Autoren-Archive: Alv

Auf Grund der diesjährigen Situation kam es im Pokal zu mehreren Verschiebungen und Irritationen im Zusammenhang mit Corona. Dies wird besonders deutlich, wenn man beachtet, dass die Vorrunde am 14.3. stattfinden sollte und die ersten Partien 10.15 am 17.10. gespielt wurden. Auch waren zunächst 21 Mannschaften im Turnier angemeldet wovon im Oktober noch 10 (oder nur 9) übrig waren.

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Wie jedes Jahr reisten Christian, Alv, Sadko und ich wieder ins schöne Erfurt um an einem alljährlichen Schachturnier teilzunehmen. Wie immer starteten wir erst zur 2.Runde, um am 26.12. noch einen Tag länger faulenzen zu können und nahmen damit den kampflosen halben Punkt mit.

Das Turnier wurde traditionsgemäß im Radisson Blue Hotel durchgeführt, welches den Erfordernissen von über 450 Teilnehmern gerecht wurde, welche sich auf das Meister-, Haupt-, Amateur- und Seniorenturnier verteilten. Wir nahmen alle am Hauptturiner teil.

In der zweiten Runde, welche unsere erste war, haben Alv und Sadko schwächere Gegner bekommen, welche sie gekonnt überspielt haben. Christian und ich wurden gegen stärkere Gegner gesetzt, wobei Christian dem Gegner unglücklich ein Feld überlassen hat und er die schlechte Stellung bekam, folglich war die Partie unrettbar verloren. Mein Gegner hingegen versuchte, durch das Eindringen mit einem Springer auf dem Feld e6 Vorteil zu erlangen.

Was haltet ihr vom Gedanken meines Gegners?

Am selben Nachmittag präsentierte uns Alv schon die erste seiner zahlreichen Miniaturen, auf welche es sich nicht näher einzugehen lohnt. Saddi hat durch seinen Sieg in der ersten Runde das Aufzugticket in die 17. Etage gelöst, wo die Meister spielen und begegnete dort einem Gegner, der ihn gleich wieder nach unten schob. Christian stellte seine Partie nach einem ärgerlichen Patzer weg. Meine Partie erforderte einige schwierige Entscheidungen, welche ich nicht alle korrekt treffen konnte, was später tödliche Konsequenzen nach sich zog.

Die nächste Runde brachte Alv einen unvorhergesehenen Fernsehauftritt: Die MDR-Kamera, welche Aufnahmen von dem Turnier machte, war praktisch unmittelbar neben, bzw. wie er meinte, auf seinem Brett aufgestellt. Es erfolgte ein sofortiger Bauerneinsteller, der durch eine Reihe von Fehlbeurteilungen seines Gegners zu einem Sieg umgewandelt wurde. Christian konnte aus einem Holländer eine komfortable Stellung erzeugen. Der Gegner sah sich zunehmend überfordert und Christian konnte durch ein genaues Abspiel einen Bauern und in der Folge die Partie gewinnen.

Leider kam es bei Sadko und mir zu einem Losunglück, denn wir wurden gegeneinander gesetzt. Zunächst wollten wir uns auf Remis einigen, doch dann überlegten wir uns, die ersten zehn Züge doch zu spielen und später Remis zu vereinbaren, was wir dann beide irgendwie verpassten und letztlich eines der Bretter waren, welches mit am längsten gespielt hat, sehr zum Leidwesen unserer Mitreisenden, welche bereits Hunger und Durst litten und fanden uns nach einem Figureneinsteller meinerseits im Mittelspiel nun in folgendem Endspiel wieder:

Sadko hatte in dieser Partie durch Bauernfressen seinen König etwas ins Abseits befördert, was seine Stellung auf -8 setzte. Leider gelang mir nicht das richtige Abspiel. Könnt ihr es finden?

In Runde Nummer fünf bekam Alv in der 17. Etage zwar einen geilen Ausblick, aber der Gegner den Punkt. Saddi und ich veranstalten Eröffnungsunfälle, wobei ich aber länger durchhielt, Christian übersah eine taktische Drohung, konnte aber durch eine ungenaue Behandlung durch den Gegner beim Verdichten des Vorteils Remis erreichen.

Wie jedes Jahr nahmen wir auch am Begleitprogramm teil (dieses Mal mit mäßigem Erfolg), dem Würfelblitzturnier, bei dem vor Beginn einer jeden Runde die Bedenkzeit ausgewürfelt wird.

Die sechste Runde brachte für Christian, Alv und mich ein Remis ein, während Saddi seinem etwa gleichstarken Gegner zunächst die Qualität abnahm und dann das Endspiel nicht adäquat umsetzte und verlor.

In der vorletzten Runde konnten alle bis auf Alv ihre Gegner überspielen. Christian sah sich einem gefährlichen Einschlag konfrontiert und musste in den tiefen dunklen Wald flüchten. Dort gelang es ihm den Gegner zu mehrmaligen Fehlgriffen zu verleiten. Mir gelang es in einem Endspiel mit einem Sack voll Bauern gegen einen Springer, den Gegner zu überzeugen. Sadko gelang es nach einer zähen und langwierigen Partie in ein gleichfarbiges Läuferendspiel mit besserem Läufer zu gelangen, was nach 47 Zügen zu folgender Stellung führte:

An dieser Stelle schlug der Gegner den Läufer auf g5. War dies zielführend?

Die finale Runde brachte Alv ein letztes Remis, während Christian die Remisabwicklung verpasste. Ich konnte einen entscheidenden Figureneinsteller meines Gegners nutzen. Nach etwa drei Stunden wurde das erste Brett des Amateurturniers aufgrund einer Lärmbeschwerde eines Spielers in die Mitte des Hauptturniers verlegt, ausgerechnet neben Sadkos Brett. Dort angekommen, veranstaltete ebendieser Spieler, der sich zuvor über den Lärm aufgeregt hatte, selbst Lärm, wahrscheinlich auch aufgrund der Ruine, die er verwaltete. Nachdem dieser Spieler bald seine Partie aufgegeben hatte und sichtlich ungehalten war, wurde die Bitte Sadkos, etwas die Lautstärke zu reduzieren, mit einem lauten „Halt die Fresse!“ beantwortet. Nette Leute spielen eben Schach…

Während Alv, Saddi und Christian unter ihren Möglichkeiten spielten, konnte ich 53 DWZ-Punkte gut machen, weshalb ich den Bericht schreiben durfte ☹.

Unser Aufenthalt führte in diverse Restaurants, zum Dom, einer netten Kaffeerösterei und Bernd dem Brot.

Nette Grüße, euer Niggo 😊

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Wir konnten in dieser Saison nach einiger Zeit mal wieder die roten Rüben bei uns zum Punktspiel begrüssen. Nach einiger Zeit ohne Punktspiele war es mal wieder erforderlich die Ergebnisse auch mal abzusichern wie sich bei einigen Beispielen zeigte.

Ich hatte gleich nach der Eröffnung die Chance dazu, nachdem ich mit den schwarzen Steinen etwas gedrückt stand und nur durchwachsene Chancen sah. Es ergab sich allerdings eine Chance ein Dauerschach zu erzwingen, was zur Annahme meines Remisgebotes führte.

Ich konnte danach einige Partien beobachten: Thomas war nicht gut aus der Eröffnung gekommen, Falk hatte sich aus eigentlich angenehmer Stellung auf Grund plötzlich auftretender Probleme in eine kochend heiße Partie mit etlichen taktischen Finessen begeben müssen und Rene befand sich in einem Königsinder mit kleineren strategischen Abweichungen aber erkennbarem Vorteil.

Falk konnte schließlich mit etwas Glück und viel taktischem Einsatz die Partie gewinnen und auch Rene setzte in seiner Partie kontinuierlich auf dem richtigen Flügel seinen Plan konsequent um.

Dann haben sich die Ereignisse in meiner Erinnerung stark beschleunigt: die Partien von Sven und Thomas kippten zu unseren Ungunsten und an Brett 1 entstand das folgerichtige Remis im Bauernendspiel nachdem alle Durchbruchsoptionen ausdiskutiert waren.

So musste die Entscheidung an Brett 3 und 4 fallen. Timon hatte schon etwas zuvor eine Qualle von Wieland erbeutet gab aber kurz darauf einen Bauern etwas unglücklich zurück und Wieland erhielt deutliche Kompensation dadurch. Micha hatte gegen Prof. Schmidt stets eine interessante Partie mit beiderseitigen Chance allerdings war das Ganze auch immer ausgeglichen. Am Ende einigte man sich an beiden Brettern auf Remis, was bei der unklaren Stellung von Timon und Wieland bei etwa 40 Sekunden auf der Uhr auch einleuchtet.

Insgesamt lautete das Ergebnis 4-4 mit angenehmer Gesellschaft und locker leichter Atmosphäre. Ein Dank geht auch an die roten Rüben für den Zwetschgenkuchen.

 

Wie immer in den letzten Jahren nahmen einige Spieler unseres Vereins an dem bewährten Chemnitzer Turm-Open teil. Zeit dafür fanden Sadko, Mike, Christian Dehner und ich.

In der ersten Rund müsste ich den Titel überdenken, denn es fanden eigentlich keine Überraschungen statt und wir verloren alle mit mehr oder weniger Gegenwehr. So hatte ich gegen GM Womacka 35 Züge lang in etwa Ausgleich, aber auch daraus erwuchs nichts Zählbares.

In der Zweiten Runde sah die Sache natürlich völlig anders aus und Christian sicherte sich ein Remis, während ich lange um meinen ganzen Punkt kämpfen musste. Mike und Sadko waren leider gegeneinander gesetzt, was zu einem Schnellremis führte. Außerdem sind vereinsinterne Paarungen bei Fide-Turnieren wohl unumgänglich.

In der dritten Runde erhielt ich eine starke Gegnerin, gegen welche ich nach durchwachsener Eröffnungsbehandlung in einem schlechten Endspiel landete (dazwischen passierte einfach nix).

Mikes Gegner wurde nach einem Missverständnis in der Eröffnungsbeahndlung mit der Figur weniger unter ständigen Drohungen komplett abgetragen.

Sadko konnte seinen talentierten jungen Gegner überzeugend besiegen, wobei eine kurze Remislücke aufblitzte, welche sein Gegner jedoch nicht wahrnahm.

Christian gelang eine interessante Partie in welcher er am rihtigen Zeitpunkt die Initiative ergriff:

In dieser Stellung kann Christian(Schwarz) mit verschiedenen Zügen fortsetzen. Welcher ist der Beste?

Die folgende Runde brachte Sadko eine Niederlage und mir einen glanzlosen Arbeitssieg, während Mike und Christian überzeugend Remis spielten.

An meinem stets seltsamen dritten Tag durfte ich zuerst gegen Christian spielen. Ich hatte so eine Vorahnung und zögerte das Remis in etwa eine Stunde hinaus. Auch Mike am Nachbarbrett verhinderte jedes Spiel seines Gegners. Sadko stand bald darauf recht fragwürdig und spielte alle Tricks aus aber nichts schien zu helfen. Das irritierende Turm-Opfer zum Patt nach ca. 60 Zügen jedoch zeigte Wirkung-nach 4,5 Stunden!

Alsbald danach stand die neue Runde an. Ich verfuhr mich knapp(falscher Damenzug) im Orang-Utan und musste anstelle der Gewinnvariante zügig ins Remis einwilligen. Christian brauchte für seinen Gegner für das selbe Ziel länger und für Mike reichte es in der 6. Runde nicht mehr. Wieder war Sadko bis zuletzt am Brett, was wohl seinem Gegner anzulasten war, welcher zunächst eine interessante Variante und dann eine Ruine konsequent zu Ende behandelte.

Mike sicherte sich in der letzten Runde ein Remis und Christian wurde überspielt. Sadko konnte seinem Gegner überzeugend seine Zentrumskontrolle vor Augen führen.
Ich hatte mich in der festen Überzeugung nun die Eröffnungswahl meines Gegners bestrafen zu müssen zu einem Opfer entschlossen und musst bald die Qualität hinterhergeben und lebte mehr schlecht als recht davon, dass die Aktivität einiger gegnerischen Figuren überschaubar war.
Ich suchte meine Rettung im Angriff und sammelt dabei einige Mehrbauern an.
Hier ergab sich nach Tg8 folgende Stellung. Ich hatte jedoch bereits etwas vorbereitet, wie man unschwer erkennen kann.

Hier die konkrete Stellung mit der Frage nach dem konkreten Plan.

Insgesamt war das Turnier sehr erfolgreich für alle Beteiligten, wobei Mike und Christian bei den Auswertungen klar im Vordergrund stehen.

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Nach längerer Pause stand uns beim Saisonauftakt am vergangenen Sonntag eine der schwierigsten Aufgaben dieser Saison bevor: TSG Taucha 1.

So begannen zunächst klassische seriöse Partien, außer bei Fadi und Sören, welche auf Bewegung und Kombination setzten.

Zuerst konnte Sören (nach etwa 2h) seine Partie durch einen überraschenden Schlag entscheiden. Auch Fadi konnte kurz darauf seine vorteilhafte Stellung gewinnen.

Währenddessen gefielen mir die Stellungen meiner Platznachbarn Sven und Dirk immer besser.  Micha konnte in etwa zu diesem Zeitpunkt eine komplizierte taktische Stellung für sich entscheiden, allerdings kann ich mich leider an keine Details erinnern, da ich zu diesem Zeitpunkt, nach etwa 25 Zügen stets mit 7-10 Minuten rumkrampfte.

Kurz darauf einigte sich Vincent nach trockenem korrekt behandelten Endspiel seines jungen talentierten Gegners auf Remis.

Somit ergab sich der Stand von 3.5-0.5, welcher als herausragend erschien.

Allerdings begannen zu diesem Zeitpunkt auch die Probleme.

Ich musste recht bald die Segel streichen, da ich in den letzten Zügen mit 45 Sekunden vor der Kontrolle eine zwar verzwickte Stellung kreierte, welche ich jedoch bei konsequenter Behandlung verlieren musste und das geschah auch nach der Kontrolle.

So hatte ich mehr Zeit zur Betrachtung, wobei Svens Partie mir zunächst das meiste Vertrauen einflößte, auch Dirk hatte einen erkennbaren, aber dünnen Vorteil. Sven lief in einen taktischen Konter seines Gegners, was leider zu einem weiteren Punkt für Taucha führte.

Zu diesem Zeitpunkt spielten noch Falk und Dirk um unseren noch fehlenden Punkt.

Falks Ziel bestand leider nur darin, weitere Chancen in einem unüberblickbaren aber nachteiligen Endspiel zu suchen. Er mühte sich bis etwa 13.30 Uhr, allerdings konnte sein Gegner Prof.Prüfer Stück für Stück alle Problem auflösen.

Dirk war der letzte der noch spielte und musst in einem sehr technisch angelegtem Endspiel (zunächst Läuferpaar, Turm mit Mehrbauer, später gleichfarbige Läufer mit 3 Bauern gegen 2 Bauer) alle Register ziehen, damit am Ende der Nachweis des eindeutigen aber dünnen Vorteils gelang.

Damit waren jedoch 4.5 Punkte erreicht, was zu einem beachtlichen Sieg gegen einen Favoriten dieser Liga führt. Mit diesem Start, können wir zuversichtlich auf den weiteren Saisonverlauf blicken. Allerdings müssen wir auch bis zum 11.11. warten um wieder spielen zu dürfen.

Leider etwas spät möchte ich von einem großen Ausflug unserer Vielspieler berichten.

Erfurt bot wie immer ein großartiges Turnierambiente mit wunderbarem Rahmenprogramm, gutem Essen und angenehmer Unterkunft.

Außerdem ermöglichte die gewohnte Sonderregelung es uns erst am 27.12. mit einem halben Punkt zusätzlich zu beginnen.

In der ersten Runde (eigentlich die zweite Runde) konnten wirklich alle unsere Spieler ihre Partien gewinnen:

Hierbei ging Christian besonders geschickt vor indem er an folgender Stelle das gegnerische Spiel komplett auf der d-Linie komplett neutralisierte:

Auch Niko konnte einen Sieg beisteuern, welcher leider nicht rekonstruierbar ist. Allerdings konnte er am Ende in einem ausgeglichenen Endspiel durch bessere Behandlung doch Matt setzen.

In Runde 3 verloren Christian und Niko, während Sadko und Timon sich mit Remis begnügen musste. Ich jedoch konnte meine Serie in folgender Situation fortsetzen:

Nach meinenm Verlust in Runde 4, spielte ich ab Runde 5 immer Remis und hatte stets interessante Stellungen, aber selber keine Ambitionen mehr. Ich erzielte 4,5 Punkte.

Timon konnte in mehreren Stellungen nahe und immer näher an einen Sieg herankommen, allerdings folgten bis Runde 6 nur noch 2 Remis. Dann allerdings konnte Timon in einem höchst komplizierten Endspiel technisch überzeugen:

Dannach komplettierte er das Turnier mit 2 Remis und erreichte 4,5 Punkte.

Auch Sadko kämpfte stets seine Partien aus, was aber erst in Runde 6 wieder zu mehr als Remis führte. In der 7. Runde konnte er durch einen wunderschönen Trick ein Endspiel für sich entscheiden.

Sadko erreichte insgeamt 4,5 Punkte.

Christian spielte ein emotional aufwühlendes und stressiges Turnier, wobei des öfteren entschieden geglaubte Partien einen anderen Ausgang nahmen. Wobei dazu gehört, dass diese Partien durch sein postionelles Verständnis setts in seine Richtung zeigten. Dennoch konnte er mit insgesamt 3,5 Punkten einen gewaltigen ELO-Schub einfahren.

Niko konnte in seinen Partien stets seine taktischen Stärken auspielen, obwohl das Ergebnis mit 3 Punkten etwas im Amateurturnier höher ausfallen hätte können.

Insgesamt haben einige von uns ein etwas durchwachsenes Turnier gespielt, allerdings, bleiben in allen Fällen konkrete Lehren aus den Partien, so muss:

...Christian seine Partien ruhiger und unaufgeregter behandeln

...Niko erkennen woran auf Grund der Eigenschaften der Struktur gerechnet werden soll

...kleiner Vorteile weiter verwerten lernen (wollen)

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Die Zweite befand sich nach einigen Ausfällen vor diesem Punktspiel in einer etwas angespannten Situation. Die Dritte steuerte insgesamt 4 (!) Spieler bei um die Chancen der Zweiten auf einen vernünftigen Spielverlauf aufrecht zu erhalten.

Ich freue mich in dieser Situation auch sehr, dass die Dritte mit so vielen abgegebenen Spieler auch noch ein 4-4 gegen Kitzscher erzielt hat. Vielen Dank nochmals an alle Beteiligten!

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Wir konnten dieses Jahr unsere Saison sehr angenehm beginnen, auch wenn etwas Personalnot herrschte und uns im Vergleich zum Stamm 3 Spieler fehlten, was allerdings bei den Leistungen der Ersatzspieler keinen Unterschied machte.

Gefühlt 5 nach 9 konnte sich Timon seinen Punkt eintragen, was mit Sicherheit mit seinen Erfahrungen aus kürzlich gespielten Turnieren zu tun hat, allerdings auch immer ein Glücksfall ist, wenn man eine Partie nach 6 Zügen beenden darf.

Als nächster wurde ich etwa um 11 Uhr fertig indem ich einfach mal ein Remisgebot absetzte als ich der Meinung "gleich wird es seltsam, aber eigentlich Ausgleich" war, mein Gegner meinte ich hätte schon minimal mehr Druck später meinte Micha ich hätte eine kritische etwas schlechtere Stellung gehabt.

Die Anzahl der möglichen Meinung spricht dafür, dass die Stellung unklar aber akzeptabel war und das Remis hierbei ein gutes Ende darstellt.

Kurz darauf bot auch Michas Gegner ein Remis, das durch gutes Gegenspiel für den Minusbauern ermöglicht wurde.

Die kritische Partiephase konnte ich nun gut beobachten:

Andreas Zentrum geriet erheblich unter Druck und die Verteidigung erschien sehr kompliziert (eher unmöglich), leider fand er in dem neuen Zeitmodus keine formschöne Verteidigung.

Fadi erhielt aus seiner Partie nach seiner Befreiung aus einer etwas eingeengten Struktur plötzlich einen Mehrbauern und anschließend sogar eine ganze Figur. Sein Gegner verteidigte sich noch sehr lange verbissen konnte jedoch ein schönes Mattbild nicht abwenden.

Christian gelang es durch eine sehr anspruchsvolle Taktik einen Qualitätsgewinn zu organisieren um schließlich ein gewonnenes Endspiel zu erhalten. In der konkreten Abwicklung gelang es ihm in Zeitnot nicht eine solide Verteidigung für den Gegenangriff zu finden.

Sören gelang es mit einem interessanten Opfer die gegnerische Stellung zu öffnen, allerdings konterte sein Gegner mit einem Gegenopfer um zahlreiche Komplikationen herbeiführen. Nun ging es allerdings erst richtig los! In dieser Partie konnte Sören durch zahlreiche taktische Finessen schließlich den Sieg einfahren.

Sandra konnte eine gedrückte Stellung nur durch Qualitätsopfer am Leben halten, allerdings war etwas unklar worin die Perspektive für Sandra bestand und sie suchte ihre Rettung im Angriff. Etwa halb 2 konnte ihr Gegner schließlich einen Weg finden, die Stellung zu gewinnen.

Insgesamt war der Saisonauftakt mit einem Mannschaftspunkt mehr als erwartet und 4 Brettpunkten sehr erfolgreich, allerdings muss man sich noch etwas an den neuen Zeitmodus gewöhnen.