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Die Zweite befand sich nach einigen Ausfällen vor diesem Punktspiel in einer etwas angespannten Situation. Die Dritte steuerte insgesamt 4 (!) Spieler bei um die Chancen der Zweiten auf einen vernünftigen Spielverlauf aufrecht zu erhalten.

Ich freue mich in dieser Situation auch sehr, dass die Dritte mit so vielen abgegebenen Spieler auch noch ein 4-4 gegen Kitzscher erzielt hat. Vielen Dank nochmals an alle Beteiligten!

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Nach dem gelungenen Saisonauftakt in Ebersbach erhofften wir auch gegen die IV. Mannschaft der SG Leipzig einen Erfolg, wiewohl klar war, dass ein Fifty-Fifty-Match auf uns wartete. Diese Prognose bestätigte sich gleich in der ersten beendeten Partie, in der ich mir mit meinem ehemaligen Mannschaftskameraden Manfred Schöneberg schnell einig war, dass ein halbleeres Glas immer noch halbvoll genug für beide Beteiligte sein kann. Das verdammte mich dazu, das folgende Drama bei ungeteiltem Bewusstsein erleben zu müssen. Wie jedes Drama ging es erstmal so gut los, dass es eigentlich nicht wahr sein kann: Wollis Gegner ahnte nichts von seiner terminlichen Zwangslage und ermöglichte ihm durch einen ebenfalls zeitigen Remisschluss den Genuss eines fußballerischen Chemiecocktails. Während die einen übers Wegkommen nachdachten, kämpften andere noch mit dem Ankommen. Wir hatten uns im Geiste schon einen ganzen Zähler an Brett 4 gutgeschrieben, als Carstens Gegner aufgewühlt und unter lautem Gepolter eine Minute vor 10 Uhr noch ins Spiellokal einfiel. Auch am Brett war er dann nicht mehr zu bremsen und lief Carsten ins offene Messer. OK, mit einer Stunde Bedenkzeit weniger war seine Aufgabe auch alles andere als dankbar. Die undankbarste Aufgabe des Tages hatte allerdings Gisos Gegner: André hatte zwar physisch das Spiellokal rechtzeitig erreicht, wirklich angekommen war er jedoch wohl erst, als Gisos Läufer auf f2 eine kleine Begrüßungsansprache hielt. Da es ein Mannschaftskampf war, unterdrückte er den Impuls, unmittelbar aufzugeben, bekam in der Folge jedoch von Giso keine Gelegenheit mehr gewährt, sich von seiner Opferrolle zu emanzipieren. Das sah sehr gut aus - zumal an den weiteren Brettern viel Vielversprechendes und nichts wirklich Schlechtes zu sehen war. Und dann kam es doch noch dicke - und die 3 Jüngsten, die leider allesamt auf Seiten der SG saßen, wurden zu den Helden des Kampfes. Zunächst ruinierte Jörg seine schöne Stellung kurzfristig durch ein taktisches Versehen. Thomas hielt seinen starken Gegner mit aktivem Gegenspiel am Königsflügel in Atem, konnte die Spannung aber dann doch nicht in der Stellung halten. Nach mehreren Abtauschaktionen traten die statischen Vorteile der Stellung seines jungen Gegners in den Vordergrund, die dieser mit beeindruckend abgeklärtem Spiel verwertete. "Man of the match" wurde dann allerdings eine der beiden weiblichen Spielerinnen. Talent hin oder her - in der Partie gegen Julia Halas war Lars nominell eindeutig Favorit. Und viel kann man ihm nicht vorwerfen - er schuf ein strategisches Ungleichgewicht, um Gewinnchancen zu kreieren und ich hatte lange das Gefühl: "Det läuft!". Dann brachte Julia allerdings ein schickes strategisches Bauernopfer und Lars schaffte es nicht rechtzeitig, auf den Backen-zusammenkneifen-Modus umzuschalten und wurde sehenswert taktisch ausgeknockt. Eine tolle Leistung von Julia, die damit zur Matchwinnerin wurde. Denn auch die letzte Partie, die gut für uns ausgesehen hatte, war zwischenzeitlich gekippt. Christian hatte seine klar vorteilhafte Stellung gegen Sandra Ulms lange Zeit souverän verwaltet - bis ihn zur Unzeit die Gier übermannte. Danach war er so mausetot, dass es ihm leider nur noch gelang, seine Gegnerin zum Remis zu beschwindeln. Eine Partie, in der so viel drin war, dass eigentlich ein 1,5:1,5 das angemessene Resultat gewesen wäre. Am Ende stand dann eine bittere 3,5:4,5-Niederlage, aber für die nicht anwesenden neutralen Zuschauer war es sicherlich eine Augenweide - und das ist es doch, was am Ende zählt!

Wir schreiben den 06.09.2017. Die Saison steht unmittelbar vor der Tür. Grund genug für Sadko und mich, ein letztes Vorbereitungsturnier zu spielen, nachdem Sadko Geithain auslassen musste und ich in Geithain auch mehr oder weniger auf der Stelle getreten bin. Also fuhren wir in den schönen Thüringer Wald zu den 21. Friedrichrodaer Schach Open 2017, welches vom 06.-10.09. im Berghotel zu Friedrichroda ausgetragen wurde. Neben schönen und unschönen Schachpartien gibt es noch die ein oder andere Geschichte zu erzählen.

Außenansicht des Friedrichrodaer Berghotels

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Wir konnten dieses Jahr unsere Saison sehr angenehm beginnen, auch wenn etwas Personalnot herrschte und uns im Vergleich zum Stamm 3 Spieler fehlten, was allerdings bei den Leistungen der Ersatzspieler keinen Unterschied machte.

Gefühlt 5 nach 9 konnte sich Timon seinen Punkt eintragen, was mit Sicherheit mit seinen Erfahrungen aus kürzlich gespielten Turnieren zu tun hat, allerdings auch immer ein Glücksfall ist, wenn man eine Partie nach 6 Zügen beenden darf.

Als nächster wurde ich etwa um 11 Uhr fertig indem ich einfach mal ein Remisgebot absetzte als ich der Meinung "gleich wird es seltsam, aber eigentlich Ausgleich" war, mein Gegner meinte ich hätte schon minimal mehr Druck später meinte Micha ich hätte eine kritische etwas schlechtere Stellung gehabt.

Die Anzahl der möglichen Meinung spricht dafür, dass die Stellung unklar aber akzeptabel war und das Remis hierbei ein gutes Ende darstellt.

Kurz darauf bot auch Michas Gegner ein Remis, das durch gutes Gegenspiel für den Minusbauern ermöglicht wurde.

Die kritische Partiephase konnte ich nun gut beobachten:

Andreas Zentrum geriet erheblich unter Druck und die Verteidigung erschien sehr kompliziert (eher unmöglich), leider fand er in dem neuen Zeitmodus keine formschöne Verteidigung.

Fadi erhielt aus seiner Partie nach seiner Befreiung aus einer etwas eingeengten Struktur plötzlich einen Mehrbauern und anschließend sogar eine ganze Figur. Sein Gegner verteidigte sich noch sehr lange verbissen konnte jedoch ein schönes Mattbild nicht abwenden.

Christian gelang es durch eine sehr anspruchsvolle Taktik einen Qualitätsgewinn zu organisieren um schließlich ein gewonnenes Endspiel zu erhalten. In der konkreten Abwicklung gelang es ihm in Zeitnot nicht eine solide Verteidigung für den Gegenangriff zu finden.

Sören gelang es mit einem interessanten Opfer die gegnerische Stellung zu öffnen, allerdings konterte sein Gegner mit einem Gegenopfer um zahlreiche Komplikationen herbeiführen. Nun ging es allerdings erst richtig los! In dieser Partie konnte Sören durch zahlreiche taktische Finessen schließlich den Sieg einfahren.

Sandra konnte eine gedrückte Stellung nur durch Qualitätsopfer am Leben halten, allerdings war etwas unklar worin die Perspektive für Sandra bestand und sie suchte ihre Rettung im Angriff. Etwa halb 2 konnte ihr Gegner schließlich einen Weg finden, die Stellung zu gewinnen.

Insgesamt war der Saisonauftakt mit einem Mannschaftspunkt mehr als erwartet und 4 Brettpunkten sehr erfolgreich, allerdings muss man sich noch etwas an den neuen Zeitmodus gewöhnen.

 

 

Ein bisschen mehr Schatten als Licht, aber keiner hat sich verletzt - so unser Fazit bei der 2017er Auflage der Sächsischen Blitzmeisterschaften. Mit Thomas, Carsten, Fadi, Alv und Sven waren wir vom ELO-Schnitt her ziemlich genau in der Mitte gesetzt und wurden am Ende 8. von 13 Mannschaften.

Hier geht es zum Bericht des SVS mit allen Ergebnissen.

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Vom 25.8 bis 27.8. fand in Geithain wieder einmal das Sommeropen statt. Bei diesem Turnier fanden sich wie immer zahlreiche bekannte Spieler ein und es lag, wie gewohnt kurz vor Begin der Saison, was bei den üblichen Verdächtigen (Wolli, ich, Timon, Niko und Eric W.) Grund genug war teilzunehmen.

Die erste auffällige Verbesserung nach einer eher ungewohnt umständlichen Anfahrt war der schöne neue Spielsaal. ... weiterlesen

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Weil ihnen einmal Dresden zu wenig war, machten sich die mutigen Kämpfer Sadko, Alv und meine Wenigkeit ein zweites Mal auf den Weg in die sächsische Landeshauptstadt zu den FIDE-OPEN 2017, welche parallel zu der "Challenge" und den "UKA German Masters" liefen, wo sich die besten deutschen Spieler duellierten.
Alv bewies seinen Mut bereits bei der Wahl, in der A-Gruppe bei den Besten mitspielen zu wollen. Sadko entschied sich, trotz der Meinung vieler, es nicht zu tun, in der C-Gruppe mitzumischen und ich spielte dort ebenfalls mit, weil ich keine andere Wahl hatte. Die Chance für meine Revanche für meine Niederlage gegen Sadko bei der Dresdner Stadtmeisterschaft war somit gegeben. Bereits vor Turnierbeginn war uns beiden klar, dass die Wahrscheinlichkeit für das vereinsinterne Auftaktduell hoch ist, dennoch hatten wir beide nicht wirklich Lust darauf. Im Turniersaal im schönen Wyndham Garden Hotel kam es dann so, wie es das Schicksal wahrscheinlich wollte...

Das Wyndham Garden Hotel Dresden

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Es ist vollbracht! Unter praktischen Gesichtspunkten war der Aufstieg nach dem klaren 6,5 : 1,5 gegen König Plauen ja kaum noch zu verderben und nun steht er nach dem knapperen 4,5 : 3,5 gegen Fortuna I auch theoretisch fest.

Vielleicht noch ein paar kurze Sätze zum Sieg gegen Plauen: Die Plauener hatten bis dahin wie wie eine ganz ausgezeichnete Saison gespielt, nur ein 4:4 abgegeben und waren auch nominell sehr stark besetzt. Da ging uns schon ein wenig die Muffe, denn ein bisschen Pech und 1-2 unterdurchschnittliche Leistungen in diesem einen Punktspiel reichen manchmal zur Niederlage aus und der Aufstieg wäre wohl futsch gewesen.

Aber dann lief praktisch alles für uns. Nach 2-3h war noch gar nichts klar und von 4:4 bis knappem Sieg für eine der beiden Mannschaften schien alles möglich. Dann wurden - abgesehen von Lars mit Remis - sämtliche Partien, in denen wir ausgeglichen oder besser standen, gewonnen.

Die Partien, in denen wir die Stellung eher zusammenhalten mussten, konnten wir Remis halten - bis auf Jörg, der lieber gleich gewann. Er konnte aus der Defensive heraus die Qualität gewinnen und gleich noch ausreichend Figuren abtauschen, so dass die Gefahr des folgenden Verzweiflungsangriffs in beherrschbaren Grenzen blieb.

Damit war der Drops mit 2 Mannschafts- und 7,5 Brettpunkten Vorsprung gelutscht und wir konnten das Punktspiel gegen Fortuna relativ entspannt angehen. Zwischendurch mussten wir zwar etwas um das 4:4 bangen, aber eine knappe Niederlage wäre ja noch akzeptabel gewesen (an dieser Stelle möchte ich anmerken, dass wir dabei natürlich auf einen Sieg am letzten Spieltag gegen Fortuna II hofften ... was nie ein Selbstläufer ist, aber angesichts der Wertzahlunterschiede beider Mannschaften hoffentlich nicht als Überheblichkeit ausgelegt wird).

Frank, Alv und Wolli machten sehr schnelle Remisen. Jörg und ich standen recht bald unter Druck, was bei Jörg dann auch zur Niederlage führte. Ich hatte mal wieder das Glück oder die Verteidigerqualitäten, nun auch die 3. Partie in Folge mit Verlustgefahr noch Remis halten zu können, aber ewig sollte das nicht so weitergehen ...

Lars und Carsten standen von Anbeginn gut und führten die Partie zum Start-Ziel-Sieg. Die wildeste Partie hatte Giso. Er kam gut aus der Eröffnung und konnte einen Bauern gewinnen. Ein ungenaues Damenmanöver führte zum Verlust 2er Tempi, wodurch der Gegner Druck aufbauen konnte und zumindest Kompensation hatte. Es kam nun noch schlimmer - ein einfacher Einsteller kostete Giso die Qualität und das war dann auch glatt verloren.

Zum Glück überschätzte Gisos Gegner die eigenen Angriffschancen, verzichtete auf den Damentausch und Giso konnte einen nervigen Freibauern nebst eigenem Angriffsspiel zum Rückgewinn der Qualität nutzen. Am Ende stand ein remisliches Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern auf dem Brett.

Die Tendenz zur Halbzeit hatte Bestand: Mikail Ivanov gewinnt das 24. VfB Schach Leipzig Open und verteidigt seinen Vorjahrestitel. Ihm reichte dazu eine solide Vorstellung mit 5 Siegen und 4 Unentschieden und resultierende 7 Punkten. Seine Großmeisterkollegen Viesturs Meijers und Alexander Graf folgen mit 6,5 Punkten auf den Plätzen.

Generell ging es diesmal recht ausgeglichen zu - gleich 9 Spieler auf den Plätzen 2-10 erreichten 6,5 Punkte! Darunter sind ganz überwiegend die Favoriten und Titelträger, die somit die Erwartungen erfüllten. Besonders wird sich aber sicher Eugen Schmidt vom SV Herrenberg (9. Platz) über seine 6,5 Punkte freuen, die ihm einen Platz im Kreis der "Großkopferten" bescheren.

Ein Dank an alle Mitspielenden und die Organisatoren!