Vom 21. - 26. März 2017 findet unser diesjähriges VfB Schach Leipzig Open im Sportforum Leipzig statt. Hier geht's zur Anmeldung.

Die Bedenkzeit beträgt 90 Minuten für 40 Züge und 30 Minuten bis Partieende sowie 30 Sekunden Bonus pro Zug. Die Karenzzeit beträgt 30 Minuten. Die vollständige Ausschreibung, die Teilnehmerliste sowie Vorschläge für Unterkünfte findet Ihr auf der Open-Seite.

Diesmal stand ein Auswärtsspiel in Wilkau-Haßlau auf dem Programm. Wir waren durchaus vorgewarnt, musste doch unser unmittelbarer Konkurrent um den Aufstieg ebenda einen wertvollen Punkt lassen. Für uns entwickelte sich der Kampf erfreulich. Frank an Brett 1 war mit Weiß stets in Vorteil und verwertete m.E. souverän seinen Anzugsvorteil. An zwei wurde Thomas nach seinem aggressiven c5 (glaube im dritten Zuge nach Sf6 und g6) durch einfaches Wegnehmen (d4xc5) überrascht. Irgendwie ist das weiße Schlagen in aller Regel unüblich und ein Bauernhalten der eigenen Einheit auf neu-c5 kaum ratsam. Aber in der gegebenen Variante schien der Gegner alles gut überlegt zu haben und es funktionierte. Schwarz musste sehr um Ausgleich kämpfen, was glücklicherweise auch gelang. Carsten konnte an Brett 3 auch einen gefühlten ungefährdeten Weiß-Sieg einfahren. Zumindest war optisch zu keiner Zeit eine Verluststellung auf dem Brett. Die spannendste Partie hatte Wolli aka der Hexer auf dem vierten Brett. Seine französische Eröffnung begann kompliziert, wurde noch komplexer und endete ebenso. Die schwarze Defensive wandelte sich vom häßlichen Entlein zum entscheidenden Gegenangriff. Lars an fünf profitierte von einer taktischen Fehleinschätzung seines Gegners und konnte einen ungefährdeten Sieg einfahren. Giso an sechs war ohne Gegner - ergo kampfloser Punkt. An Brett 7 tat sich bei Jörg nicht allzuviel. Die Eröffnung wurde von beiden Seiten relativ sicher runtergespielt und man einigte sich auf remis. Sven bekam am letzten Brett einen Italiener vorgesetzt und verteidigte seine gelöcherte Schwarzfestung. Nach einigem hin und her vereinbarte man remis. Im Partieverlauf schien aber Weiß die besseren Karten gehabt zu haben. Rückblickend ein kontrolliertes Spiel unserer Mannschaft.  Die Atmosphäre im Spiellokal war wie immer angenehm in W.-H. und Käffchen gab´s auch.   Aktuell halten wir die Tabellenführung mit einem Pünktchen Vorsprung und fiebern unserem nächsten - evtl. vorentscheidenden - Spiel gegen Plauen entgegen.

VfB vs. BSG und dieses in Leipzig - wer denkt da nicht zuallererst an Fußball. Eigentlich nicht so viele, die Leipziger Schachspieler sollten aber dazu gehören. Ganz ohne Fankleidung, Gesänge, alkoholische Getränke und andere unverzichtbare Fußballutensilien absolvierten wir unsere fünfte Runde gegen einen Gegner, der sich bisher unter Wert verkaufte.

Mit unserem bisherigen Saisonverlauf konnten wir durchaus zufrieden sein. Auch vier Punkte auf der Habenseite ließen uns entspannt in den Wettkampf gehen. Hinsetzen, kleine Punkte sammeln und schauen was passiert. Hatte ja schon einmal ganz passabel funktioniert.

Da Felix krankheitsbedingt leider nicht mitspielen konnte, kam Alv zu seinem ersten Einsatz in der Zweiten und spielte prompt gegen jenen Gegner, dem er in Runde zwei schon einmal gegenüber saß.

Dirk einigte sich relativ früh mit seinem Gegner auf Remis. Zu diesem Zeitpunkt war an keinem der Bretter Entscheidendes zu beobachten. Einzig Micha hatte in der Eröffnung …, naja…, hier gibt es bestimmt Verbesserungspotenzial. Die nächste Entscheidung fiel aber bei Sören. Zwar stand er die ganze Zeit besser, aber ob seine Partie auch ohne einen „Fingerfehler“ seines Gegners gewonnen war? Doch dann konnte erst einmal der Gegner sein Punktekonto aufbessern. Bei Grischan war die Stellung sehr komplex, zumindest konnte der Schreiber zu keinem Zeitpunkt sagen, wie diese Stellung eigentlich zu bewerten wäre. Entscheidend war eine kleine taktische Feinheit, mit schwerwiegenden Folgen. Auch Micha und Christian mussten sich leider ihren Gegnern geschlagen geben.

Es liefen nun noch drei Partien. Ab einem bestimmten Zeitpunkt weigerte sich der Schreiber, bei Alv auf das Brett zu schauen, und registrierte später wohlwollend die Punkteteilung. Kurz nach der ersten Zeitkontrolle konnte sich der Schreiber über einen ganzen Punkt freuen. Andreas versuchte noch den Wettkampf zu reißen, aber schlussendlich einigte man sich auf Remis.

Damit endete der Wettkampf mit mit 3,5 - 4,5 knapp zugunsten der BSG. Ehrlicherweise muss man festhalten, dass der Sieg zu keinem Zeitpunkt gefährdet war. Wir freuen uns über unsere kleinen Punkte und schauen weiterhin entspannt auf die Tabelle.

4 Spieltage lang sind wir König Plauen nach Brettpunkten hinterher gehechelt - jetzt stehen wir dank unseres 6:2 Erfolges gegen Zwickau und dem kleinen 4:4 Stolperer der Plauener an der Tabellenspitze.

Frank fiel kurzfristig wegen Erkrankung aus, wofür René an Brett 8 einsprang. Das Punktspiel entwickelte sich ausgeglichen und die ersten beiden Remisen von Thomas und Lars nach gut 2 Stunden passten ins Bild. Ausgeglichene Stellungen mit gewissen Möglichkeiten, aber nichts durchschlagendes.

Nicht denken, Spielen!

So Carsten bei der nachträglichen Analyse und er beherzigt das ja sowieso: Wichtig ist vor allem, dass was los ist auf dem Brett und keine Seite die Partie einfach verwalten kann. Seine Stellung mit Weiß empfand ich als relativ ausgeglichen, vielleicht einen Tick besser für ihn. Und Carsten hatte das Spiel am Königsflügel und das nutzte er zu durchschlagendem Angriff.

Auch Jörg nahm gewisse positionelle Risiken im Schwerfigurenendspiel in Kauf, damit die Stellung am Leben bleibt. So konnte er einen Fehler des Gegners zu einer Abwicklung in ein vorteilhaftes Turmendspiel nutzen und dieses zum Sieg führen.

Meine und Renés Partie liefen ähnlich; wir beide kamen mit Vorteil aus der Eröffnung, der aber noch nicht entscheidend war. Dann wurde es mehr oder weniger verwickelt und da die Taktik tendenziell für die bessere Stellung arbeitet, konnten wir uns durchsetzen.

Von unseren beiden "Mister 100%" konnte nur Giso mit einem sicheren Sieg seine Quote halten. Wolli kam schlechter aus der Eröffnung und das setzte sich leider fort bis ins verlorene Endspiel.

Nach der verordneten Zwangspause im Oktober ging es diesmal auswärts in Frohburg darum gegen die - trotz voller VfB-Besetzung an Brett 1 bis 3 - an jedem Brett 150-200 Punkte stärkeren Gegner aus dem Süden nicht unter zu gehen.

Leider war hatten wir mit Mike (6), der gesundheitlich angeschlagen war recht zeitig ein Null zu verkraften, die so früh eigentlich nicht eingeplant war. Dafür konnte Eric (8) mit ein wenig Mithilfe des Gegners einen Überraschungssieg zum zwischenzeitlichen Ausgleich landen.

Dann passierte erstmal bis halb 1 nicht viel. Überall rauchten die Köpfe, ohne dass sich auf den Brettern irgendwo ein klarer Vorteil für die eine oder andere Seite abzeichnen konnte. Dann ging aber Flori (4) in bereits bedrückter Stellung über die Zeit und mit ner Minusfigur bei Niko (7) wurden wir auf einmal fast gelichzeitig mit 4 Remis-Geboten an den übrigen Brettern konfrontiert.

Als erster musste das Haasi (3) annehmen, der in stets aussichtsreicher Stellung nie den Mumm zum Zentrumsdurchbruch fand und sich schließlich mit 16 Bauern auf dem Brett ausstopfen ließ. Kurz gefolgt von Thomas (5), für den in ungenauer Stellung das Remis sicher die bessere Option zum Weiterspielen bedeutete.

Ähnlich erging es es René (2), der ja schon im Mannschaftssinne gewinnen musste, was aber bei der langweiligen fast symetrischen Stellung nicht wirklich drinnen war. Die spannenste Sonntagspartie steuerter Alv (1) bei, dem es tatsächlich gelang seinen Angriff in einen Mehrbauern umzuwandeln, der ihm aber bei ungleichfarbigem Läuferendspiel nix nutzte.

Unterm Strich dürfen wir auf das 3:5 gegen starke Frohburger aber stolz sein. Nun gilt es in der nächsten Runde eine ähnliche Leistung auf die Adventsbretter zu bringen um langsam die nächsten Punkte gegen den Abstieg einzusammeln.

unsere (gefühlten) Vorteile auf dem Papier drohten am 3. Spieltag unter die Räder zu geraten. SG Turm spielte gut mit und nach ca. 3 Stunden war auch noch nicht all zu viel von entscheidenden Tendenzen auszumachen. Der big-Point war heute Frank an Brett 1 vorbehalten; er konnte sich im Endspiel dank eines zuvor ergatterten Mehrbauerns durchsetzen und stellte mit seinem Punkt den Mannschaftssieg kurz vor Schluss sicher. Sandra an acht legte ebenso ein "long game" hin und glaubte an Ihre berechtigt gute Weißstellung, übersah jedoch einen unangenehmen Bauernhebel von Schwarz mit h5, der letztlich die Position zum Kippen brachte. Etwas unglücklich, denn ein Remis wäre absolut drin gewesen. Carsten (4) konnte sich mit den schwarzen Steinen spielend irgendwie nicht befreien; am Ende hatte der Gegner das bessere Finale für sich, was für uns die zweite Niederlage bedeutete. Volle Punkte gab´s dann aber auch noch von Wolfgang (3) und Giso (6). Thomas an Brett 2 wollte mehr aus seiner guten Weißstellung herausholen, letztlich reichte es nur zum Remis. Jörg (7) wurde heute m.E. in der Eröffnung überrascht. Am Ende brachte Ihm sein Endspielgespür dann den erhofften Ausgleich und das sichere Remis. Von der Schablone befreites Springer- Grundlinienschach wurde heute von Lars an Brett 5 geboten (nur anzuraten für Spieler mit großem Selbstvertrauen 🙂 ). Näheres von den geheimen Verteidigungsleistungen bitte ich direkt beim Künstler zu erfragen!  In der Tabelle ist aktuell Plauen vorn, aber wir sind punktgleich dran!

Nach dem verdienten Punkt der ersten Runde ging es wieder ohne 2 aber diesmal zu acht gegen die nominell deutlich stärkeren Kitzscherer vor allem um Schadensbegrenzung.

Nach zweieinhalb Stunden, einer Null bei Eric, einem Remis bei Martin, einem schönen - gnadenlosen Angriff von Mike und nem Bauerndurchmarsch bei Hartmut lagen wir dann auch  mit 2.5:1.5 in Führung, so dass eigentlich Freude hätte aufkommen sollen.

Dass die Überraschung ausblieb lag aber dann wohl doch an der deutlichen Unterlegenheit an den Bretter eins bis drei. Haasi mit nem hoffnungslosen a-Bauern und Sadko mit ner taktischen Ungenauigkeit verwalteten bald nur noch Partieleichen. Flori hielt gegen das Läuferpaar noch am längsten gegen, aber auch das war wohl strategisch schon lange breit.

Für mich positive Überraschung gab es an Brett 8. Niko spielte vernünftiges Schach, stand solide und mit tatsächlichen Chancen zum Sieg. Das Damenopfer zum Matt hat er leider nicht gefunden - und lief stattdessen in ein Dauerschach. Aber auf der Leistung kann man sehr gut aufbauen - macht auf alle Fälle Spass da zuzugucken.

Am Ende sind wir mit dem 3:5 gegen einen Mit-Aufstiegskandidat sehr zu frieden und genießen jetzt erstmal diese völlig abstruse 8-wöchige Saisonpause...

1 Kommentar

Nach der erwarteten Niederlage gegen unsere Erste in Runde 1 hatten wir es erneut mit einem starken Gegner zu tun. Ziel war es, möglichst viele kleine Punkte gegen den Abstieg zu sammeln. Motiviert gingen wir dies an. Durch die Ausfälle der letzen zwei Bretter bei Fortuna waren wir dort nun zumindest gleich auf. Ich kam mit Schwarz an Brett 1 schnell in Vorteil und auch an den anderen Bretter standen wir zu Beginn gut bis ausgeglichen. Bis auf das Ende von Michaels Partie spielten alle über die gesamte Partiedauer hochkonzentriert und bis auf einige Ungenauigkeiten fehlerfrei. Nach knapp dreieinhalb Stunden Kampf stand es 4:2 und René machte in Gewinnstellung mit einem Dauerschach den Sack zu. Doch nun zur Kür: die letzte laufende Partie, von Christian Dehner, welcher seine Figurenstellung konsequent verstärkte und sehr gut stand:

Dehner-Filipiak
Aber nun begibt sich Christian mit 23. b5 in eine scheinbar missliche Lage: 23. ... Sd4 (weg ist die Qualle) 24. c6 Sxc2 25. cxd7 Txb6 26. Txc2 Td8 und nun? Nun kam der Hammer 27. Tc6!! und Schwarz ist verloren.

Gratulation Christian zu dieser großmeisterlichen Kombination. Insgesamt sind wir selbst überrascht, aber auch froh, über diesen wichtigen Sieg gegen den Abstieg.

Auch dieses Jahr wollten einige unserer Spieler ihr Können für die Punktspiele vorher nochmals testen (damit solche Tests in den Punktspielen nach Möglichkeiten nicht nötig sind 😉 ).

geithainalv
Ein Diagramm aus Runde 2

Im Vergleich mit den Vorjahren waren wir weniger Teilnehmer aus unserem Verein als im Vorjahr und somit spielte nur ich im A-Open während Sadko und Niko das B-Open wirklich sehr unsicher machten.

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