, am Sonntag hatte man bei 35 Grad oder so dann eher Probleme mit zuviel (warmer) Luft, aber für das Wetter kann ja keiner was. 2 x Mittagessen sind im Startgeld inklusive und im Biergarten kann man zwischen den Partien ganz vorzüglich einen Skat kloppen, sich sonnen oder über vergebene Chancen philosophieren.

Schön hier!
Schön hier!

3 Kommentare

     😀     😀     😀     😀     😀     😀     😀     😀     😀     😀     😀     😀     😀     😀     😀

😀     😀     😀     😀     😀     😀     😀     😀     😀     😀     😀     😀     😀     😀     😀     😀

Mit einem ungefährdeten 5,5:2,5 gegen Delitzsch haben wir den Aufstieg einen Spieltag vor Schluss perfekt gemacht. Hartmut gewann schnell aus der Eröffnung heraus; Florian und Sören konnten die frühen Remisangebote bei ausgeglichenen Stellungen annehmen.

Alvs Remisserie riss - zu seiner und unserer Freude in die richtige Richtung. Der Gegner übersah Alvs Turmopfer, welches die Dame kostete. Da sich auch bei Christian der Gewinn abzeichnete, nahm Haasi sein Remisangebot an und ich offerierte meinerseits die Punkteteilung.

Dann mochte auch Wolfgang die Sache nicht mehr unnötig in die Länge ziehen und einigte sich bei sehr vorteilhafter Stellung friedlich.

Glückwunsch an Stamm und die starke Ersatzbank für diese sehr gute Saison!

Am 5. Spieltag spielten wir gegen Großlehna - die einzige Mannschaft die wie wir bisher alle Spiele gewinnen konnte. Der Gewinner des Spieltags würde "einen großen Schritt in Richtung Aufstieg tun".

Leider konnte Großlehna nur mit 7 Spielern antreten, so dass ich ab halb Zehn dass zu diesem Zeitpunkt noch recht freundliche Sonntags-Wetter genießen konnte.

Sören und Wolfgang gewannen ihre Partien dem Vernehmen nach recht sicher, Alv spielte ein bisschen vor sich hin, tauschte Figuren ab und schaffte das 5. Remis im 5. Spiel.

Beim Stand vor 3,5 : 0,5 war der (wenigstens) eine nötige Punkte an den noch laufenden Brettern machbar. Sarah und Andreas standen gut - Haasi und René eher weniger.

Die aus unserer Sicht schlechteren Bretter schafften beide noch Ihr Remis. Haasi hatte Minusqualle und dafür einen Mehrbauern - da hätte der Gegner sicher noch dies und jenes tun können, zum Glück fehlte etwas die Inspiration. René stand nach eigenen Aussagen grauselig, konnte den Gegner aber in eine Abwicklung locken, wo er am Ende "nur" Minusbauer mit ungleichfarbigen Läufern hatte. Das wurde schnell Remis gegeben, obwohl man das sicher auch noch hätte weiterspielen können.

Sarah macht ebenfalls Remis - in einer Stellung mit Läuferpaar und dominanten Figuren, wo man denkt "noch 2-3 Züge und alles fällt zusammen". Die Nachanalyse zeigte, dass dem nicht so war; ihr Gegner hatte eine überraschend widerstandsfähige Auffangstellung gebaut.

Andreas musste die einzige Niederlage einstecken und da war einiges Pech dabei. Sein Angriff schien zunächst gefährlicher zu sein, der Gegner konnte dann aber doch selber gut mitspielen. In Zeitnot brachte Andreas ein Turmopfer an, was sich in der Analyse auch als gerechtfertigt da zum Dauerschach ausreichend herausstellte, aber eben Zeitnot ... ein Damenschach übersehen und es war aus.

Jetzt brauchen wir aus den verbleibenden 3 Spielen noch 2 Siege und dann ist der Aufstieg geschafft.

4 Kommentare

... wenn der Winter schon nicht will, so immerhin unsere Weste. Krostitz war der starke Gegner, den die gegnerische Aufstellung erwarten lies. Am Ende gewannen wir knapp, auch mit dem nötigen Glück, aber sicher nicht unverdient.

Bei unseren beiden Ersatzspielern Dirk und Florian liefen schon die Eröffnungen subotimal. Florian konnte noch ein paar Verwicklungen anzetteln, aber an beiden Brettern war letztlich nichts zu retten. Eines ähnlichen Eindrucks konnte man sich auch an Haasis Brett nicht erwehren, wo der Gegner zu unserem Glück die Stellung mit 2 Mehrfiguren souverän zum Remis führte.

Andreas und Sören hatten ihrerseits Stellung und Ergebnis im Griff, Alvs Remis entsprach dem Partieverlauf und René und ich hatten das nötige Glück, was man halt manchmal braucht.

Wir beide hatten Stellungen mit unterschiedlichen Rochaden und beiderseitigen Chancen. Just als René den Turm zum Dauerschach in die gegnerische Stellung warf, gab der Gegner auf. Und als ich mich im Endspiel 2 gegnerischen Freibauern gegenübersah, die ihrem König dafür aber auch als Schutz fehlten, lies mein Gegner die Damenfesselung mit meinem Turm zu.

So ist nun alles angerichtet für den Showdown am 11.01. gegen Großlehna. Frohe Weihnacht!

Gegen einen der Mitkonkurrenten um den begehrten Aufstiegsplatz - Weiß-Blau Allianz Leipzig - gelang uns ein deutlicher 5,5 : 2,5 Sieg. Sicher war es dabei kein Nachteil, dass Allianz am 1. Spieltag die Mannschaft "spielfrei" zugelost bekam.

Mit den ersten drei, relativ schnellen Remisen von Haasi, Alv und Sören konnten wir nach Stand der Figuren zufrieden sein. Christian Dehner sorgte für den ersten vollen Punkt in einer Partie die er mit positionellem Vorteil solide bespielte, bis sich wohl irgendwas ergab. Der zweite Punkt kam von Andreas, und wie so oft bekam der Kiebitz hier die volle taktische Palette geboten. Bei unterschiedlichen Rochaden brachen Andreas' Bauern irgendwann durch, dafür ging eine Figur verloren. Aber die beiden verbundenen Freibauern auf der 6. und 7. Reihe reichten zum Sieg.

Sadko brachte derweil ein Remis nach Hause ... er stand ganz gut, aber wohl auch nicht in Siegesnähe. René holte in der 5. Stunde den Sieg - auch diese Partie typisch für seine Spielanlage. Solide hingestellt, mitgespielt und immer mal einen taktischen Nadelstich gesetzt. Irgendwann gewinnt das einen Bauern, dann noch einen, dann die Partie.

Ich spielte fast die vollen 6 Stunden. Meine Gegnerin vergriff sich sehr früh, daraufhin hatte ich mit immensem Entwicklungsvorteil den Rest der Partie ein Spiel auf ein Tor. Ab der 5. Stunde beschenkten wir uns mit der nötigen Müdigkeit im Rücken reichlich: Ich sorgte für Remisstellungen, Anita gab mir wieder Siegeschancen. Am Ende wurde der Punkt geteilt.

Da lege ich mir über den Tag den Titel für den 1. Mannschaftskampf der Dritten zurecht ("Holpriger Start - aber erfolgreich") und dann kommt Giso mir zuvor ... 😉

Auch wir taten uns mit der Favoritenrolle gegen Torgau schwer. Sarah und Sören fehlten, dafür spielte Torgau ohne sein erstes Brett. Nach 2 Stunden schon mussten wir die ersten beiden Partien verlustig quittieren - Hartmut veropferte sich und musste ohne Kompensation für die Minusfigur aufgeben. Ich wurde positionell recht derb überfahren. Immerhin sorgte Haasi durch einen Start-Ziel seinerseits schnell für den Anschlusstreffer.

Nach knapp 4h gewann Andreas seine Partie und es sollte sich als die entscheidende Partie des Spieltages herausstellen. Andreas brachte ein bekanntes Figurenopfer in der Eröffnung an, welches theoretisch sicher diskutierbar ist, aber dem Gegner in der Praxis ausreichend Schweiß auf die Stirn zaubern kann. Allzu viel Schweiß bildete sich dann leider nicht, aber gerade als der Gegner die Stellung mit Mehrfigur konsolidiert hatte, wollte er noch mehr (einen Bauern) und stand hernach mit Turm gegen Dame da.

René spielte seine Partie sehr solide zum Sieg runter und ist taktisch momentan in Höchstform. Die 3 Remisen am Schluß waren in der Endabrechnung gerecht: Florian stand deutlich besser, nahm aber bei luftigem König besser das Dauerschach mit. Wolfgang wiederum stand zwischendurch gar nicht gut, konnte aber bekannt zäh das Endspiel Stück für Stück zum Remis herumreißen. Alv nannte im Mittelspiel 2 Mehrbauern sein Eigen, aber das Läuferpaar des Gegners sorgte stets für Beschäftigung, so dass es am Ende im Doppelturmendspiel bei gleicher Baueranzahl ebenfalls Remis war.

Und auch wenn das Glück etwas mithalf, so wird uns der Auftaktsieg doch Auftrieb für die nächste wichtige Runde gegen Allianz geben.